Multifunktionsarena auf dem Stadiondreieck Areal P9
Beschlussvorschlag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Vorlage M 119 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
Begründung
A. Allgemeines
Ziel ist die zeitnahe Realisierung einer multifunktionalen Arena für den Spielbetrieb der Frankfurter Profi-Teams sowie für nationale und internationale Sport- und Kulturevents. Die Arena soll Spielstätte für außergewöhnliche Sport- und Kultur-Events werden und wird dadurch das bereits vorhandene Angebot nachhaltig ergänzen. Aufgrund ihrer besonderen Lage am Stadion verbindet die Arena in ganz besonderer Weise die Historie des Ortes und seiner sportlichen Legacy mit der sportlich-kulturellen Zukunft der Sportstadt Frankfurt im Zentrum der Metropolregion. Der Sportpark mit Stadion und Arena wird damit zum neuen Eingangstor vom Süden in die Stadt. Bau und Betrieb der Arena sollen unter anderem in Bezug auf die Aspekte Ökologie, Baustoffe, Energieversorgung und Mobilität beispielhaft darstellen, wie die Stadt Frankfurt ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen will. Für den Sport soll die Arena den Frankfurter Profiteams wie auch nationalen und internationalen Sportevents eine langfristige Perspektive bieten. Sie wird damit zu einer unverzichtbaren Voraussetzung für eine erfolgreiche und wirtschaftlich solide Weiterentwicklung der Teams und der Sportstadt Frankfurt. Mit der Arena soll auch das kulturelle Angebotsspektrum der Stadt für die Bürgerinnen und Bürger ausgeweitet werden. Im nationalen und internationalen Wettbewerb der Städte soll sich die Arena zu einem sportlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Standortfaktor entwickeln. Zudem schaffen Bau und Betrieb Arbeitsplätze und bewirken eine nachhaltige Wertschöpfung für die Region.
B. Finanzielle Auswirkungen
Zwar wäre der bisher diskutierte Standort am Kaiserlei oder am Flughafen unter Umständen eine Alternative, diese würde sich jedoch aufgrund des fehlenden Planungsrechts für eine Multifunktionshalle und auch, da die Flächen nicht im Eigentum der Stadt befinden, wahrscheinlich nicht so zeitnah umsetzen lassen wie der Standort P9. Für den Standort Kaiserlei wird eine solide vergaberechtliche Lösung erarbeitet.
C. Personalwirtschaftliche Auswirkungen
Damit sich Frankfurt am Main wie auch die Region für die vielen sport- und kulturaffinen Bürgerinnen und Bürger erfolgreich weiterentwickeln kann, muss die vorhandene Lücke in den Veranstaltungsstätten zeitnah geschlossen werden. Nach Lage der Dinge ist das derzeit nur auf dem Standort P9 auf dem Gelände der SSF möglich. Um die sportliche und wirtschaftliche Nutzung langfristig zu sichern, ist es erforderlich, dass sich Betrieb und Unterhaltung der Arena im Wesentlichen aus dem Spielbetrieb der Profi-Teams und darüber hinaus über die Vermarktung von Kulturevents und anderen Veranstaltungen finanzieren. Die Stadt Frankfurt am Main ist zu 100 % an der SSF beteiligt. Die Gesellschafterin beabsichtigt, eine Kapitalerhöhung in Höhe von 750 T€ zur Refinanzierung der Vorplanung an einer Multifunktionshalle. Die Kapitalerhöhung soll in Höhe des Nennwerts (ohne Agio) als Bareinlage aus Gesellschaftermitteln in die Kapitalrücklage der SSF gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB erfolgen. Diese Mittel aus der Kapitalerhöhung dürfen einzig zur Finanzierung der Vorplanungen für verwendet werden.