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Wirtschaftsstandort Frankfurt - Jahresbericht

Vorlagentyp: B

Bericht

Die Wirtschaft am Standort Frankfurt am Main entwickelt sich innerhalb Deutschlands überdurchschnittlich. Zum Stichtag 30.09.2018 konnten in Frankfurt am Main 595.124 Beschäftigte gezählt werden - nie zuvor waren in Frankfurt am Main mehr Menschen beschäftigt. Im Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre - nach der tiefen Krise der Weltwirtschaft 2008 mit dem höchsten Einbruch der Wirtschaftsleistung - lässt sich zweifelsohne feststellen, dass viele richtige Entscheidungen getroffen wurden, sodass der Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main samt Region insgesamt gestärkt dasteht und eine beachtliche Aufwärtsentwicklung - auch in der Außenwahrnehmung - verzeichnen kann. Frankfurt am Main ist nicht mehr nur ein Finanzplatz in Europa, ist nicht mehr nur ein Buchungscode für internationale Flugreisende. Die Metropole am Main ist heute ein Place-to-be am Puls der Zeit mit internationaler Ausstrahlung, ein Magnet für Geschäftsleute und Reisende und ein herausragender Standort für den Handel und die Industrie. Speziell seit der Brexit-Debatte erlebt Frankfurt am Main eine neue internationale Aufmerksamkeit, die Hand in Hand mit den beachtlichen Spitzenwerten in den Lebensqualitätsrankings nationaler und internationaler Großstädte einhergeht. Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main versteht sich als Dienstleister und sucht konsequent den Kontakt zwischen dem Römer und den Unternehmen. Die zahlreichen Veranstaltungsformate - wie zum Beispiel der Abend der Kommunikation für die Kreativschaffenden, die Branchengespräche mit den Betriebsräten der Gewerkschaften IG Metall, IG BCE und der NGG oder der Frankfurter Industrieabend - sowie die regelmäßig stattfindenden Unternehmensbesuche - verfolgen das Ziel, gegenseitig Vertrauen zu schaffen und handelnde Personen miteinander zu vernetzen. Es gilt, den ansässigen Unternehmen die bestmögliche Bestandspflege zu gewährleisten. Die Unterstützung wichtiger Schlüsselbranchen, wie Kreativwirtschaft, Digitalwirtschaft, Finanzwirtschaft, Industrie, Handwerk, Einzelhandel und Logistik sowie die Förderung von Unternehmensgründungen, zählen zu den Kernkompetenzen des Wirtschaftsdezernenten. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sichern den finanziellen Handlungsspielraum der Stadt Frankfurt am Main. Auch deshalb ist und bleibt der Masterplan Industrie das bedeutende strukturpolitische Instrument, welches aus dem industriepolitischen Dialog heraus entstanden ist und ein strategischer Rahmen zur langfristigen Stärkung und Weiterentwicklung industrieller Wertschöpfung ist. So ist die Umsetzung der Seveso-III-Richtlinie ein großer Erfolg, der gemeinsam mit den Unternehmen der Industrieparks Höchst, Griesheim und Alessa Fechenheim erzielt wurde und bundesweiten Vorbildcharakter hat. Die Projekte des Masterplan Industrie werden Schritt für Schritt umgesetzt, so ist auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende in der Industrie eine Investition in Zukunft, um den Fachkräften von morgen bestmögliche Bildung zu bieten. Das Projekt Flächensicherungskonzept (Masterplan Industrie, Projekt 1) wurde vom Beirat Industrie als sehr hoch priorisiert eingestuft. Der im Berichtsjahr vorgestellte Entwurf zur Fortschreibung des Gewerbeflächenentwicklungsprogramms (GEP) wurde von den Mitgliedern des Beirats intensiv beraten und mit einer gemeinsamen Stellungnahme verabschiedet. Als städtebauliches Entwicklungskonzept ist die aktuelle Fortschreibung mit den integrierten Handlungsempfehlungen aus dem Räumlich-funktionalen Entwicklungskonzept des Masterplan Industrie eine Grundlage der Stadtentwicklungsplanung zur Flächensicherung und -vorsorge für Industrie und Gewerbe. Nicht nur mit Blick auf die hohen Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Frankfurt am Main aus der Industrie, sind die rund 1.400 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes von immenser Bedeutung für das Wirtschaftsgeschehen rund um den Standort Frankfurt am Main. Sie sind Botschafter des Wirtschaftsstandortes und geben in der Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Geschäftspartnern eine hervorragende Visitenkarte für die Stadt Frankfurt am Main ab. Des Weiteren zählen speziell die Traditions- und Familienunternehmen zu den tragenden Säulen der Stadtgesellschaft und spielen eine wichtige Rolle im Gefüge der einzelnen Stadtteile. Die 2018 von der Wirtschaftsförderung neu initiierte Gewerbeschau im Stadtteil 'Frankfurt am Start' schärft über dieses neue Veranstaltungsformat sowohl das Profil des jeweiligen Stadtteils wie auch den Zusammenhalt der Gewerbetreibenden untereinander. Auch die vom Wirtschaftsdezernat betreuten und geförderten Stadtteilteilaktivitäten - wie das Weihnachtsbeleuchtungsprojekt in den Frankfurter Einkaufsstraßen, die Mehrwegbecher-Challenge im Bereich rund um die Berger Straße, der Maßnahmenplan der Standortinitiative AltSaxNeu, der Aktionsplan für den Wiesenhüttenplatz und TAB Sounds 2018 mit der als temporäres Kunstwerk gestalteten Taunusstraße, werden getragen vom lokalen Spirit und der Verbundenheit zum Standort. Impulse zur Stärkung des Kreativstandortes gehen nach wie vor von den Großereignissen mit Strahlkraft aus, wie die GWA Effie Gala, die Internationale Musikmesse mit dem PRG LEA-Award als Opener, das sich immer wieder neu erfindende und schier grenzenlos scheinende WORLDCLUBDOME Big City Beats Festival in der Commerzbank Arena, die Marken Gala in der Alten Oper, die Verleihung des Deutschen Designer Awards sowie viele andere Highlights, wie auch der charmante Nachwuchswettbewerb für junge Kochtalente und der inzwischen traditionelle Abend der Kommunikation an immer neuen Locations in der sich ständig veränderten Stadt. Frankfurt am Main präsentierte sich traditionell, vielfältig und international als Hot Spot der Kreativwirtschaft der Gegenwart. Ob beim Thema Finanzen, in der Energiebranche, im Gesundheitswesen oder im Handel: Start-ups sind heute nahezu in allen Branchen aktiv. Sie gelten als innovativ, schnell, agil und frech - aber nur rund 14 Prozent entwickeln gemeinsam mit Start-ups neue Produkte oder Dienstleistungen. Nach wie vor ist es ein erklärtes Ziel des Magistrats, dass mit Frankfurt am Main als Motor die gesamte Region als bevorzugter Gründerstandort national und international vermehrt auf sich aufmerksam macht. Die am Standort agierenden Akteure stärken mit dem rasant wachsenden Angebot an Co-Working-Places, mit Vernetzungsangeboten und Veranstaltungen in den verschiedensten Ausrichtungen das Gründer-Öko-System am Standort. Alleine das TechQuartier als offizieller Fintech Hub der Bundesregierung vernetzt Fintech Hubs aus 8 Ländern und ermöglicht einen koordinierten Austausch von Konzernen, dem Mittelstand und Fintechs untereinander. Auf der Agenda der zukünftigen Gründeraktivitäten stehen gemeinsame Überlegungen, wie Start-ups leichter auf dem Markt Fuß fassen und erste Kunden gewinnen können. Die zunehmende Verflechtung der Branchen untereinander und der wachsende Bedarf aller bedeutenden Sektoren auf begrenztem Raum erfordert das konsequente Weiterdenken und intelligente Lösungen für die wachsende Stadt. Denn nur ein starker und vielseitig aufgestellter Wirtschaftsstandort garantiert Wohlstand und soziale Sicherheit und er ermöglicht die Investitionen in die Zukunft, nämlich in die standortbestimmende Infrastruktur. Eindrucksvoll und sorgsam aufbereitet, zeigt der Jahresbericht der Wirtschaftsförderung die Vielfältigkeit der geleisteten Aufgaben und der erzielten Erfolge der Frankfurter Wirtschaftspolitik auf. Zu den dringenden Aufgaben, die weiterhin zur Lösung anstehen, zählt der rapide wachsende Fachkräftebedarf sowie bezahlbarer Wohnraum für Fachkräfte und Auszubildende, die Digitalisierung, eine zukunftsorientierte Verkehrsinfrastruktur und die Ermöglichung von verkaufsoffenen Sonntagen.

Beratungsverlauf 1 Sitzung

Sitzung 37
Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
TO I, TOP 20
Angenommen
nicht auf TO Die Vorlage B 19 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)
Zustimmung:
CDU SPD Grüne AFD Linke FDP BFF FRAKTION
Ablehnung:
Frankfurter