Bolongarostraße 109, Bolongaropalast - Sanierung und Neukonzeption hier: Bau und Finanzierungsvorlage zur Integration der Porzellansammlung in das "Bolongaro-Museum"
Beschlussvorschlag
- Im Rahmen der Sanierung und Neukonzeption des Bolongaropalastes wird der Integration der Porzellansammlung in das "Bolongaro-Museum" auf Basis der beigefügten Unterlagen zugestimmt.
- Es dient zur Kenntnis, dass die Maßnahme im Investitionsprogramm zum Haushaltsjahr 2020 in der Produktgruppe 30.01, Projektdefinition 5.001788, mit Gesamtkosten i. H. v. 41,8 Mio. € enthalten ist.
- Von den unter 2. genannten Gesamtkosten werden für die Integration des Porzellanmuseums in das "Bolongaro-Museum" auf Basis der beigefügten Kostenberechnung die Mittel in Höhe von 3.152.225,39 € Brutto freigegeben.
- Dem als Anlage beigefügten Raumprogramm wird zugestimmt.
- Es dient zur Kenntnis, dass das "Bolongaro-Museum" voraussichtlich im Jahr 2023 seinen Betrieb aufnehmen und beim Historischen Museum (Produktgruppe 21.21) angesiedelt wird. Für den Museumsbetrieb (Mitmach-Museum und Porzellanmuseum) sind 251.000 € jährlich erforderlich. Es stehen Mittel in Höhe von 125.000 € in der Produktgruppe 30.04 zur Verfügung, die in die Produktgruppe 21.21 umgeschichtet werden. Weiterhin werden durch den Auszug aus dem Kronberger Haus 71.400 € in der Produktgruppe 21.21 eingespart. Die weiteren 54.600 € sind zum Haushaltsjahr 2023 zusätzlich vorzusehen.
Begründung
A. Allgemeines
Die Bau- und Finanzierungsvorlage für die Gesamtmaßnahme "Sanierung und Neukonzeption Bolongaropalast" wurde im Dezember 2016 beschlossen, mit den Bauarbeiten wurde im Februar 2017 begonnen. Anfang 2019 wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die Erweiterung des "Bolongaro-Museums" durch die Aufnahme der Porzellansammlung aus dem sanierungsbedürftigen Kronberger Haus, Bolongarostraße 152, geprüft. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass eine Erweiterung umsetzbar ist und dafür Kosten i.H.v. 3,1 Mio. € entstehen. Das neue "Bolongaro-Museum" erklärt eines der bedeutendsten Baudenkmäler von Höchst und die Geschichte der namensgebenden Einwanderer- und Händlerfamilie, es fokussiert den Blick auf die bedeutende Porzellanmanufaktur des 18. Jahrhunderts sowie die Pracht ihrer Porzellane, und es präsentiert die Geschichte der Stadt Höchst von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Durch die Zusammenlegung von Mitmach-Museum (Geschichte der Stadt Höchst) und Porzellanmuseum können beide Einrichtungen unter dem Dach des neuen "Bolongaro-Museums" vom Historischen Museum Frankfurt betrieben werden. Die Baumaßnahme beginnt im
- Quartal
- Der Umzug des Porzellanmuseums aus dem Kronberger Haus in den Bolongaropalast erfolgt wahrscheinlich im Jahr
- Die Eröffnung soll im
- Quartal 2023 erfolgen.
B. Finanzielle Auswirkungen
Keine, da aufgrund der Überalterung der Ausstellung und des Instandsetzungstaus im und am Gebäude (Kronberger Haus) ein weiterer Ausstellungsbetrieb mit pädagogischem und inklusivem Programm nicht möglich wäre.
C. Personalwirtschaftliche Auswirkungen
Erweiterung des Museums. Die Museumserweiterung soll in den historischen Räumen entlang der Enfilade im
- Obergeschoss bis in den Ostrisalit hinein untergebracht werden. Im
- Obergeschoss sollen die straßenseitigen Räume für Ausstellungen/ Sammlungen genutzt werden. Die gartenseitigen, östlichen Räume dienen als Büro für die Museumsverwaltung. Im Untergeschoss werden neue Lager- und Archivflächen hergerichtet. Das Ausstellungskonzept sieht unter anderem Vitrinen, Medienstationen mit Projektionen und Möglichkeiten zur Interaktion mit den ausgestellten Inhalten vor. In den Projekt- und Werkstatträumen des Ostflügels ist die Museumspädagogik in Kooperation mit dem Jukuz (Jugend- und Kulturzentrum Höchst) und dem Stützpunkt städtische Kitas vorgesehen.
D. Klimaschutz
Das neue Raumprogramm mit Nutzungsverteilung und den erforderlichen baulichen Maßnahmen ist als Anlage beigefügt. Durch die Verlagerung des Betriebs des "Bolongaro-Museums" in das Historische Museum sind die bisherigen Sachkosten neu zu veranschlagen.