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Green IT für die Frankfurter Stadtverwaltung hier: Leitbild für die Stadtverwaltung Frankfurt am Main zur Optimierung des Energieverbrauchs beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik

Vorlagentyp: B

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 30.06.2014, B 220

Betreff: Green IT für die Frankfurter Stadtverwaltung hier: Leitbild für die Stadtverwaltung Frankfurt am Main zur Optimierung des Energieverbrauchs beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 04.07.2013, § 3379 (M 80) - NR 2092/10 CDU und GRÜNE - Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung § 3379 vom 04.07.2013 (M 80) wurde das Leitbild für die Stadtverwaltung Frankfurt am Main zur Optimierung des Energieverbrauchs beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik ("Green IT-Konzept") in Kraft gesetzt. Zielsetzung des "Green IT-Konzeptes" ist es, den Stromverbrauch sowie die damit verbundenen Energiekosten und Schadstoff-Emissionen beim Einsatz von Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik bis zum Jahr 2020 zu halbieren. Gleichzeitig soll die Verfügbarkeit (Ausfallsicherheit) erhöht und der Wartungs- und Betriebsaufwand verringert werden. Der Magistrat wurde beauftragt, die Wirksamkeit der Maßnahmen regelmäßig zu prüfen und jährlich zu berichten. Die im "Green IT-Konzept" vorgesehene Konsolidierung der Server in das städtische Rechenzentrum des Amtes für Informations- und Kommunikationstechnik wurde im Berichtszeitraum begonnen. Hierzu wurde eine moderne Server-Hosting-Infrastruktur aufgebaut und in Betrieb genommen. Als erste Maßnahme wurden die Datenverarbeitungssysteme der durch das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik unmittelbar betreuten Ämter und Organisationseinheiten (insgesamt 19) vollständig in die neue Infrastruktur migriert. Durch die Übernahme in das zentrale Rechenzentrum konnten mehr als 30 Server in den dezentralen Liegenschaften abgeschaltet werden. Dadurch konnten an 20 Standorten die Aufwände für Klimatisierung, Stromversorgung und Datensicherung entweder ganz oder zumindest teilweise eingespart werden. Die Reduktion der Serverzahl wurde möglich, da jetzt im Rechenzentrum ein Server die Aufgaben von mehreren, vorher räumlich getrennten Servern übernehmen kann. Als Beispiel können hier die Datenbankserver oder die Server für den Internetzugang genannt werden. Im Anschluss an diese Maßnahme konnten noch zwei größere Einzelmigrationen im Berichtszeitraum abgeschlossen werden. Für die Stadtentwässerung Frankfurt am Main wurde eine Video-Archiv-Server-Lösung mit einem Datenvolumen von 100 TB (Terrabyte) über die Hosting-Umgebung umgesetzt. Hierdurch konnte bei der Stadtentwässerung Frankfurt am Main die Beschaffung und der Betrieb erforderlicher Server-Hardware eingespart werden. Nach entsprechender Vorbereitung konnte auch das Revisionsamt innerhalb kürzester Zeit vollumfänglich in die zentrale Hosting-Umgebung migriert werden. Insgesamt konnte hier die Gesamtzahl der Server von ursprünglich 21 Servern auf jetzt insgesamt 10 Server reduziert werden. Zudem konnte das Revisionsamt seinen Serverraum komplett aufgeben. Die damit verbundenen Energie-, Wartungs- und Betriebsaufwände werden eingespart. Neben den IT-betriebstechnischen Maßnahmen hat die vom Magistrat eingesetzte Reformkommission in ihrer Sitzung im November 2013 beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzurichten, deren Zielsetzung es ist, Rahmenregelungen für den Einkauf von IT zu entwickeln. Mit einem zentralen IT-Einkauf sollen mittel- und langfristig eine verbesserte Einkaufsorganisation sowie stadtweite Systemstandards erzielt werden. Dadurch können die im "Green IT-Konzept" vorgesehenen energetischen Standards bei der Beschaffung sowie die Berücksichtigung der Lebenszykluskosten zentral gesteuert und bei etwaigen Ausschreibungsverfahren sicher angewandt werden. Die bisher durchgeführten Maßnahmen und Weichenstellungen führen ohne Frage zu einer Optimierung des Energieverbrauches. Die Ablösung ganzer Serverstandorte, aber auch jeder einzelne eingesparte Server können inzwischen evaluiert werden. Die Ermittlung bzw. Messung des IT-spezifischen Energieverbrauches gestaltet sich hingegen weiterhin schwierig, da die meisten städtischen Ämter nicht mit der erforderlichen Technik ausgestattet sind. Es lässt sich lediglich der Gesamtverbrauch der städtischen Liegenschaften messen, welcher in den letzten drei Jahren trotz gestiegener IT-Anforderungen um rund 10 Prozent gesunken ist. Die Ermittlung des IT-spezifischen Energieverbrauches ist nicht möglich. Eine entsprechende Ausstattung würde nicht unerhebliche Investitionen erfordern. Mit den bisherigen Maßnahmen sieht sich der Magistrat auf dem richtigen Weg. Sowohl die begonnene Konsolidierung der IT-Standorte als auch der in Vorbereitung befindliche IT-Zentraleinkauf werden entsprechende Rahmenbedingungen für nachhaltige Energieeinsparungen schaffen.

Beratungsverlauf 1 Sitzung

Sitzung 32
Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
TO I, TOP 22
Angenommen
nicht auf TO Die Vorlage B 220 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)
Zustimmung:
CDU Grüne SPD Linke FDP Freie Wähler Römer
Ablehnung:
Elf Piraten

Verknüpfte Vorlagen