Gutes Schulessen für Frankfurt
Antrag
Der Magistrat wird aufgefordert, das Schulessen an Frankfurter Schulen nachhaltig zu verbessern. Dazu wird der Magistrat beauftragt,
- Caterer konsequent in die Pflicht zu nehmen und
- a)vertragsrechtliche Änderungen vorzunehmen, um ein außerordentliches Kündigungsrecht bei wiederholten Verstößen gegen Qualitäts- und Leistungsstandards der Schulverpflegung durchzusetzen,
- b)Caterer, die wiederholt an mehreren Schulen ihrer vertraglichen Verpflichtung nur in unzureichendem Maße nachkommen, dauerhaft von städtischen Ausschreibungen auszuschließen, sowie 2. ein direktes Feedbacksystem für Schüler einzuführen und
- a)umgehend eine digitale Lösung wie Apps oder elektronische Feedback-Ampeln bereitzustellen, damit Schülerinnen und Schüler die Qualität und den Geschmack des Schulessens anonym und direkt bewerten können,
- b)das Feedback regelmäßig auszuwerten und Maßnahmen bei erkannten Missständen unverzüglich einzuleiten, sowie
- Transparenz herzustellen, indem die für die Qualität des Essens wichtigen Standards in den Verträgen den jeweiligen Schulen und Elternvertretern offengelegt werden, sowie
- Standards praxisnah und realistisch zu gestalten und
- a)gemeinsam mit den Caterern bestehende Vorgaben kritisch zu überprüfen und
- b)Vorgaben bei Bedarf anzupassen, so dass die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit den realen Möglichkeiten der Anbieter und dem in Einklang gebracht werden, was Kinder und Jugendliche auch essen möchten. Ziel ist ein ausgewogenes und zugleich kindgerechtes Angebot ohne zu starre bürokratische Vorgaben. Der Magistrat und legt der Stadtverordnetenversammlung binnen drei Monaten einen Bericht dazu vor.
Begründung
Eine hochwertige Verpflegung ist essenziell für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Kinder, auch beim Schulessen. Es ist die Verantwortung der Stadt, sicherzustellen, dass die gelieferten Mahlzeiten den vereinbarten Standards entsprechen und den Bedürfnissen der Schulgemeinden gerecht werden. Der jüngste Skandal um das Schulessen in Frankfurt hat gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Beschwerden von Schulen und Eltern über schlechte Qualität und unzureichende Portionen bleiben häufig sowohl von den zuständigen Caterern als auch von der Stadt Frankfurt unbeachtet, was zu Frustration und Unzufriedenheit führt. Systemische Probleme bei der Schulverpflegung müssen behoben, eine Feedback-Kultur etabliert und die Transparenz gegenüber Schulgemeinden erhöht werden. Durch pragmatische Anpassungen der Standards sollen zudem praktikable Lösungen für Caterer gefunden werden, um eine nachhaltige Verbesserung für alle Beteiligten zu erreichen.
Beratungsverlauf 4 Sitzungen
Reden im Parlament
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