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Fortschreibung des gesamtstädtisch und regional bedeutsamen Radverkehrsnetzes

Vorlagentyp: B

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 07.04.2014, B 108

Betreff: Fortschreibung des gesamtstädtisch und regional bedeutsamen Radverkehrsnetzes Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 15.12.2005, § 10477 Das als Anlage zu diesem Magistratsbericht vorgelegte fortgeschriebene Netz basiert weiterhin auf der 1992 beschlossenen Radverkehrskonzeption unter Berücksichtigung der seither getroffenen Beschlüsse, eingetretenen Entwicklungen und daran angepassten Festlegungen. Seinerzeit wurden innerhalb dieses Netzes einzelne Radrouten identifiziert, die prioritär mit hohem Standard ausgebaut werden sollten. Zu diesen Standards sollte u. a. eine Radwegweisung, jedoch ausschließlich im Routenverlauf, gehören. Die starke Orientierung an den prioritären Routen steht angesichts der erfreulichen Entwicklung des Radverkehrs in den letzten Jahren zunehmend im starken Gegensatz zu den alltäglichen Mobilitätsbedürfnissen der meisten Frankfurter Radfahrenden und hat zudem dazu geführt, dass sich der "Radverkehrsnetz-Gedanke" noch nicht in die Alltagswahrnehmung durchsetzen konnte. Gleichzeitig haben sich in der langen Zeit der schrittweisen Umsetzung der Radverkehrskonzeption zahlreiche Randbedingungen und Einschätzungen, die zur damaligen Definition eines stadtweiten Netzes geführt haben, stark verändert. Beispielhaft seien hier folgende Aspekte genannt: - Das planerische Repertoire der Radverkehrsführungsmöglichkeiten hat sich deutlich erweitert. Neben baulichen Radwegen haben sich Radfahrstreifen oder Schutzstreifen auch an stark befahrenen Straßen als sinnvoller Lösungsansatz bewährt. Die Freigabe von Einbahnstraßen in Tempo-30-Zonen für den Radverkehr in Gegenrichtung konnte ebenfalls etabliert und flächenhaft umgesetzt werden. - Im Rahmen der Stadtentwicklung haben sich vorhandene Siedlungsbereiche durch Konversion stark verändert, sind durchlässiger für den Radverkehr geworden und heute selbst wichtige Quellen und Ziele (z. B. Europaviertel auf den Gleisfeld des ehemaligen Hauptgüter- und Rangierbahnhofs, Umwandlung ehemals militärisch genutzter Flächen in Wohngebiete). - Im Zuge der Stadtentwicklung wurden und werden auch neue Siedlungsbereiche, wie z. B. der Riedberg oder der Frankfurter Bogen erschlossen und waren in das Radverkehrsnetz zu integrieren. - In der Bauleitplanung hat der Radverkehr einen höheren Stellenwert erhalten. So weist der Regionale Flächennutzungsplan ein regional bedeutsames Radroutennetz aus, das sowohl bestehende Streckenabschnitte als auch geplante Strecken umfasst und auf der kommunalen Ebene Berücksichtigung finden muss. - Die oben beschriebenen Entwicklungen gelten in vergleichbarer Form auch für die Kreise, Städte und Gemeinden im Umland. In Verbindung mit der technischen Entwicklung bei elektrisch die Muskelkraft unterstützenden Fahrrädern (Pedelec) gewinnen auch größere, Stadtgrenzen überschreitende Distanzen eine immer größere Bedeutung für die Netzkonzeption, die angesichts der ungebrochen großen Pendlerströme in das Frankfurter Stadtgebiet positiv befördert werden sollte. Der Magistrat hat sich daher mit dem Vortrag an die Stadtverordnetenversammlung, M 32 vom 18.02.2005, beauftragen lassen, die Radverkehrskonzeption zu aktualisieren. Das ist seitdem überwiegend anlassbezogen und punktuell erfolgt und soll auch zukünftig kontinuierlich immer dann erfolgen, wenn hierzu ein Bedarf gesehen wird. Das Netz der gesamtstädtisch und regional bedeutsamen Radverkehrsverbindungen dient der Verknüpfung der Stadtteile im Stadtgebiet Frankfurt am Main untereinander und mit den Städten, Gemeinden und Ortsteilen des Umlandes. Im Fokus steht dabei der zielgerichtete Alltagsradverkehr, es enthält aber auch die Streckenabschnitte und Routen, auf denen der Freizeitradverkehr relativ gebündelt verläuft. Unter Berücksichtigung der bestehenden Netzstruktur und der gegebenen Topografie setzt es sich aus eher radial auf die Innenstadt zulaufenden Routen und eher tangential hierzu ausgerichteten Routen zusammen. Auch wenn im Alltag oft kürzere Distanzen zwischen zwei und fünf Kilometern überwiegen, wurde darauf geachtet, dass die Routen auch über weitere Strecken einen durchgehenden Verlauf von Wegebeziehungen ermöglichen. Dies auch, weil aufgrund der Erfahrungen in anderen Städten und Ballungsräumen zu Recht davon ausgegangen werden kann, dass mit einem flächenhaft beschilderten Radverkehrsnetz die mit dem Rad zurückgelegten Wegelängen tendenziell steigen, weil eine Orientierung auch jenseits tagesüblicher Wege möglich ist und dies einen zusätzlichen Anreiz für die Wahl des Verkehrsmittels Fahrrad darstellt. Das vorliegende fortgeschriebene Radverkehrsnetz ist bezüglich des zugrunde liegenden Straßen- und Wegenetzes überwiegend bestandsorientiert: Grundsätzlich wurden solche Netzbestandteile, die schon heute befahren werden können und befahren werden, aufgenommen. Hierbei flossen die Erkenntnisse aus der regionalen Meldeplattform Radverkehr mit ihren bisher über 3000 das Stadtgebiet von Frankfurt am Main betreffenden Meldungen ein. Ferner wird bewusst auf Unterscheidungen im Sinne einer Netzhierarchie (Haupt- und Nebenrouten, Netzverdichtungen mit Erschließungsfunktion, Netzbestandteile mit überwiegender Freizeitfunktion) verzichtet. Damit folgt die Netzdefinition der Alltagsempirie der Radfahrenden, für die das Kriterium der Netzhierarchie bei der Wahl ihrer Radwegeverbindungen durch die Stadt nicht das entscheidende Kriterium ist, sondern vielmehr die durchgängige und sichere Befahrbarkeit. Diese soll mit konkret ins Auge gefassten Netzergänzungen und Lückenschlüssen erreicht und die Orientierung mit einer flächenhaften Radwegweisung verbessert werden. In diesem Zusammenhang ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale die Gewährleistung der Zielkontinuität, d. h. ein einmal angezeigtes Ziel muss im weiteren Wegweisungsverlauf immer wieder auftauchen. Das Wegweisungskonzept soll daher in enger Abstimmung mit den Lückenschlüssen umgesetzt werden. Die o. g. Netzlücken sind zum Teil Streckenabschnitte, die zwar heute schon legal mit dem Rad befahren werden können, auf denen die Radverkehrsführung jedoch teilweise Defizite aufweist (Ausbaustand, Verkehrssicherheit, Komfort). An anderer Stelle fehlen zumeist kurze Wegeverbindungen, um die bereits vorhandenen Netzelemente miteinander zu verknüpfen. Bei der Identifikation der Lücken ist die regionale Meldeplattform Radverkehr eine große Hilfe, aus deren Meldungen Defizite im Radverkehrsnetz abgeleitet werden können, aber auch erkennbar ist, wo überall Rad gefahren wird. Oftmals sind die Lücken aber auch dadurch gekennzeichnet, dass an Knotenpunkten die für den Radverkehr erforderlichen Abbiegebeziehungen nicht oder nur sehr umständlich befahren werden können, sodass in der derzeitigen Situation verstärkt mit verkehrswidrigem Verhalten gerechnet werden muss. Diese Lücken werden identifiziert, für die Abarbeitung priorisiert und sollen in den folgenden Jahren geschlossen werden. Die hierfür erforderlichen Maßnahmen können weitgehend aus vorhandenen Haushaltsansätzen finanziert werden. Für einen im Einzelfall darüber hinausgehenden Mittelbedarf werden zu gegebener Zeit verwaltungsüblich gesonderte Beschlussvorlagen vorgelegt. Die Fortschreibung des Radverkehrsnetzes wurde im Vorfeld intensiv mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) beraten und unter enger Einbeziehung der dort vorhandenen ehrenamtlichen und ortskundigen Expertise zahlreicher Mitglieder erarbeitet, wofür der Magistrat an dieser Stelle seinen Dank und seine Anerkennung ausspricht. Anlage 1 (ca. 1,3 MB)Nebenvorlage: Antrag vom 05.05.2014, OF 156/14 Antrag vom 13.05.2014, OF 386/4

Beratungsverlauf 29 Sitzungen

Sitzung 17
KAV
TO II, TOP 21
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Sitzung 33
OBR 2
TO I, TOP 47
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 30
OBR 14
TO I, TOP 18
Angenommen
Auskunftsersuchen V 1001 2014 1. Die Beratung der Vorlage B 108 wird so lange zurückgestellt, bis die Stellungnahme des Magistrats zu der Vorlage V 1001 vom 05.05.2014 vorliegt. 2. Die Vorlage OF 156/14 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 30
OBR 6
TO I, TOP 50
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 31
OBR 10
TO II, TOP 15
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 31
OBR 1
TO I, TOP 23
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 29
OBR 16
TO I, TOP 18
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Annahme Bei Enthaltung Freie Wähler
Sitzung 30
OBR 13
TO I, TOP 13
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 29
OBR 8
TO I, TOP 33
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 30
OBR 9
TO I, TOP 33
Zurückgestellt / Beraten
a) Der Geschäftsordnungsantrag wird angenommen. b) Die Vorlage B 108 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. c) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage ebenfalls zurückzustellen. d) Der Ortsvorsteher wird gebeten, Vertreter des Magistrats einzuladen, die die Planungen vorstellen sollen.
Zustimmung:
CDU SPD Linke FDP Freie Wähler
Ablehnung:
Grüne Und Fraktionslos
Sitzung 31
OBR 3
TO II, TOP 12
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP Freie Wähler
Ablehnung:
ÖkoLinX-ARL
Sitzung 30
OBR 12
TO I, TOP 22
Angenommen
1. Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis. 2. Die Ortsvorsteherin wird gebeten, zu einer der nächsten Sitzungen des Ortsbeirates Vertreter des Magistrats einzuladen, die über die Konzeption bezüglich Kalbach/Riedberg berichten können.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 33
OBR 15
TO I, TOP 17
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 30
OBR 11
TO II, TOP 10
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 30
OBR 4
TO I, TOP 22
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 3151 2014 1. Die Vorlage B 108 dient unter Hinweis auf OM 3151 zur Kenntnis. 2. Die Vorlage OF 386/4 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 33
OBR 7
TO II, TOP 5
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 30
OBR 5
TO I, TOP 41
Zurückgestellt / Beraten
a) Die Vorlage B 108 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. b) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage ebenfalls zurückzustellen.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 31
OBR 9
TO I, TOP 9
Zurückgestellt / Beraten
a) Die Vorlage B 108 wird bis zur turnusmäßigen Sitzung am 11.09.2014 zurückgestellt. b) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage ebenfalls zurückzustellen.
Zustimmung:
CDU SPD FDP Freie Wähler
Ablehnung:
Fraktionslos
Sitzung 31
OBR 5
TO I, TOP 15
Zurückgestellt / Beraten
a) Die Vorlage B 108 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. b) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage ebenfalls zurückzustellen.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 31
OBR 14
TO I, TOP 10
Zurückgestellt / Beraten
Die Vorlage B 108 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 30
Verkehrsausschusses
TO I, TOP 20
Angenommen
nicht auf TO Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)
Zustimmung:
CDU Grüne SPD Linke Freie Wähler Elf Piraten Römer
Ablehnung:
FDP
Sitzung 32
OBR 9
TO I, TOP 7
Zurückgestellt / Beraten
a) Die Vorlage B 108 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. b) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage ebenfalls zurückzustellen.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 32
OBR 14
TO I, TOP 8
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 32
OBR 5
TO I, TOP 17
Zurückgestellt / Beraten
Die Vorlage B 108 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 33
OBR 9
TO I, TOP 5
Zurückgestellt / Beraten
Die Vorlage B 108 wird zurückgestellt, bis eine Vorstellung im Ortsbeirat stattgefunden hat.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 33
OBR 5
TO I, TOP 14
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Annahme Bei Enthaltung Freie Wähler
Sitzung 36
OBR 9
TO I, TOP 6
Zurückgestellt / Beraten
Die Vorlage B 108 wird zurückgestellt, bis eine Vorstellung im Ortsbeirat stattgefunden hat.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 43
OBR 9
TO I, TOP 8
Zurückgestellt / Beraten
Die Vorlage B 108 wird zurückgestellt, bis eine Vorstellung im Ortsbeirat stattgefunden hat.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 45
OBR 9
TO I, TOP 7
Angenommen
Die Vorlage B 108 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Annahme Bei Enthaltung Linke FDP