S-Bahn-Station Frankfurt am Main-Ginnheim
Inhalt
Vortrag des Magistrats vom 01.03.2010, M 36
Betreff: S-Bahn-Station Frankfurt am Main-Ginnheim Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 10.10.1996, § 6908 I. Der Vorplanung zur Errichtung einer S- Bahnstation Frankfurt am Main Ginnheim mit einer barrierefreien und direkten Anbindung der Straße Am Ginnheimer Wäldchen sowie der Stadtbahnhaltestelle Niddapark der Linie U 1 im Zuge der DB AG-Maßnahme " Viergleisiger Ausbau der Strecke Frankfurt am Main - West - Friedberg" wird zugestimmt. II. Es dient zur Kenntnis, dass sich die Gesamtkosten inklusive Planungskosten voraussichtlich auf rund 3,41 Mio. € belaufen. III. Der Magistrat wird beauftragt, a) auf Grundlage der Vorplanung die weiterführenden Planungsschritte in die Wege zu leiten, die notwendigen Abstimmungen mit der DB AG durchzuführen und eine Bau- und Finanzierungsvorlage zu erarbeiten. b) die Planungen zum barrierefreien Umbau der Stadtbahnhaltestelle Niddapark zeitgleich zu den oben genannten Maßnahmen zu betreiben. c) bezüglich der Kostenaufteilung mit der DB AG zu verhandeln. d) die Haushaltsvoraussetzungen auf der Grundlage der Vorplanung zu schaffen, die Finanzierung des Vorhabens unter Berücksichtigung von Zuwendungen nach GVFG und FAG sowie ggf. Mitteln aus der Stellplatzablöse in den künftigen Haushalten einzustellen. Begründung: A - Zielsetzung Mit dem Beschluss § 6908 vom 10.10.1996 zu den Untersuchungen zur Fortschreibung des Generalverkehrsplans 1976/82 - Teil Gesamtnetz Schiene 2000 in Frankfurt am Main wurde der Magistrat beauftragt in Abstimmung mit der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH sowie der DB AG, die verkehrliche Vorplanung zur Erschließung des im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Strecke Frankfurt am Main - West - Friedberg geplanten S- Bahnhaltepunktes Frankfurt am Main - Ginnheim zu erarbeiten. Ziel der Planung ist es, eine barrierefreie direkte Verknüpfung zur bestehenden Stadtbahnstation Niddapark sowie eine barrierefreie Anbindung an den Straßenraum Im Ginnheimer Wäldchen herzustellen und die nordöstlich und südlich gelegenen Wohngebiete Ginnheims anzubinden. Für die S- Bahnstation ist der Neubau eines Mittelbahnsteiges mit einer Länge von 210 m, 96 cm Bahnsteighöhe und der Standartbahnsteigausstattung der S-Bahn Rhein-Main sowie einer Bike&Ride Anlage vorgesehen. B - Alternativen Es wurde geprüft, inwieweit der direkte Zugang vom S-Bahnsteig zu den Bahnsteigen der Stadtbahnhaltestelle Niddapark weitgehend im Bestand zu realisieren wäre. Hierbei wurde zunächst eine Verbindung vom S- Bahnsteig zur Stadtbahnhaltestelle untersucht, die einen Aufgang mit Podest und einen konstruktiven Anschluss an die Brückenkonstruktion der Rosa- Luxemburg- Straße und im Weiteren die Mitbenutzung des bestehenden Fußgängersteges von Alt-Ginnheim kommend vorsah. Aus statischen und baulichen Gründen wurde diese Variante nicht weiterverfolgt, da ein Eingriff in das bestehende Brückenbauwerk nicht bzw. nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand möglich war. C - Lösung Die Vorplanung sieht ebenfalls eine direkte Verknüpfung zwischen der S-Bahnstation und der Stadtbahnhaltestelle vor. Das Ergebnis (siehe Anlagen) ist ein barrierefreies Überführungsbauwerk mit einer Stegbreite von 4 Metern vom S- Bahnsteig beginnend über die Gleisanlagen der DB AG zur Straße Am Ginnheimer Wäldchen. Der Steg, kombiniert mit einem direkten Anschluss über ein Podest an die Rosa- Luxemburg- Straße außerhalb des nordöstlichen Brückenwiderlagers, ist über Treppen und Aufzugsanlagen erreichbar. Ein Eingriff in das bestehende Brückenbauwerk ist somit nicht erforderlich. Eine Verlängerung des Überführungsbauwerkes nach Südosten zur Erschließung eventueller Stadterweiterungsgebiete Ginnheims ist bei Bedarf auch nachträglich noch möglich. Die Querung der Rosa- Luxemburg- Straße erfolgt über eine 4 Meter breite Fußgängerfurt. Im Bereich vor und nach der Fußgängerfurt befinden sich geeignete Absturzsicherungen für den motorisierten Individualverkehr. Im Vorfeld der Querungsstelle wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h reduziert und der Fahrbahnquerschnitt auf 6,50 m verringert, um eine optische Signalwirkung zu erzielen. Die Querungsstelle erhält eine Lichtsignalanlage (LSA) und eine vorgelagerte LSA als Blinker kombiniert mit einer Geschwindigkeitsüberwachungsanlage. Unmittelbar an der Querungsstelle wird eine weitere Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlage installiert. Die bestehende Stadtbahnhaltestelle mit seinen derzeitigen Zugängen soll teilweise zurückgebaut und entsprechend dem neuen Zugang angepasst werden. Die schienengleiche Querung der Stadtbahngleise wird aus Gründen der Sicherheit und zum Schutze der Benutzer mittels Z-Übergängen und LSA gesichert und gewährleistet Barrierefreiheit. Es ist vorgesehen, den alten und unübersichtlichen Aufgang vom Straßenraum Am Ginnheimer Wäldchen zur Stadtbahnhaltestelle zu schließen und den Zugang zur S-Bahn sowie zur Stadtbahn ausschließlich über die neue und mit einem erhöhten Maß an subjektiver Sicherheit ausgestattete Konstruktion zu ermöglichen. D - Kosten Anhand der durchgeführten Kostenschätzung belaufen sich die Gesamtherstellungskosten inkl. der Planungskosten auf rund 3,41 Mio. €. Die Kostenaufteilung wird in den folgenden Planungsschritten mit den Planungsbeteiligten abgestimmt. Anlage 1 (ca. 1,1 MB) Anlage 2 (ca. 881 KB) Anlage Uebersichtsplan (ca. 2,4 MB)Nebenvorlage: Antrag vom 14.04.2010, NR 1809 Antrag vom 20.04.2010, NR 1824 Anregung vom 18.03.2010, OA 1090 Anregung vom 22.04.2010, OA 1106 Anregung vom 22.04.2010, OA 1109 Antrag vom 12.04.2010, OF 1169/9 Antrag vom 01.04.2010, OF 1170/9