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Mehr Transparenz und Flexibilität im Fördersystem der Allgemeinen Theaterförderung

Vorlagentyp: NR CDU GRÜNE

Begründung

Fördersystem der Allgemeinen Theaterförderung Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, bei der Überarbeitung der Förderrichtlinien und -kriterien für die Allgemeine Theaterförderung folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  1. Umstellung der Institutionellen Förderung auf eine breit gefächerte Projektförderung, die stärker als bisher auf die besonderen Produktionsbedingungen und Aufführungspraxen Rücksicht nimmt, mehrjährige konzeptionelle Förderung und Spielstättenförderung.
  2. Erarbeitung eines Konzeptes für Spielstättenförderung unter Voraussetzung einer vorhergehenden Bedarfsermittlung.
  3. Festlegung von Antragsfristen für Förderanträge.
  4. Einrichtung einer Jury, die in die Erarbeitung des neuen Kriterienkatalogs eingebunden wird und die Anträge auf Projekt-, konzeptionelle und Spielstättenförderung anhand dieser Kriterien und getroffenen Zielvereinbarungen bewertet und entsprechende Förderung empfiehlt.
  5. Für die Einrichtung der Jury sind die Erfahrungen anderer Städte einzubeziehen und Vorschläge zur Größe, Qualifikation und Amtszeit einer solchen Jury zu machen. Begründung: Über die Einrichtung einer Jury zur Vergabe der Fördermittel im Bereich Tanz, Performance und freie Theater wird seit langem gestritten. Viele Theaterschaffende fürchteten einen damit verbundenen Abbau der Fördermittel oder einseitige Bevorzugung bestimmter Gattungen. Der Blick auf andere Städte zeigt die Vorteile eines Jurymodells, deren Protagonisten in der Regel als Partner und Fürsprecher der Szene agieren, Entscheidungsprozesse transparent machen. Ausdrücklich wird begrüßt, dass das Kulturamt und der Kulturdezernent die Tanz- und Theaterszene (Off-Szene) in die Prozesse einbezieht und mit dem Fachausschuss verschiedene Anhörungen durchgeführt hat. Die Rückläufe und die darin enthaltenen Stellungnahmen und Vorschläge verdienen eine sorgfältige Prüfung und Erörterung mit allen Beteiligten. Ziel ist einerseits, die vorhandene Vielfalt, Impulskraft und Qualität von Frankfurts Tanz- und Theaterlandschaft zu stärken und sich anderseits genug Spielraum für Neues zu erhalten. Dabei ist beabsichtigt, die derzeitige Form institutioneller Förderung abzuschaffen und durch flexiblere Förderinstrumente zu ersetzen, das heißt durch Projekt- und Konzeptförderung mit klaren Zielvereinbarungen, die auch für alle Beteiligten und Interessierten durch entsprechende Veröffentlichungspflichten überprüfbar sind.

Inhalt

Antrag vom 13.02.2013, NR 522

Betreff: Mehr Transparenz und Flexibilität im Fördersystem der Allgemeinen Theaterförderung Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, bei der Überarbeitung der Förderrichtlinien und -kriterien für die Allgemeine Theaterförderung folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  1. Umstellung der Institutionellen Förderung auf eine breit gefächerte Projektförderung, die stärker als bisher auf die besonderen Produktionsbedingungen und Aufführungspraxen Rücksicht nimmt, mehrjährige konzeptionelle Förderung und Spielstättenförderung.

  2. Erarbeitung eines Konzeptes für Spielstättenförderung unter Voraussetzung einer vorhergehenden Bedarfsermittlung.

  3. Festlegung von Antragsfristen für Förderanträge.

  4. Einrichtung einer Jury, die in die Erarbeitung des neuen Kriterienkatalogs eingebunden wird und die Anträge auf Projekt-, konzeptionelle und Spielstättenförderung anhand dieser Kriterien und getroffenen Zielvereinbarungen bewertet und entsprechende Förderung empfiehlt.

  5. Für die Einrichtung der Jury sind die Erfahrungen anderer Städte einzubeziehen und Vorschläge zur Größe, Qualifikation und Amtszeit einer solchen Jury zu machen. Begründung: Über die Einrichtung einer Jury zur Vergabe der Fördermittel im Bereich Tanz, Performance und freie Theater wird seit langem gestritten. Viele Theaterschaffende fürchteten einen damit verbundenen Abbau der Fördermittel oder einseitige Bevorzugung bestimmter Gattungen. Der Blick auf andere Städte zeigt die Vorteile eines Jurymodells, deren Protagonisten in der Regel als Partner und Fürsprecher der Szene agieren, Entscheidungsprozesse transparent machen. Ausdrücklich wird begrüßt, dass das Kulturamt und der Kulturdezernent die Tanz- und Theaterszene (Off-Szene) in die Prozesse einbezieht und mit dem Fachausschuss verschiedene Anhörungen durchgeführt hat. Die Rückläufe und die darin enthaltenen Stellungnahmen und Vorschläge verdienen eine sorgfältige Prüfung und Erörterung mit allen Beteiligten. Ziel ist einerseits, die vorhandene Vielfalt, Impulskraft und Qualität von Frankfurts Tanz- und Theaterlandschaft zu stärken und sich anderseits genug Spielraum für Neues zu erhalten. Dabei ist beabsichtigt, die derzeitige Form institutioneller Förderung abzuschaffen und durch flexiblere Förderinstrumente zu ersetzen, das heißt durch Projekt- und Konzeptförderung mit klaren Zielvereinbarungen, die auch für alle Beteiligten und Interessierten durch entsprechende Veröffentlichungspflichten überprüfbar sind.Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 14.01.2013, B 29

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