Frankfurter Gaslaternen erhalten Vortrag des Magistrats vom 28.03.2014, M 69
Inhalt
Anregung vom 17.06.2014, OA 522 entstanden aus Vorlage: OF 379/7 vom 09.04.2014
Betreff: Frankfurter Gaslaternen erhalten Vortrag des Magistrats vom 28.03.2014, M 69 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Die Vorlage M 69 wird abgelehnt. Begründung: Die vom Magistrat vorgeschlagene Maßnahme, sukzessive die Straßen-Gasleuchten durch strombetriebene Straßenleuchten auszutauschen, wird in gravierender Weise die Atmosphäre des öffentlichen Raums beeinflussen. Licht hat eine äußerst wichtige Bedeutung für die Psyche der Menschen. Gasleuchten spenden ein angenehmes, gedämpftes und dennoch helles Licht. Es stört nicht und vermittelt dennoch in der Dunkelheit das Gefühl der Sicherheit. Grelles Licht wird diese Situation und Stimmung im öffentlichen Raum nachhaltig verändern. Stromleuchten, insbesondere LED-Leuchten, können die Lichtfähigkeit von Gasleuchten noch lange nicht erreichen. Die Begründung des Austauschs liegt bei den Kosten (Anfälligkeit, Betriebsführungskosten, Energiekosten). Abgesehen davon, dass der Umbau mit den veranschlagten Kosten von insgesamt 58,304 Millionen Euro für 12 Jahre auf die veranschlagten Energiekosten umgelegt werden müsste, werden Argumente vorgetragen, die genauso auch auf Stromleuchten zutreffen könnten (Monopolanbieter, Sonderanfertigungen, stark erhöhte Preise, langfristige Versorgungssicherheit nicht sicher gewährleistet). Und: auch bei Stromleuchten gibt es ein Entsorgungsproblem und Entsorgungskosten, die nicht angegeben worden sind. Fazit: Licht im öffentlichen Raum darf nicht primär nach Kostengesichtspunkten, sondern nach Gesichtspunkten des menschlichen Wohlbefindens und der öffentlichen Atmosphäre gestaltet werden. Frankfurt sollte deshalb an der Gasbeleuchtung der Straßen festhalten. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 7Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 28.03.2014, M 69