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Richtlinie Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Frankfurt am Main ergänzen

Vorlagentyp: NR LINKE

Antrag

  1. Die völkerrechtsverbindlichen Vorschriften der UN-Konventionen "Lokale Agenda 21" und der "Agenda 2030" finden Anwendung; mindestens im Steckbrief unter "Zielgruppen" und im Steckbrief unter "Öffentlichkeitskommunikation" (sog. "major groups" = Frauen und Jugendliche sind besonders zu beteiligen).
  2. Bei der Besetzung des Beirats wird die völkerrechtsverbindliche Vorschrift des SDG V der "Agenda 2030" gewährleistet, welche eine mindestens paritätische Besetzung aller politischen Gremien mit Frauen vorschreibt.
  3. Die zentrale Homepage "Frankfurt fragt mich" wird mehrsprachig aufgesetzt, mindestens zusätzlich in Englisch. Außerdem wird eine barrierearme Darstellung zeitnah ergänzt.
  4. Die Stadt Frankfurt startet eine Informationskampagne mit dem Ziel für mehr demokratische Mitwirkung auf kommunaler Ebene. In diesem Zusammenhang wird auch auf die zentrale Homepage mit der Rubrik "Frankfurt fragt mich" hingewiesen. Außerdem enthält die Informationskampagne die gezielte Aufforderung an Frauen* und Jugendliche, sich zu beteiligen.
  5. Es wird ein Newsletter angeboten, bei dem sich interessierte Frankfurter:innen eintragen können, um sich zeitnah über Beteiligungsmöglichkeiten informieren zu können. Der Newsletter enthält einen Überblick über aktuelle und geplante Projekte mit Terminangaben und den Beteiligungsmöglichkeiten.
  6. Die Stadt Frankfurt etabliert neben der digitalen Beteiligungsform auch analoge Formate wie z. B. Stadtteil-Dialoge in Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten und fördert damit einen demokratischen Zusammenhalt.
  7. Die Stadt Frankfurt nimmt auf die Seite "Frankfurt fragt mich" und in den Kommunikationsmedien (z. B. im Newsletter) den ausdrücklichen Hinweis auf "parlis" auf.
  8. Die Stadt Frankfurt weist auf der Seite "Frankfurt fragt mich" und im Newsletter und ggf. weiteren Kommunikationsmedien (z. B. Flyer) auf die Möglichkeit der zusätzlichen Informationseinholung durch die bestehende "Informationsfreiheitssatzung" hin.

Begründung

Neben den UN-Konventionen zu Kinderrechten und Behinderungen sind noch weitere gültige UN-Konventionen zu nennen. Zunächst die nach wie vor ebenfalls völkerrechtsverbindliche "Lokale Agenda 21" aus 1992, welche bei der Beteiligung die Gewährleistung der sog. "major groups" - Frauen* und Jugendliche - vorschreibt; und zwar unabhängig davon, ob das Thema ausdrücklich Frauen* und Jugendliche adressiert. Ebenso ist bis zum Jahr 2030 die "Agenda 2030" zu erfüllen, welche im Nachhaltigkeitsziel 5 (SDG V) vorschreibt, dass alle politischen Gremien (hier: der Beirat) mindestens zur Hälfte paritätisch mit Frauen besetzt sein müssen. Damit die Leitlinie "Öffentlichkeitsbeteiligung" erfolgreich wird, ist die Kommunikation mit der Öffentlichkeit entscheidend. Dazu braucht es mehr als nur das Festhalten in einer Leitlinie. Es braucht Begleitmaßnahmen wie z. B. Ergänzungen auf "Frankfurt fragt mich" mit direkten Hinweisen auf weitere Informationsquellen wie "parlis", die Informationsfreiheitssatzung der Stadt und die zusätzliche Aufforderung, dass insbesondere Frauen* und Jugendliche aufgefordert sind, sich zu beteiligen. Die Stadt wird proaktiv, indem sie weitere Kommunikationsmöglichkeiten wie Flyer und analog organisierte Beteiligungsformate in den Stadtteilen mit Beteiligung der Ortsbeiräte organisiert.

Beratungsverlauf 4 Sitzungen

Sitzung 35
Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
TO I, TOP 9
Angenommen
1. Der Vorlage M 62 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1213 wird abgelehnt. 3. Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa die Beratung der Vorlage NR 1227 auf den Haupt- und Finanzausschuss delegiert hat.
Zustimmung:
Grüne SPD VOLT FRAKTION
Ablehnung:
Dass Auch Kammern Unternehmen Linke CDU BFF-BIG AFD FDP ÖkoLinX-ELF
Sitzung 35
Ausschusses für Personal, Sicherheit und Digitalisierung
TO I, TOP 14
Angenommen
1. Der Vorlage M 62 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1213 wird abgelehnt. 3. Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Personal, Sicherheit und Digitalisierung die Beratung der Vorlage NR 1227 auf den Haupt- und Finanzausschuss delegiert hat.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT FRAKTION
Ablehnung:
Dass Auch Kammern Unternehmen Linke BFF-BIG CDU AFD
Sitzung 38
Haupt- und Finanzausschusses
TO I, TOP 30
Angenommen
1. Der Vorlage M 62 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1213 wird abgelehnt. 3. Die Vorlage NR 1227 wird abgelehnt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Ablehnung:
Dass Auch Kammern Unternehmen Linke BFF-BIG CDU AFD
Sitzung 40
Stadtverordnetenversammlung
TO I, TOP 7
Angenommen
1. Der Vorlage M 62 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1213 wird abgelehnt. 3. a) Die Vorlage NR 1227 wird abgelehnt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Akmadza, Huber, Yildiz, Dr. Rosenbaum, Kunze, Yilmaz, Christann, Schwichtenberg und Schnitzler sowie von Stadträtin O ́Sullivan dienen zur Kenntnis.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT FRAKTION Stadtv. Yilmaz
Ablehnung:
Dass Auch Kammern Unternehmen Linke BFF-BIG ÖkoLinX-ELF Gartenpartei CDU AFD

Reden im Parlament

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