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Konzeption „Prävention legaler Drogen“

Vorlagentyp: B

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 13.11.2015, B 413

Betreff: Konzeption "Prävention legaler Drogen" Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 18.12.2014, § 5349 - E 99/10 GRÜNE, l. B 383/14 - Die Entwicklung einer Konzeption "Prävention nicht stoffgebundener Süchte und legaler Drogen", mit der das Drogenreferat mit dem Stadtverordnetenbeschluss zum E 99/2010 (§ 7831 vom 25.3.2010) beauftragt wurde, ist eine kontinuierliche Aufgabe, die das Ziel hat, möglichst sämtliche Zielgruppen mit präventiven Maßnahmen zu erreichen.

  1. Monitoring System Drogentrend (MoSyD) Die aktuellen Ergebnisse des Monitoring System Drogentrends 2014 liegen vor. Ein Modul der Studie ist die repräsentative Befragung von 1.500 15- bis 18-jährigen Frankfurter Schülerinnen und Schülern. Seit Beginn der Befragung ist das Alter beim Erstkonsum sowohl bei den legalen Substanzen Alkohol (2002: 12,9 Jahre, 2014: 13,8 Jahre) und Tabak (2002: 12,8 Jahre, 2014: 14,0 Jahre), als auch bei Cannabis (2002: 14,5 Jahre; 2013: 15,0 Jahre) signifikant angestiegen. Auch hat die Zahl derjenigen zugenommen, die zeitweise oder dauerhaft abstinent leben: Aktuell haben 11 Prozent noch niemals in ihrem Leben irgendeine legale oder illegale Droge genommen (2002: 4 Prozent), im letzten Monat haben 32 Prozent abstinent gelebt, das sind doppelt so viele wie


  2. Alkohol Nach wie vor ist Alkohol mit Abstand die am weitesten verbreitete Droge unter Frankfurter Jugendlichen. Der Alkoholkonsum der befragten Jugendlichen ist aber in den letzten Jahren bei fast allen Kennzahlen rückläufig: Im letzten Monat vor der Befragung haben 59 Prozent (2011: 68 Prozent) der Befragten mindestens einmal Alkohol getrunken, 41 Prozent (2011: 46 Prozent) waren mindestens einmal betrunken und 7 Prozent (2011: 13 Prozent) haben mehr als 10-mal im letzten Monat Alkohol getrunken. Auch riskante Alkoholkonsummuster sind seit 2011 zurückgegangen: Aktuell konsumieren 9 Prozent (2011: 14 Prozent) regelmäßig riskant und weitere 2 Prozent (2011: 3 Prozent) exzessiv Alkohol. 3 Prozent haben im letzten Monat mehr als 20-mal Alkohol getrunken. 2010 waren es noch doppelt so viele. Nur bei denjenigen, die im letzten Monat so viel getrunken haben, dass es ihnen körperlich sehr schlecht ging oder dass sie bewusstlos waren ("Komatrinken"), gab es mit 7 Prozent keine Veränderung. Um dem riskanten und exzessiven Alkoholkonsum Jugendlicher wirksam zu begegnen, wurden folgende Maßnahmen entwickelt bzw. weiterentwickelt: Hart am Limit Das Projekt HaLT, das sich mit einem Beratungsangebot an Jugendliche richtet, die mit einer Alkoholintoxikation ins Krankenhaus eingeliefert wurden, wird in Frankfurt bereits seit Beginn der Bundesmodellprojektphase im Jahr 2004 umgesetzt. Seit Februar 2012 wird eine Wochenendrufbereitschaft umgesetzt, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen. In den Krankenhäusern wird Jugendlichen und Eltern Informationsmaterial in Form von Postkarten vom Krankenhauspersonal ausgehändigt, um so auch Jugendliche, die das Krankenhaus frühzeitig verlassen, zu erreichen. 6 Krankenhäuser beteiligen sich an der Umsetzung des Projekts. Es handelt sich um das Hospital zum Heiligen Geist, die Uni-Klinik, das Bürgerhospital, das Klinikum Höchst, das Elisabethenkrankenhaus und das Krankenhaus Sachsenhausen. Grundlage für die aktuelle Datenauswertung ist die Rettungsdienststatistik des Gesundheitsamtes. Alkoholintoxikationen 2010 bis 2014 nach Krankenhäusern Fallzahlen für Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahren Krankenhaus 2014 2013 2012 2011 2010 Hospital zum Heiligen Geist 60 91 73 61 48 Uni-Klinik 77 68 104 76 76 Bürgerhospital 50 48 51 59 78 Krankenhaus Sachsenhausen 46 44 48 41 33 Klinikum Frankfurt Höchst 33 42 44 48 37 Elisabethenkrankenhaus 15 10 14 12 23 Nordwestkrankenhaus 21 16 14 11 6 St. Marienkrankenhaus 13 13 7 13 13 St. Markuskrankenhaus 7 10 7 11 5 St. Katharinen Krankenhaus 26 13 5 2 5 Clementine Kinderkrankenhaus 5 4 - 1 1 Klinikum Hanau - - - 1 - Städtische Klinik Offenbach - - 1 - 1 Gesamt 353 359 368 336 326 (Quelle: Rettungsdienststatistik/Krankenhauszuweisungsdaten, Gesundheitsamt/ Drogenreferat Stadt Frankfurt) Insgesamt wurden im Jahr 2014 353 Jugendliche und junge Erwachsene bis einschließlich 21 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht, das sind 6 weniger als im Vorjahr. Hierunter waren 126 Minderjährige und 227 junge Volljährige. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Minderjährigen um 5 angestiegen, die Anzahl der Volljährigen ist hingegen um 11 zurückgegangen. Die Auswertung der Beratungsgespräche durch die Jugendberatung und Suchthilfe Am Merianplatz ergibt für das Jahr 2014, dass von den 126 betroffenen Jugendlichen 61 das Beratungsangebot wahrgenommen haben. D.h. jede/r zweite Jugendliche wird durch HaLT erreicht. Weitere 5 Personen, die das Beratungsangebot wahrgenommen haben, waren volljährig. Alice - Hart am Limit Mit dem Projekt Alice - Hart am Limit wird in Frankfurt seit 2013 ein Peer-Ansatz umgesetzt. Hierbei sprechen Peers, das heißt Gleichaltrige, im öffentlichen Raum Jugendliche an, um sie zu einem risikoarmen Alkoholkonsum zu motivieren. Im Jahr 2014 wurden 12 proaktive Termine in Parks und auf Festen durchgeführt, im Durchschnitt kam es hierbei zu 12 bis 15 intensiven Gesprächen mit Gruppen Jugendlicher. Die eingesetzten Peers sind bezüglich des Verhaltens in Notfallsituation und Konfliktfällen und in Gesprächsführung geschult. Mit ihrer Unterstützung wird das Projekt laufend inhaltlich weiterentwickelt. Die starke Einbeziehung der Peers ist aus mehreren Gründen sinnvoll. Zum einen können sie die Haltungen und Reaktionen der Gleichaltrigen am besten einschätzen. Zum anderen stärkt der gemeinschaftliche Entwicklungsprozess das Projekt selbst und die Identifikation damit. So wirkt das Projekt nach außen wie auch nach innen. Auch anlässlich der diesjährigen Abiturfeier am

  3. März 2015 im Grüneburgpark war das Projekt Alice - Hart am Limit mit einem Angebot vertreten. Bei den Abiturfeiern treffen sich in der Regel rund 800-1.000 Jugendliche im Grüneburgpark. "Alice - Hart am LimiT . . ?!" war dabei ganztägig vor Ort. Zu den Angeboten gehörten Infomaterialien, nicht-alkoholische Getränke, die Möglichkeit, einen Alkoholtest durchzuführen und entsprechende Gespräche unter anderem über (Selbst-)Wahrnehmungen und Veränderungen durch den Alkoholkonsum. Auch gibt es einen Chill-Out- Bereich zum Ausruhen. Das Angebot war Teil eines kooperativen Gesamtkonzeptes der Stadt Frankfurt. Kampagne "voll nüchtern!" Als verhältnispräventive Maßnahme führt das Drogenreferat gemeinsam mit der Geschäftsstelle des Präventionsrats der Stadt Frankfurt, dem Ordnungsamt, der Polizei und dem Netzwerk gegen Gewalt seit 2011 die Kampagne "voll nüchtern!" durch. Regelmäßig werden Gewerbetreibende auf ihre wichtige Rolle beim Jugendschutz hingewiesen, um Jugendlichen den Zugang zu Alkohol zu erschweren. Auch werden ihnen Alterskontrollscheiben und Aufkleber zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2014 hat das Drogenreferat 147 Frankfurter Kioske angeschrieben und ihnen das entsprechende Material zugesandt.

  4. Tabak Auch das Zigarettenrauchen ist unter Frankfurter Jugendlichen weiterhin stark rückläufig: Aktuell sind 16 Prozent (2003: 40 Prozent, 2012: 27 Prozent) ZigarettenraucherInnen, das heißt sie rauchen mindestens 1 Zigarette täglich. Damit hat sich die Zahl der RaucherInnen unter Frankfurter Jugendlichen in einem Zeitraum von 11 Jahren um 60% reduziert. Aktuell rauchen 9 Prozent (2003: 30 Prozent, 2012: 17 Prozent) mehr als 5 Zigaretten täglich und 0,8 Prozent (2003: 6 Prozent, 2012: 2 Prozent) sind starke RaucherInnen mit mehr als 20 Zigaretten täglich. In Frankfurt wird das Tabakpräventionsprojekt "Be smart, don't start" an verschiedenen weiterführenden Schulen durchgeführt. Dieser Wettbewerb soll Schülerinnen und Schüler der 5.-7. Klassenstufe dazu motivieren, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Die Fachstelle Prävention begleitet diesen Wettbewerb mit Workshops und Unterrichtseinheiten und bietet zum Thema (E-)Shisha-Rauchen Workshops und Elternabende an Schulen an. Im Jahr 2014 haben 12 begleitende Workshops zu dem Wettbewerb stattgefunden. Insgesamt haben 259 Schülerinnen und Schüler an diesen Workshops teilgenommen. Zudem führte die Fachstelle Prävention noch weitere Maßnahmen zur Nikotinprävention für verschiedene Alters- und Personengruppen durch. Im Rahmen des Projektes "CaBS" zur Frühintervention bei Drogenkonsum hat die Jugendberatung und Suchthilfe Am Merianplatz in 2014 12 Jugendliche beraten, die auf Grund eines sehr frühen E-Shisha- und Tabakkonsums in Schulen auffällig geworden sind. Auf der Informationsplattform BE.U! finden Jugendliche und Eltern vielfältige Informationen zu den Themen Rauchen, Shisha und E-Shisha. Im Jahr 2015 veröffentlichte das Drogenreferat für Eltern und Multiplikatoren einen neuen Informationsflyer zum Thema Shisha. Darin enthalten sind auch aktuelle Informationen zu E-Shishas.

  5. "Legal Highs" - Neue psychoaktive Substanzen (NPS) Seit 2005 sind insgesamt mehr als 450 neue psychoaktive Substanzen (NPS) in Europa aufgetaucht. Allein in 2014 wurden 101 NPS an das EU-Frühwarnsystem gemeldet. Das bedeutet einen nochmaligen Anstieg um 25% gegenüber dem Vorjahr. Am häufigsten handelte es sich hierbei um Cathinone und synthetische Cannabinoide. Im Zusammenhang mit dem Konsum von NPS kommt es immer häufiger auch zu Drogennotfällen. Europaweit spielte bei 9 Prozent aller drogenbedingten Notfälle NPS eine Rolle. Auch der Konsum synthetischer Cannabinoide kann gravierende gesundheitliche Folgen bis hin zur Mortalität haben. Der Konsum von "Legal Highs" oder NPS ist unter Frankfurter Schülerinnen und Schülern aktuell zwar gering angestiegen, 6 Prozent der Befragten haben mindestens einmal im Leben Räuchermischungen probiert. Gegenüber dem Jahr 2010 (9 Prozent) zeigt sich aber ein signifikanter Rückgang. Beim NPS-Konsum der Frankfurter SchülerInnen handelt es sich fast ausnahmslos um Probierkonsum synthetischer Cannabinoide aus Neugierde. Weniger als 1 Prozent der Befragten haben Räuchermischungen mehr als 5-mal im Leben genommen. Bemerkenswert ist, dass der NPS-Konsum aktuell nicht maßgeblich zugenommen hat, obwohl NPS nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom Juli 2014 in Deutschland frei verkäuflich und keinerlei Regulierung unterworfen sind. Trotzdem ist es dringend notwendig, hier so schnell wie möglich zu einer europaweiten Regulierung zu kommen. Die Webseite www.legal-high-inhaltsstoffe.de von Basis e.V. wurde als offizielle Webseite des EU-Projektes Spice II Plus seit 2013 zu einer Online-Beratungsplattform weiterentwickelt. Mit Abschluss des EU-Projektes im Februar 2015 ist auch die finanzielle Unterstützung für das Projekt ersatzlos weggefallen. Es ist bisher nicht gelungen eine Anschlussfinanzierung zu finden. Die Webseite wird mit geringer Unterstützung durch das Drogenreferat zunächst für das Jahr 2015 weitergeführt. In Kooperation mit Basis e.V. und dem Centre for Drug Research (CDR) hat das Drogenreferat zum Thema neue psychoaktive Substanzen (NPS) 2014 einen Informationsflyer erstellt, der MultiplikatorInnen über die aktuellen Erkenntnisse zu NPS aus dem EU-Projekt informiert. Die Ergebnisse des EU-Projekts wurden auf einem Abschlussmeeting in Lissabon präsentiert und in verschiedenen Fachartikeln veröffentlicht: - Werse, B. / Morgenstern, C. (2015): Der Trend geht zur Reinsubstanz - Entwicklungen im Konsum von "Legal Highs"/neuen psychoaktiven Substanzen (NPS) auf Basis zweier Online-Befragungen. Suchttherapie, 16: 36-41. - Hermanns-Clausen M, Kneisel S, Szabo B, Auwärter V. Acute toxicity due to the confirmed consumption of synthetic cannabinoids: clinical and laboratory findings. Addiction. 2013 Mar;108:534-44. Epub 2012/11/01

  6. Medienkonsum und -sucht Die digitale Medienwelt entwickelt sich in atemberaubenden Tempo weiter: Innerhalb von nur 3 Jahren hat bei Jugendlichen eine flächendeckende Ausbreitung von Smartphones mit mobilem Internet stattgefunden. In der aktuellen MoSyD-Befragung geben 96 Prozent an, dass sie ein Smartphone besitzen und 84 Prozent haben auch dazu eine Flatrate, was beides mit erheblichen Kosten verbunden und über Taschengeld nur schwer finanzierbar ist. Dagegen wurde das Soziale Netzwerk Facebook, das sich seit 2008 in Deutschland verbreitete, als Kommunikationsplattform mittlerweile von WhatsApp abgelöst. Auch Computerspiele verändern sich ständig. In den letzten Jahren haben neue Spielformen an Bedeutung gewonnen. Dies sind vor allem sogenannte Open World Spiele, die mehr Freiheiten und Möglichkeiten bieten, und Handyspiele, die in Pausen mal schnell zwischendurch gespielt werden 68 Prozent der in MoSyD befragten Jugendlichen spielen aktuell mindestens einmal im Monat Computerspiele. Dabei gibt es weiterhin große Geschlechtsunterschiede, die männlichen Jugendlichen zeigen deutlich mehr Lust am Spiel: 87 Prozent von ihnen geben an, regelmäßig Computerspiele zu spielen, wohingegen es bei den weiblichen Jugendlichen nur 41 Prozent sind. Insgesamt verbringen männliche Jugendliche fast 4-mal mehr Zeit mit Computerspielen (9,0 Stunden pro Woche) als weibliche Jugendliche (1,7 Stunden pro Woche). Open World Spiele (z.B. Minecraft) sind in der aktuellen MoSyD-Befragung neben Ego Shootern mit Abstand am beliebtesten bei jungen Männern. Bei jungen Frauen sind es die ebenfalls neu in die Befragung aufgenommenen Geschicklichkeitsspiele. Die Fachstelle Prävention bietet seit 2010 im Rahmen des Projektes "Neue Medien im Kindesalter" Fortbildungen für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte sowie Elternabende in Kitas und Grundschulen an. Seit Beginn des Projektes 2010 sind 12 Einrichtungen mit dem jeweils gesamten Team und MitarbeiterInnen aus 86 Kitas geschult worden. Seit 2010 hat die Fachstelle 14 Elternabende in der Kita bzw. im Hort durchgeführt und an 27 Grundschulen haben 39 ‐zum Teil klassenübergreifende‐ Elternabende stattgefunden. Seit 2012 sind von drei Grundschulen drei Teams der schulischen Betreuung und zwei Grundschullehrerkollegien fortgebildet worden. Die Fachberatung für Verhaltenssüchte der Jugendberatung und Suchthilfe Am Merianplatz des Vereins JJ e.V. hat in 2014 120 Personen mit Verhaltenssüchten beraten und verschiedene Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zum Thema "Mediensucht" durchgeführt. Seit 2014 gibt es ein neues Angebot für Betroffene an einem 8-Wochen-Coaching-Programm teilzunehmen. Der Verbindung von Computer- und Glücksspiel insbesondere bei Smartphone-Spielen soll zukünftig besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

  7. Glücksspiel In Frankfurt spielen laut der aktuellen MoSyD-Studie 7 Prozent (2011: 10 Prozent) der befragten Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren mindestens einmal pro Woche Glücksspiele um Geld. Das Spielen an Geldspielautomaten bleibt mit 4 Prozent auf niedrigem Niveau (2010: 7 Prozent, 2011: 6 Prozent, 2013: 4 Prozent). Das Drogenreferat hat in Kooperation mit der Evangelischen Suchtberatungsstelle im Jahr 2013 ein neues Angebot zur Frühintervention beim Glücksspiel entwickelt. Der Fachdienst Frühintervention beim Glücksspiel ist seit November 2013 in Frankfurt aktiv. Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren, die bereits ein riskantes Glücksspielverhalten zeigen. Es werden Informations- und Projekteinheiten für Jugendliche und junge Erwachsene an Schulen und in Einrichtungen der Jugendhilfe durchgeführt. Im vergangenen Jahr waren es 15 Präventionsangebote, die zum größten Teil in Berufsschulen und in Einrichtungen der Jugendberufshilfe stattfanden. Zudem bietet der Fachdienst Einzelberatungen für Jugendliche und junge Erwachsene mit glücksspielbezogenen Problemen in den Räumen der Beratungsstelle an. Im Jahr 2014 wurden 32 Jugendliche und junge Erwachsene in der Beratungsstelle beraten, hinzu kamen 3 Jugendliche, die sich telefonisch, und 10 Jugendliche, die sich im Rahmen von Präventionsangeboten beraten ließen. Ein Gruppenangebot zum Selbstkontrolltraining wurde 2015 vom Fachdienst implementiert. Auch führt der Fachdienst Schulungen für Lehrkräfte und Fachkräfte der Jugendarbeit durch, um zur Früherkennung problematischen Spielverhaltens beizutragen. 2014 wurden 30 MultiplikatorInnen zum Thema Früherkennung geschult. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Vernetzung und Kooperation des Fachdienstes Frühintervention mit der Fachstelle Prävention, mit Sucht- und Drogenberatungsstellen, der Jugendhilfe, verschiedenen Arbeitskreisen und Schulen. Der Fachdienst besuchte außerdem 32 Spielhallen und Wettbüros in Frankfurt am Main, um die MitarbeiterInnen für glücksspielbezogene Probleme bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu sensibilisieren und über das Beratungsangebot zu informieren. Ergänzend zur frühen Einzelfallhilfe bietet die Fachstelle Prävention Workshops zur Glücksspielprävention für Schulen oder Jugendgruppen an. Die Fachstelle Prävention hat in Absprache mit dem Drogenreferat im Jahr 2014 den interaktiven Methodenkoffer zur Glücksspielprävention "Lucky" für Jugendliche und junge Erwachsene zur Unterstützung von Präventionsaktionen angeschafft.

  8. Sucht im Alter Die Ergebnisse des World Cafés "Sucht im Alter - gemeinsame Wege zu wirksamen Hilfen finden", dass am

  9. März 2014 gemeinsam von Drogenreferat und Jugend- und Sozialamt durchgeführt wurde, wurden nun in einer Tagungsdokumentation veröffentlicht. Inzwischen bilden Jugend- und Sozialamt und Drogenreferat eine gemeinsame Lenkungsgruppe und einen Beirat, dem große Träger der Alten- und Drogenhilfe angehören, um die unterschiedlichen Hilfesysteme besser zu vernetzen. Zurzeit ist eine umfassende Bestandsaufnahme der Angebote für ältere Menschen mit Suchtproblemen in Arbeit. Altenpflegeeinrichtungen und ambulante Dienste sollen sich damit einen raschen Überblick verschaffen können, wenn ihnen ältere Menschen mit Suchtproblemen begegnen.

Beratungsverlauf 3 Sitzungen

Sitzung 31
Jugendhilfeausschusses
TO I, TOP 6
Angenommen
Die Vorlage B 413 dient zur Kenntnis.
Sitzung 45
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
TO I, TOP 21
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage B 413 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
CDU Grüne SPD Linke FDP BFF
Sitzung 46
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
TO I, TOP 13
Angenommen
nicht auf TO Die Vorlage B 413 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)
Zustimmung:
CDU Grüne SPD Linke FDP
Ablehnung:
BFF