Wirtschaftsstandort Frankfurt - Jahresbericht
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Bericht des Magistrats vom 07.12.2015, B 432
Betreff: Wirtschaftsstandort Frankfurt - Jahresbericht Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 27.01.2005, § 8617 - NR 1663/05 GRÜNE, l. B 36/15 - Frankfurt am Main als Magnet der Region: Die gut wirtschaftenden Frankfurter Unternehmen sind der Wirtschaftsmotor der wachsenden Stadt und ziehen sowohl neue Investoren und Unternehmen wie auch Arbeitnehmer, Arbeitssuchende und ihre Familien an. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner von 84.400 € liegt Frankfurt deutlich über dem bundesdeutschen Schnitt und nimmt damit Platz 1 in Deutschland ein. Davon profitiert das gesamte Rhein-Main-Gebiet mit seinen 5,58 Millionen Einwohnern, da auch in den Landkreisen des Umlands die Einwohnerzahlen steigen und die Wirtschaft boomt. Laut der Bundesagentur für Arbeit gibt es seit 2003 fast 40.000 sozialversicherungspflichtige Jobs mehr in der Stadt. Von Mitte 2013 bis Mitte 2014 ist die Zahl der Beschäftigten um 12.000 auf insgesamt 530.000 Menschen, die einer Beschäftigung nachgehen, gestiegen. Gegenüber dem Vorjahreswert ist wiederum ein Zuwachs von 15.673 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zu verzeichnen. Somit entsteht rein rechnerisch gesehen für jeden neuen Bürger der Stadt auch eine Arbeitsstelle. Die Anzahl der Pendler nimmt prozentual schwächer zu als die Anzahl der durch (Neu-)Frankfurter besetzten Stellen. Damit geht einher, dass die Arbeitslosenzahl mit 7,3% (Jahresdurchschnittswert 2014) nicht mehr so niedrig war wie zuletzt im Jahr 2002. Lebensqualität kompakt und effektiv: Das 248 Quadratkilometer große Stadtgebiet bietet neben einem blühenden Kulturleben auf dem Niveau einer Millionenstadt Naherholung pur: in Frankfurt wird etwa ein Viertel des Satzungsgebietes landwirtschaftlich genutzt, weitere 10% der Gesamtfläche belegen Parks, Wasserflächen, Sportanlagen und Kleingärten. Die Bürgerinnen und Bürger honorieren die Standortqualitäten von Frankfurt am Main mit Höchstnoten: mehr als zwei Drittel der Befragten sind mit "ihrer" Stadt "zufrieden" oder "sehr zufrieden" und vier von fünf Frankfurterinnen und Frankfurtern leben gerne hier. Auch auf der diesjährigen Immobilienmesse Expo Real in München wurde die Mainmetropole als die nachhaltigste Stadt der Welt ausgezeichnet. Insbesondere punktete Frankfurt mit dem guten Abfallmanagement, der Luftqualität und in der Vorreiterrolle für energieeffizientes Bauen. Der rasante Bevölkerungszuwachs, der in Frankfurt kontinuierlich seit 2007 zu verzeichnen ist, erfordert Investitionen in die Infrastruktur: ob es nun Wohnungen, Schulen, Kindertagesstätten oder der Ausbau des digitalen Netzes für den Erfolg der Unternehmen am Standort betrifft. Zahlmeister Industrie: Die Industrie sichert einen beachtlichen Anteil der 1,7 Milliarden Euro Gewerbesteuereinnahmen und damit den finanziellen Handlungsspielraum der Stadt Frankfurt am Main. Von den 100 größten Unternehmen in Frankfurt am Main leistet die Industrie rund 45 Prozent der Gewerbesteuervorauszahlungen. Der Umsatz der Industriebetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten ist seit dem Jahr 2008 kontinuierlich angestiegen und liegt mittlerweile bei rund 17 Milliarden Euro. Somit bildet die Frankfurter Industrie das Rückgrat für qualifizierte Arbeitsplätze und ein hohes Einkommen bei der Bevölkerung. Die Stadt Frankfurt am Main weiß um die elementare, vielfältige und weitreichende Bedeutung der Industrie und sichert die Weiterentwicklung industrieller Unternehmen aktuell ab. Ein Meilenstein in der Geschichte der Frankfurter Wirtschaftspolitik: Mit dem "Masterplan Industrie" soll bei den Entscheidungen des Magistrats, die für die Entwicklung der Industrie in Frankfurt am Main von Relevanz sind, auf die ständige Weiterentwicklung des Netzwerks Industrie und die Verbesserung der Standortbedingungen als oberste Daueraufgabe der Stadtpolitik geachtet werden. Das schließt ein, dass der Masterplan Industrie bei der Umsetzung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes berücksichtigt wird. Gerade die aktuellen Untersuchungen rund um den Masterplan Industrie zeigen, wie wichtig es für die Stadt Frankfurt am Main ist, ausreichend Gewerbe- und Industrieflächen für das produzierende Unternehmen zu haben. Industrieparks nehmen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle ein, weil insbesondere Pharma- und Chemieunternehmen hohe Anforderungen an die Qualität des Standorts haben. Die langfristige Planungssicherheit ist entscheidend für das Wachstum dieser Branche, die dem Wirtschaftsstandort Innovationskraft, Beschäftigung und Wohlstand sichert. Der Magistrat hat aktuell auch den Beschluss für ein nachhaltiges Gewerbegebiet gefasst, wonach die bestehenden Gebiete Seckbach und Fechenheim-Nord in ihrer Qualität verbessert werden. Die Aktivierung vorhandener Gewerbeflächen ist ein wichtiger Weg, um Flächenangebote und Flächennachfrage auszugleichen. Technologiekompetenz für den Finanzplatz 2.0: Frankfurt ist nicht nur der wichtigste Finanzplatz in Deutschland, sondern auch eines der führenden Finanzzentren in Europa. Obgleich Sitz zweier Zentralbanken und als wichtiger Börsenstandort sind der Standort und seine Akteure gefordert, diese günstige Ausgangsposition auch im digitalen Zeitalter zu verteidigen. Hierzu bedarf es einer klugen Strategie, die Finanzindustrie, Technologiekonzerne, Wissenschaft, technische und wirtschaftliche Talente und die Politik verbindet, um eine Hightech-Plattform für technologiegetriebene Geschäftsmodelle im Finanzsektor der Zukunft zu werden. Frankfurt hat die Voraussetzungen, um sich mit vereinten Kräften gezielt als Fintech-Standort aufzustellen und ein führendes Fintech-Cluster in Europa zu werden. Dabei hilft die hervorragende logistische, technische und kulturelle Infrastruktur der Stadt. Die Zukunft ist digital: Daten und deren effiziente und schnelle Verarbeitung sind zum volkswirtschaftlichen Produktions- und Wettbewerbsfaktor geworden. Die Bedeutung sicherer digitaler Infrastruktur ist für Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung und Entwicklung zum bestimmenden Standortfaktor geworden. Der Magistrat wird weiterhin alles in seiner Macht stehende tun, um den Weg für innovative Produkte und Dienstleistungen im Rahmen des digitalen Wandels zu bereiten. Branchenübergreifend nutzen die Unternehmen am Standort das Internet, um neue Märkte und neue Kunden international anzusprechen und ihre Geschäftsmöglichkeiten zu erweitern. Dabei profitieren die Unternehmen von der überragenden digitalen Infrastruktur der Stadt und der hohen Rechenzentrumsdichte am Standort. Die Stadt unterstützt die digitale Wirtschaft weiterhin und führt die bereits 1995 begonnene Zusammenarbeit mit privaten Anbietern im Rahmen des Digital Hub e.V. fort. Die Aufgabe des weiteren Ausbaus der digitalen Infrastruktur wurde als Handlungsfeld "Digitale Infrastruktur" im Masterplan Industrie fest verankert. Die neuen Möglichkeiten der produzierenden Industrie- und Handwerksbetriebe durch digitale internetbasierte Vernetzung und die automatisierte Steuerung von Wertschöpfungsketten bieten jede Menge Potenzial für die Weiterentwicklung und Sicherung des Industriestandortes. Die stärksten Zugpferde für die Wirtschaftskraft von Stadt und Land sind der Flughafen und die Messe Frankfurt am Main. Beide investieren kraftvoll in die Zukunft des Standortes: Frankfurt ist stolz auf den erfolgreichsten deutschen Flughafen und drittwichtigsten in Europa nach London und Paris. Der Baubeginn des dritten Terminals mit einem Investitionsvolumen von 3 Milliarden Euro ist ein Signal an die internationale Luftverkehrswirtschaft und eine Botschaft, dass Frankfurt in der Realisierung von Großprojekten auch firm ist. Dadurch wird der Standort Frankfurt als internationales Luftfahrtdrehkreuz und die Rolle der Fraport AG als Jobmotor der gesamten Region nachhaltig gestärkt. Die Messe Frankfurt GmbH investiert in den kommenden 10 Jahren 500 Millionen Euro in das Messegelände. Durch die Aktivitäten der weltweit zweitgrößten Messegesellschaft werden alleine in Frankfurt durch Aussteller und Besucher Umsätze in Milliardenhöhe ausgelöst. So ist die Mainmetropole weltweit bekannt als Ausrichtungsort für Veranstaltungen und mit 8 Millionen Übernachtungsgästen weiterhin Spitzenreiterin in der Kategorie Tagungs- und Übernachtungsgäste. Die Willkommenskultur verbessern und nachhaltig auszugestalten ist deshalb eine adäquate und der Stadt zuträgliche Strategie, um sich im Wettbewerb um nationale und internationale Fachkräfte zu stärken und diese langfristig an die Region zu binden. Als internationaler Dienstleistungsstandort ist Frankfurt sehr attraktiv als Arbeitsplatz für Fach- und Führungskräfte aus aller Welt. Die internationalen branchenübergreifenden Geschäftsbeziehungen der 180 am Standort vertretenen Nationen und die überragende Bildungslandschaft mit 29 Universitäten/Hochschulen/Fachhochschulen, 13 inter-nationalen Schulen und die 250.000 Studenten geben der Stadt ein buntes und lebendiges Gesicht. Frankfurt soll innovativ und kreativ sein: Im Wettbewerb um die Fachkräfte kann das Image der Stadt ausschlaggebender Faktor sein. National und auch international braucht Frankfurt am Main keinen Vergleich zu scheuen. Die Stadt ist kompakt und vielfältig; ihr Profil ist markanter und anziehender geworden. Mit dem neuen Hafenpark gibt es einen neuen "Place to be", das Bahnhofsviertel gilt weltweit als hipper Ort und mit dem Leuchtturmprojekt der neuen DFB-Akademie bewegt Frankfurt sich als Sportstadt demnächst auf einem neuen Level. In den Köpfen vieler Menschen aber stehen für Frankfurt eher die kühlen Fakten im Vordergrund: Finanzmetropole, Wirtschaftskraft und Effektivität. Umso entschlossener gilt es nun, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Mainmetropole der Welt zu zeigen, die Anziehungskraft der Stadt auszubauen, indem die Stadt ihre emotionale Seite zeigt und mit Kreativität und Innovation punktet. Ein Erfolg ist der neue Verbund der Stadt und dem Cluster der Kreativwirtschaft Hessen (CLUK e.V.) mit einem Team aus Experten, um ab dem Frühjahr 2017 die Vielseitigkeit und Strahlkraft des Wirtschaftsstandortes Frankfurt am Main mit einem hochwertigen Festivalkonzept in Szene zu setzen. "Tunes of Fashion" soll in der Verbindung mit der Neuausrichtung der Musikmesse für eine Woche im Jahr zum Hotspot der Modebegeisterten, Fashion-Labels und Musikkünstler werden und sich nachhaltig als neue Instanz im Veranstaltungskalender der Stadt etablieren. Der Kreativstandort Frankfurt am Main ist weiter zu stärken: Ob international bedeutende Branchenveranstaltungen wie die Musikmesse und dem LEA als Opener, oder die glanzvolle Effie-Gala im Palmengartengesellschaftshaus nebst Kongress, die prestigeträchtige Markengala, die Talentplattformen "Frankfurt Style Award" und "B3- Biennale des bewegten Bildes" sowie Musikevents in diversen Spielstätten und Formaten wie zum Beispiel auch der inzwischen jährlich stattfindende "BigCityBeats WORLD CLUB DOME" in der Commerzbankarena - sie zeigen die kreative Seite der Mainmetropole. Der HORIZONT Award mit dem begleitenden Deutschen Medienkongress, der German Design Award des Rates für Formgebung oder der Hessische Filmpreis vervollständigen den Reigen der Highlights der Branche. Frankfurt am Main hat auch das "Zeug zur Filmstadt". Die gute Infrastruktur und die guten Drehorte überzeugen nicht nur Matthias Schweighöfer. Viele namhafte Regisseure schätzen die abwechslungsreichen Kulissen und die Skyline - in Verbindung mit der Förderung von Filmprojekten durch HessenInvestFilm und des Services der Stadtverwaltung für Filmschaffende. Vielfältige Aktivitäten fördern das lokale Potenzial: Besondere Aufmerksamkeit verdient das städtische Angebot zur Unterstützung von Gründern, sei es durch individuell zugeschnittene Beratungs- und Weiterbildungsangebote für Kreativschaffende, den Frankfurter Gründerfonds oder durch das Projekt MAINRAUM - Gründerhaus Kreativwirtschaft. Der vorliegende Kreativwirtschaftsreport des Kompetenzzentrums Kreativwirtschaft zeigt die Aktivitäten und Maßnahmen der Jahre 2013 und 2014 auf, die dazu beigetragen haben, die Unternehmen und Akteure der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main zu unterstützen und damit den Standort zu stärken. Zusätzlich liefert der Report Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main und zieht einen Standortvergleich von einzelnen Teilmärkten mit anderen Städten. Der beschrittene Weg wird auch in Zukunft konsequent fortgesetzt. Deshalb hat die Stadt auch mitgeholfen, ein sehr ambitioniertes und zukunftsweisendes Pilotprojekt auf den Weg zu bringen: unter dem Motto "Kreative finden" bietet CLUK-sonar ein innovatives Marktportal für die Vernetzung der Branche am Standort an. Innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen: Auch wurde das im Rahmen des Masterplan Industrie initiierte Projekt "Frankfurt Forward" an den Start gebracht: sorgfältig ausgesuchte Startups werden mit etablierten Industrieunternehmen auf höchster Entscheider-Ebene zusammengebracht, um nutzerorientierte Innovation zu forcieren. So werden traditionelle und neue Geschäftsmodelle über Branchen hinweg geschickt kombiniert. Ziel ist die Verknüpfung alter und neuer Industrien zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes, um Innovation, Arbeitsplätze und Wertschöpfung der Zukunft zu unterstützen. Rasante Gründerszene: Eine vitale Gründerkultur ist für die Stadt und die gesamte Region von immenser Bedeutung und eine große Herausforderung. Als international aufgestellter Wirtschaftsstandort und Global City hat sich Frankfurt am Main schon früh dem immer härteren Wettbewerb der Städte im Kampf um die klügsten Köpfe gestellt und systematisch eine gut vernetzte Infrastruktur für die Gründerlandschaft am Standort entwickelt.
Aktuell gestaltet in erster Linie die Digitalisierung das Klima für neue Arbeitswelten. In der Verbindung wissenschaftlicher und industrieller Forschung, der Nähe zum Geld, als Logistikdrehscheibe und dem großen Dienstleistungssektor ist Frankfurt am Main ein sehr attraktiver Platz für "Denkfabriken". Es gilt nun die verschiedenen Bausteine im Bereich der Frankfurter Gründerlandschaft auf den Prüfstand zu stellen und neue Angebote zu machen. Hilfestellungen im Bereich bürokratischer Erleichterungen bis zu einem föderalen Standortansatz für einen zentralen Ort mit Strahlkraft würden ermutigende Signale an Start-ups aussenden und die Gründerszene am Standort befeuern. Nachwuchs: Im Wettbewerb um die Fachkräfte von morgen stehen die Arbeitgeber vor der großen Herausforderung, geeignete Bewerber für angebotene Ausbildungs- und Studienplätze zu finden. Dazu zählen gezielte Aktionen, um künftige Schulabgängerinnen und Schulabgänger rechtzeitig über Berufschancen zu informieren und auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen. Das Thema wurde durch den Wirtschaftsdezernenten auch bei den sogenannten Branchengesprächen mit Gewerkschaftsvertretern und Betriebsräten intensiv erörtert: Was ist zu tun, damit Unternehmen aktiv junge Menschen abholen können? Der im Bereich Berufsorientierung fachlich versierte Verein "Kinder im Zentrum Gallus e.V." wurde beauftragt, sein erfolgreiches Konzept "Berufsparcours" stadtteilbezogen durchzuführen. Ausgewählt wurden die Stadtteile Gutleut (im Nachgang zum Wirtschaftstag 2013) und Griesheim. Bei der Auswertung der Unternehmensbefragung bestätigte sich, dass die berufspraktische Veranstaltung im Juli 2014 die Erwartungen der Betriebe erfüllte. Über 200 junge Menschen konnten unterschiedliche Berufsbilder kennenlernen und ausprobieren. Das Besondere an dieser Art der Berufsmesse waren die praktischen Aufgabenstellungen, die an den Ständen der unterschiedlichen Unternehmen angeboten werden. Die Schülerinnen und Schüler bereiteten Cupcakes zu, bekamen eine Vorstellung davon wie ein Game Designer arbeitet, sie haben Blutdruck gemessen und Reagenzgläser befüllt und erkundet, wie Grünanlagen gepflegt werden. Die Ausbildungsmesse im Brandschutzzentrum ist ein großartiges Beispiel für Engagement am Standort: die außergewöhnliche Idee als Ortsbeirat eine Ausbildungsmesse für die Jugendlichen im eigenen Ortsbezirk zu organisieren ist eine Erfolgsgeschichte. Eine große Vielfalt von Handwerksunternehmen und Innungen, über Gesundheitsdienstleister, Lebensmitteleinzelhandel, Industriebetriebe, Logistiker, Gastronomie und Finanzdienstleister, bis hin zu Behörden und Gesellschaften der Stadt Frankfurt am Main stellen sich den veränderten Bedingungen des Arbeitsmarktes und werben für sich. Jungen Menschen werden heute nach dem Schulabschluss viele Perspektiven geboten. Dabei kommt der dualen Ausbildung durch die enge Verbindung von Theorie und Praxis eine für den Wirtschaftsstandort besondere Bedeutung zu. Einkaufsheimat: Der Dachverband der Frankfurter Gewerbevereine sowie die Gewerbevereine und Interessengemeinschaft der Wirtschaft nutzen den Stadtteil-Sonntag, um auf die Vielfalt des Handels, Ladenhandwerks und Dienstleistungen in ihren Stadtteilen aufmerksam zu machen. Im Berichtsjahr beteiligten sich mehr als 500, vorwiegend inhabergeführte Geschäfte, an dem einzigartigen Stadtteil-Ereignis. Die Stadt Frankfurt am Main unterstützt das große Engagement der Gewerbevereine. Unermüdlich setzen sich viele Gewerbetreibende immer wieder für den Erhalt der gewachsenen Strukturen in den Frankfurter Stadtteilen ein. Jeder Stadtteil präsentiert sich dabei auf seine eigene Weise und mit seinen Besonderheiten, die ihn unverwechselbar machen. Vor allem die Gewerbevereine sind es, die an der Aufwertung der Stadtteile arbeiten und die sich dafür verantwortlich fühlen, welche Entwicklung ein Quartier nimmt. Der Wirtschaftsdezernent unterstützt die Gewerbetreibenden bestmöglich in ihrem Viertel. Zum Beispiel "Initiative Neustadt": unterstützt vom Wirtschaftsdezernat hat die Initiative zur positiven Positionierung der Quartiers Neustadt das Projekt "Generationenfreundliches Shopping" auf die Beine gestellt und bekam vom Handelsverband Hessen-Süd das Qualitätszeichen "Generationenfreundliches Einkaufen" verliehen. In Zukunft wird das gesamte Quartier parallel zur Frankfurter Zeil mit generationenübergreifendem Service werben können. Im Brückenviertel wurden seit 2011 viele persönliche Gespräche geführt, diverse Aktionen unterstützt und ein Konzept für die Belebung des Quartiers in Auftrag gegeben. Das Szene-Viertel braucht Kundenfrequenz. sonst wandern die Designer und Künstler, die es geschafft haben, in andere Lagen ab und die verbleibenden Läden verkümmern. Das Quartier ist auf einem guten Weg und hat mit "Markt im Hof" ein wunderbares Vorzeigeprojekt für hochwertige und verbindende Standortbelebung auf den Weg gebracht. Auch der Berger Straße fehlten nach dem Wegzug von Saturn Hansa und der Renovierung des Woolworth zwei Kundenmagneten. Im Verbund mit dem Ortsbeirat und dem Gewerbeverein wurde die Chance erkannt, durch den gemeinsamen Einsatz mit gezielten Aktionen eine schärfere Profilierung dieser besonderen Einzelhandelslage zu erzielen und damit die Attraktivität weiter zu steigern. Einmal im Jahr lädt die Wirtschaftsförderung unter dem Format "Der Wirtschaftsdezernent im Gespräch mit den Gewerbevereinen" ein. Der Termin ist ein wichtiger Baustein in der Verständigung mit den Gewerbevereinen und eine schöne Gelegenheit, u.a. die zuvor beschriebenen Projekte als Anregung und Motivation vorzustellen. Der Jahresbericht 2014 der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH: Es braucht nicht viel Phantasie um sich vorzustellen, wie viele Gespräche, Termine und Engagement hinter jeder Rubrik und hinter jeder Zahl des Jahresberichtes der Wirtschaftsförderung Frankfurt stehen. Dass Frankfurt wächst und prosperiert, ist im verschärften Standortwettbewerb keineswegs automatisch gegeben und muss jeden Tag neu erarbeitet werden. Frankfurt am Main steht gut da und das ist der Verdienst vieler, die für die Stadt arbeiten, ihrem Standort treu verbunden sind und mit Investitionen in ihre Unternehmen stärken. Anlage _Jahresbericht_2014 (ca. 1,5 MB) Vertraulichkeit: Nein