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Wirtschaftsstandort Frankfurt - Jahresbericht

Vorlagentyp: B

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 25.01.2019, B 18

Betreff: Wirtschaftsstandort Frankfurt - Jahresbericht Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 27.01.2005, § 8617 - NR 1663/05 GRÜNE, l. B 23/18 - Der Jahresbericht der Wirtschaftsförderung bilanziert detailliert unter Einbeziehung von Zahlen und Daten die beeindruckenden Erfolge der Frankfurter Wirtschaftspolitik. Die Fundamente des Wirtschaftsstandortes sind seit Jahren stabil und robust - das ist der Verdienst der Unternehmen am Standort. Ein starker Wirtschaftsstandort garantiert Wohlstand und soziale Sicherheit und er ermöglicht die Investitionen in die Zukunft, nämlich in die standortbestimmende Infrastruktur. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sichern den finanziellen Handlungsspielraum der Stadt Frankfurt am Main. Innerhalb der 100 größten Unternehmen in Frankfurt am Main leistet die Industrie rund 23 Prozent der Gewerbesteuervorauszahlungen. Damit zahlt sie überproportional viele Gewerbesteuern in Frankfurt und liegt sogar vor der Bankenbranche. Nicht nur mit Blick auf die hohen Gewerbesteuereinnahmen der Stadt aus der Industrie sind die rund

  1. 400 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes von immenser Bedeutung für das Wirtschaftsgeschehen rund um den Standort Frankfurt am Main. Spätestens seit der weltweiten Finanzkrise im Jahre 2008 sollte verstanden worden sein, dass die Industrie nicht nur ein wichtiger Standortfaktor ist, sondern dass nur ein ausgewogener Branchenmix ein stabilisierender Faktor in Krisenzeiten sein kann. Die Initialisierung des Masterplan-Prozesses ist von existenzieller Bedeutung für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Frankfurt am Main, denn Industrie braucht Gewerbeflächen und Perspektiven. Für Unternehmen mit großem Flächenbedarf und für produzierende Betriebe sind Expansionsmöglichkeiten in der stetig wachsenden Stadt knapp. Der Fokus der Flächennutzung hat sich zunehmend auf den Wohnungsbau gerichtet, aber auch die Regularien in Form neuer Bestimmungen zum Abstand zwischen Wohn- und Gewerbegebieten verschärften in der jüngsten Vergangenheit die Flächenkonkurrenz. Bei kleinen und mittleren Unternehmen sind ausschlaggebend oft der Preis oder die Ausstattung der noch verbliebenen Flächen, die oftmals gerne etwas attraktiver sein dürften. Andere Unternehmen werden aufgrund heranrückender Wohnbebauung in ihrer Existenz bedroht und müssen abwandern, weil ehemalige Gewerbeareale als Wohn- und Mischgebiet mit restriktiveren Auflagen hinsichtlich der Lärmemissionen überplant wurden. Im Rahmen des Masterplan Industrie arbeiteten acht über die Wirtschaftsförderung koordinierten Arbeitsgruppen in zielgerichteter Besetzung an Maßnahmen, die die zukunftsweisenden Themen wie Flächenbilanzierung, Flächensicherung, Aktivierung und Strukturierung von Gewerbeflächen als entscheidende Entwicklungsschritte für die Stärkung des Industriestandorts und damit zur Sicherung der Zukunft des Standortes steuern und begleiten. Das Pilotprojekt "Nachhaltiges Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach" ist als Blaupause geeignet für die zukunftsfähige Entwicklung weiterer Industrie- und Gewerbegebiete: 2016 ist das einzigartige Pilotprojekt an den Start gegangen, das u. a. im Rahmen des bundesweiten Forschungsprogramms "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" (ExWoSt) gefördert wird. Seitdem wird der Standort gemeinsam mit den Akteuren vor Ort und unter Federführung der Wirtschaftsförderung Frankfurt als "Nachhaltiges Gewerbegebiet" nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien entwickelt. Während des gesamten Prozesses gilt es zu beachten, dass die Unternehmen in all ihren zusätzlichen Bemühungen einen Nutzen haben, welcher deutlich höher ist als der Aufwand und die Kosten. Das Standortmanagement hat sich in zahlreichen persönlichen Gesprächen eine hohe Projektakzeptanz in allen Bereichen erarbeitet: ob im Bereich der zuständigen Ämter und Institutionen wie bei der Unternehmerschaft und den Eigentümern der Liegenschaften. Die Erfolge sprechen für sich: die Lösung von Verkehrsproblemen auf Unternehmensebene, der schnelle Glasfaserausbau und die Energieeffizienzkampagne haben das Interesse am Projekt auch weit über die Grenzen der Stadt hinaus geweckt. Beispielsweise sei genannt der Besuch des Nachhaltigen Gewerbegebiets durch Ministerpräsident Kretschmann im Sommer

  2. In der stark von Arbeitsteilung geprägten modernen Arbeitswelt ist es ein handfester Standortvorteil, wenn zur Lösung von Aufgaben im lokalen Wertschöpfungsprozess schnell und problemlos Partner vor Ort gefunden werden können. Für die wirtschaftliche Stabilität des Standortes spricht auch, dass im Berichtsjahr 7.870 Gewerbe neu angemeldet wurden, das sind 42 Gewerbeanmeldungen mehr als

  3. Ein absolutes Novum dürfte sein, dass der Anstieg der Beschäftigten mit 12.767 höher liegt als der Einwohneranstieg mit 11.

  4. Nach wie vor ist Frankfurt die Pendlerhauptstadt der Republik. Die Verfügbarkeit und Sicherung qualifizierter Arbeitsplätze sind ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor für den Wirtschaftsstandort und von immenser Wichtigkeit für die Zukunft von Stadt und Region. Die Stadt Frankfurt am Main sieht es als vordergründiges Ziel an, die entsprechenden Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen und attraktiven Arbeitsstandort zu gestalten. Deshalb unterstützt der Magistrat immer gerne die Eigeninitiative von Unternehmen, die z.B. im Rahmen eines Schülertages Ausbildungsberufe vorstellen oder die Ausbildungsmesse des Ortsbeirates 10 im Brandschutzzentrum der städtischen Feuerwehr. Der Erfolg des Wirtschaftsstandortes Frankfurt am Main basiert auf den ständigen Neuerungen, der Power und dem Ideenreichtum, den die Stadt generiert. Die Mainmetropole ist traditionell eine Stadt des freien Denkens und der klugen Köpfe. Kreative Leistungen generieren einen wirtschaftlichen Nährwert und die weitverzweigte Kreativbranche ist Impulsgeber für eine Vielzahl von Branchen und Entwicklungen. Der Magistrat hat sich die konsequente Förderung des kreativen Potentials als lohnende Investition in die Zukunftsfähigkeit der Stadt auf die Fahne geschrieben. Dazu zählten selbstverständlich Großereignisse mit Strahlkraft, wie die GWA Effie Gala, die Eröffnung der internationalen Musikmesse mit dem PRG LEA-Award, das WORLDCLUBDOME Big City Beats Festival in der Commerzbank Arena, die Marken Gala in der Alten Oper, die Verleihung des Deutschen Designer Awards im ersten MakerSpace der Stadt und viele andere Highlights. Zielgerichtete Projektförderungen setzen Impulse und fördern den lokalen Spirit am Kreativstandort, z.B. mit einem Imagefilm zum Kreativstandort, einem Nachwuchswettbewerb für junge Kochtalente und einem OpenAirFestival in der als Street Gallery inszenierten Taunusstraße im Bahnhofsviertel. Nicht nur das von der "New York Times" gefeierte Bahnhofsviertel ist für Kreative zunehmend attraktiv, sondern es entstehen Kreativquartiere über die gesamte Stadtfläche hinweg. Ob Atelierfrankfurt oder Zukunftshafen, Brotfabrik oder Gutleutviertel - die Liste ließe sich fortsetzen, wobei jeder Standort für sich seinen ganz eigenen Charme hat und Kreative unterschiedlicher Genres anlockt. So war auch das Veranstaltungsformat "Me Convention" während der IAA 2017 eine Attraktion für die ganze Stadt. Industrie-Experten, Entrepreneure, Startup-Gründer, Studenten und aufstrebende Talente aus den Design-, Technologie- und Kreativ-Industrien trafen sich im Rahmen des Abendprogramms in den "Urban Hotspots" der Mainmetropole - vom Szene-Café, über den Escape Room, bis hin zur Kunstgalerie und dem Nachtclub. Frankfurt am Main präsentierte sich traditionell, vielfältig und international als Hot Spot der Kreativwirtschaft der Gegenwart. Lebendige Wirtschaftsstandorte brauchen Menschen mit Unternehmergeist und Visionen. Mit dem vom TechQuartier in 2017 erarbeiteten Masterplan "Startup Region Frankfurt Rhein-Main" wurde ein sehr ambitioniertes Ziel ausgegeben: die Umsetzung der 20 aufgelisteten Ziele soll Frankfurt und Umgebung in Zusammenarbeit mit der Stadt zu einem der bedeutendsten Zentren für Startups weltweit machen. Mit einem der größten Flughäfen des Kontinents, der internationalen Vernetzung von Unternehmen, Beschäftigen und Studierenden aus über 100 Ländern ist Frankfurt am Puls der Zeit und hat das Zeug, sich als Place to be auf der großen Landkarte zu positionieren Das extrem attraktive Umfeld mit der bestmöglichen Anbindung im Herzen Europas sowie die entspannte Internationalität platzieren die Mainmetropole in allen Rankings in puncto Lebensqualität und Zukunftsprognosen ganz weit vorne. Es ist der Mix aus Urbanität; Innovation und hoher Wirtschaftskraft, der kulturellen Vielfalt und der vielen für den Standort engagierten Menschen, der die Mainmetropole dieses ungemein attraktive Lebens- und Arbeitsumfeld verdankt. Anlage _Jahresbericht_2017 (ca. 4,1 MB) Vertraulichkeit: Nein

Beratungsverlauf 2 Sitzungen

Sitzung 28
Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
TO I, TOP 34
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage B 18 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
CDU SPD Grüne AFD Linke FDP BFF FRAKTION Frankfurter
Sitzung 29
Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
TO I, TOP 12
Angenommen
nicht auf TO Die Vorlage B 18 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)
Zustimmung:
CDU SPD Grüne AFD Linke FDP BFF FRAKTION Frankfurter