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Wirtschaftsstandort Frankfurt - Jahresbericht

Vorlagentyp: B

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 18.10.2010, B 654

Betreff: Wirtschaftsstandort Frankfurt - Jahresbericht Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 27.01.2005, § 8617 - NR 1663 GRÜNE, l. B 508/09 - Der Aufschwung verfestigt sich laut Konjunkturbericht der IHK (Bezirk Frankfurt) für Frühsommer 2010. Demnach hat sich die Stimmung der Unternehmen erneut deutlich verbessert. Rund 31% der hiesigen Unternehmen bewerten ihre momentane Lage als gut. Die konjunkturelle Aufwärtsentwicklung zeigt sich in nahezu allen Branchen und Bereichen ab. Der Einbruch der Wirtschaftsleistung in den vergangenen Jahren hat sich ebenfalls deutlich weniger als befürchtet auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit ausgewirkt. Mit diesen guten Ergebnissen des letzten IHK-Konjunkturberichtes bestätigt sich die Einschätzung des Magistrats, dass sich die globale Entwicklung nicht so stark auf den Wirtschaftstandort Frankfurt am Main wegen seiner Vielseitigkeit, seiner Vernetzungsstärke, seiner guten infrastrukturellen Angebote und der gut ausgebildeten Arbeitskräfte auswirkt. Auch die Erhebungen der städtischen Statistiker bestätigen einen gesunden Wirtschaftsstandort. So nimmt Frankfurt am Main in einem Vergleich zwischen 14 großen deutschen Städten zusammen mit Düsseldorf bei der Wirtschaftskraft einen Spitzenplatz ein: Durchschnittlich erwirtschaftet jede/r Frankfurter Erwerbstätige ein Bruttoinlandsprodukt von 55,49 Euro pro Stunde, während es die größten Städte zusammen nur auf 46,54 Euro je Erwerbstätigenstunde und Deutschland lediglich auf 42,5 Euro pro Stunde bringen. Frankfurt ist eine attraktive Wirtschaftsmetropole, die beste Voraussetzungen für immer mehr Menschen bietet, hier zu leben und zu arbeiten. Das beweist die kontinuierlich wachsende Einwohnerzahl. Die mittlerweile auf über 680.000 angestiegene Einwohnerzahl bestätigt, dass Frankfurt am Main auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aufgrund eines robusten Arbeitsmarktes und einer hohen Lebensqualität eine erhebliche Anziehungskraft ausgeübt hat. Um im Wettbewerb mit anderen Städten konkurrenzfähig zu bleiben, stärkt der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main die Internationalität und die Infrastruktur als besondere Stärken des Standortes kontinuierlich. Internationalität zeigt sich nicht nur in der Vielseitigkeit der hier ansässigen und weltweit operierenden Unternehmen, einem internationalen Kulturangebot, einem weltoffenen und toleranten Lebensgefühl durch Menschen aus über 170 Nationen, die sich in Frankfurt am Main zuhause fühlen. Es zeigt sich u.a. auch in einer attraktiven Gastronomieszene, einem vielfältigen Vereinsleben und internationalen Bildungseinrichtungen. Internationalität ist ein Garant für Lebensgefühl und für wirtschaftlichen Erfolg gleichermaßen, denn die weltoffene Atmosphäre und die internationalen Vernetzungen sind häufig ausschlaggebende Kriterien für Unternehmensansiedelungen. Eine gute Infrastruktur bietet auch einen ökonomischen Nutzen, denn die schnelle Erreichbarkeit von weltweiten Märkten ist ein besonderer Standortvorteil von Frankfurt am Main. Mit einem hohen Investitionsbudget und zusätzlichen Fördermittel aus den Sonderkonjunkturprogrammen von Bund und Land konnten die Qualitäten des Standortes ausgebaut werden und dadurch auch ein aktiver Beitrag zur Konsolidierung des Wirtschaftsstandortes geleistet werden. Wirtschaftspolitisch hat der Magistrat im vergangenen Jahr fünf Handlungsfelder besetzt:

  1. Stärkung der Schlüsselbranchen durch konkrete Maßnahmenpakete

  2. Stärkung des Gründergeschehen in Frankfurt am Main

  3. Konzentration der Ansiedelungsbemühungen auf internationale Zielmärkte

  4. Intensivierung der Bestandspflege

  5. Bündelung der Vermarktungsstrategie als Tourismus- und Kongressmetropole Die Details der Aktivitäten zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Frankfurt am Main sind dem in der Anlage beigefügten Jahresbericht der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH zu entnehmen. Ergänzend für die Tourismusbranche ist festzustellen, dass sich die Gästezahlen ebenfalls trotz des konjunkturellen Einbruchs stabil gehalten haben. Durch eine Tagungs- und Kongressoffensive (incl. Schaffung eines Convention Büros) soll die Attraktivität von Frankfurt am Main als Tagungsdestination weiter gestärkt werden. Ein erhöhtes Marketingbudget hat es möglich gemacht, die kulturellen Highlights wie die Botticelli-Ausstellung oder die Kirchner-Ausstellung bundesweit zu bewerben. Die Partner der Tourismusbranche werden stärker in die Arbeit der TCF eingebunden: Regelmäßig einmal im Jahr findet im Römer der Frankfurter Tourismustag statt. Hier wurde auch die Idee geboren, besondere Projekte, die zur Vermarktung der Stadt Frankfurt am Main beitragen, mit dem Frankfurter Tourismuspreis auszuzeichnen. Mit attraktiven Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Museumsuferfest oder dem Rahmenprogramm zum Internationalen Deutschen Turnfest wird Frankfurt am Main zusätzlich für Städtereisen attraktiv. Der Magistrat ist davon überzeugt, dass er mit seinen bisherigen kommunalpolitischen Maßnahmen zu einer konsequenten Stärkung des Wirtschaftsstandortes Frankfurt am Main beigetragen hat und mit dem eingeschlagenen Weg den Standort weiter stabilisieren wird. Bestandspflege, Gründergeschehen und Stärkung der Schlüsselbranchen werden weiterhin die bestimmenden Arbeitsfelder der kommunalen Wirtschaftspolitik sein. Die Verknüpfung von optimalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und familienfreundlichem Ambiente trägt schließlich zu einer prosperierenden Metropole bei. Anlage 1 (ca. 4,8 MB)