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Wirtschaftsstandort Frankfurt - Jahresbericht

Vorlagentyp: B

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 13.11.2020, B 613

Betreff: Wirtschaftsstandort Frankfurt - Jahresbericht Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 27.01.2005, § 8617 - NR 1663/05 GRÜNE, l. B 19/20 - Die Stadt Frankfurt am Main ist Zentrum der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main, Verkehrsknotenpunkt, Finanzplatz und im Jahr 2019 Heimat für gut 750.000 Menschenaus 178 Nationen. Frankfurt am Main trägt mit fast 100.000 Euro Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen überdurchschnittlich zur Produktivität bei, die in Deutschland im Durchschnitt bei 75.000 Euro liegt. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner stieg in den vergangenen zehn Jahren um rund 16 Prozent. Auf dem mit 248 Quadratkilometern sehr kompakten Stadtgebiet sind eine Vielzahl von Aufgabenstellungen zu bewältigen und gleichzeitig muss eine lebenswerte Stadt für die wachsende Zahl der Frankfurterinnen und Frankfurter bezahlbaren Wohnraum, eine gute Verkehrsinfrastruktur und ausreichend Gewerbeflächen für eine produktive Wirtschaft zur Verfügung stellen. All dies ist der Stadt Frankfurt am Main gelungen: 2019 war ein Rekordjahr! Insbesondere haben die erstmals mehr als 2 Milliarden Gewerbesteuereinnahmen dabei geholfen, die finanziellen Herausforderungen der wachsenden Stadt zu meistern. Diversität: Zum Stichtag 30.09.2019 gab es so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wie noch nie: 611.470 Beschäftigte in 2019. Zum 30.06.2019 waren es noch 602.428sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Zudem wurden rund 16.250 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dieser positive Trend zeigt sich besonders in den Frankfurter Schlüsselbranchen, mit einem Plus von 3.538 Arbeitsplätzen im Consulting und 4.712 neuen Arbeitsplätzen in der IT-Branche. Die Summe von 471 Millionen Euro ausländischen Direktinvestitionen in 2019 unterstreicht die internationale Bedeutsamkeit des Wirtschaftsstandorts. Frankfurt am Main genießt Weltruf als europäisches Finanzzentrum, hoch vernetzte Verkehrs- und Distributionsdrehscheibe und internationaler Messe- und Handelsplatz. Die Stadt ist als Standort international agierender Dienstleistungsunternehmen Teil einer hoch entwickelten Volkswirtschaft. Dies spiegelt sich auch in der Branchenstruktur wider, die von den Logistik- und Finanzbranche angeführt wird. Die höchsten Wachstumsraten verzeichnen in den letzten Jahren bis 2019 die Branchen der Informations- und Telekommunikationstechnologien (36 Prozent) gefolgt von Consulting (31 Prozent) und der Kultur- und Kreativwirtschaft (21 Prozent). Aber in Frankfurt am Main gibt es auch 75 Betriebe der Erwerbslandwirtschaft einschließlich Lebensmittel produzierender Gärtnerbetriebe. Deren Nutzfläche beträgt 4.300 Hektar, das entspricht rund 17 Prozent des Stadtgebietes. Diese unversiegelte Fläche stabilisiert das Stadtklima und kommt der Lebensqualität der Stadt zugute. Der wirtschaftliche Strukturwandel ist ein regelhafter Prozess, der sich durch Globalisierung und Digitalisierung beschleunigt. Faktoren wie Technologie, Standort- und Kostenvorteile andernorts, Verfügbarkeit von Fachkräften sowie Baulandpreise wirken sich auf den Strukturwandel aus und führen zu Verschiebungen zwischen den Branchen. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt arbeitet mit den allen relevanten städtischen Institutionen, den regionalen Ansprechstellen und zuständigen Landes- und Bundesbehörden zusammen, um die Diversität des Standortes in seiner ganzen Bandbreite bestmöglich zu unterstützen. Attraktivität: Die Verfügbarkeit von Arbeitskräften mit einem akademischen Berufsabschluss ist ein entscheidender Faktor für die Prosperität und Innovationskraft einer Kommune. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Wachstum und Wohlstand in einer Kommune und dem Anteil von hochqualifiziertem Personal. Auch ist Frankfurt am Main für Akademikerinnen und Akademiker ausländischer Herkunft besonders attraktiv, denn es wandern mehr hochqualifizierte Menschen aus dem Ausland nach Frankfurt am Main zu als ab. Die Stadt Frankfurt am Main ist mit jährlich rund 80.000 Kongressen und Tagungen einer der bedeutendsten Tagungsstandorte in Deutschland und Europa. Neben ihrer Bedeutung als internationaler Tagungs- und Kongressstandort ist Frankfurt ein attraktives Ziel für Städtereisen. Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen konnten in den Jahren 2010 bis 2019 sehr deutlich gesteigert werden: Die Zahl der ankommenden Gäste belief sich 2019 auf rund 6.200.000. Dies entspricht einer Steigerung um 161 Prozent seit dem Jahr 2000. Im selben Jahr wurden etwa 10.800.000 Übernachtungen verzeichnet. Im Vergleich zu den Übernachtungen im Jahr 2000 ist dies ein Zuwachs von 155 Prozent. Der Spitzenplatz im Ranking "Global Cities of the Future 2018/19": Frankfurt am Main kam in der Kategorie "Large Cities" (über 500.000 Einwohner) auf den zweiten Platz. Besonders gut schnitt er Standort in den Kategorien "Wirtschaftspotenzial", "Konnektivität", "Ansiedlungsstrategie", Wirtschaftsfreundlichkeit", Humankapital und Lebensstil ab. Von der Financial Times Intelligence Group wurden weltweit 129 Städte untersucht. In der Gesamtbetrachtung kam Frankfurt am Main auf Platz 12 und wurde mit Hauptstädten und Mega-Cities wie Paris, London, Tokio, New York, Bangkok, Seoul oder Singapur verglichen. Stadtentwicklung: Angesichts der stetig ansteigenden Einwohnerzahl in Frankfurt am Main und einem sich daraus ableitenden hohen Bedarf an zusätzlichem Wohnraum ist in den vergangenen Jahren allerdings eine fortschreitende Umwidmung von ausgewiesenen Gewerbegebietsflächen und per Saldo ein Verlust an Gewerbeflächenpotenzialen zu beobachten, der einer sukzessiven Verdrängung von Industrie und Gewerbe Vorschub leistet. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt schätzt aufgrund der Erfahrungen aus der Bestandspflege die in den letzten Jahren durch Umwandlung von Gewerbegebieten in Gebiete anderer Nutzung betroffenen Flächen auf mehrere Dutzende Hektar. So stehen seit 2015 mindestens 28 Hektar ehemals zielkonform genutzter Gewerbe- und Industrieflächen nicht mehr für gewerbliche Zwecke zur Verfügung. Ein adäquater Ersatz konnte allerdings nicht geschaffen werden. Stattdessen sind die Flächen für die Überplanung und Entwicklung von Wohnraum, häufig als gemischt genutzte urbane Wohnquartiere, vorgesehen. Hinzu kommt, dass das begrenzte Industrie- und Gewerbeflächenpotenzial der Stadt Frankfurt am Main auch durch Nutzungen nachgefragt wird, die nicht zwingend auf Standorte in Industrie- oder Gewerbegebieten angewiesen sind. Eine besondere Herausforderung besteht in diesem Zusammenhang darin, vorhandenen Flächenkonkurrenzen angemessen zu begegnen und entsprechend der Leitlinien des räumlich-funktionalen Entwicklungskonzepts Nutzungen grundsätzlich Vorrang einzuräumen, die auf Industrie- oder Gewerbegebietsstandorte angewiesen sind. Es ist zudem zu beobachten, dass innerhalb der industrie- und gewerbegebietstypischen Nutzungen Konkurrenzen um Standorte und Flächen in den Gewerbegebieten entstehen: Relativ ertragreichere und zugleich häufig bodenpreiswirksame Nutzungen etablieren sich in Gewerbegebieten und leisten auf diese Weise einer sukzessiven Verdrängung von relativ weniger ertragreichen Industrie-, Handwerks- und Gewerbebetrieben Vorschub. Die Entwicklung eines Industrie- und Gewerbestandorts nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien ist das Ziel des Pilotprojekts "Nachhaltiges Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach". Das Projekt startete im Frühjahr 2016 unter Federführung der Wirtschaftsförderung Frankfurt. Die finanziellen Rahmenbedingungen und organisatorischen Voraussetzungen wurden durch die Stadt Frankfurt am Main geschaffen. Insgesamt steht für die fünfjährige Pilotprojekt-Laufzeit eine Grundfinanzierung von 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. In den fünf Jahren soll ein Katalog von insgesamt 34 Maßnahmen (basierend auf dem Konzeptpapier) umgesetzt werden. Neben verschiedenen Infrastruktur- und Aufwertungsmaßnahmen sieht dieser u. a. auch Maßnahmen im Bereich Energieeinsparung und Klimaanpassung vor. Frankfurt 2030+ Integriertes Stadtentwicklungskonzept: Am 7. November 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main das Integrierte Stadtentwicklungskonzept als Orientierungsrahmen für das Handeln in Verwaltung und Politik. Es soll der Verständigung über Leitvorstellungen, Grundsätze und Schwerpunkte unterschiedlicher Bereiche der Stadtverwaltung zur zukünftigen Stadtentwicklung dienen. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (IStEk) betrachtet vor allem anhaltendes Bevölkerungswachstum, wachsende Vernetzung mit dem Umland, Klimawandel, neue Anforderungen an den Umgang mit Ressourcen, sich verändernde Mobilitätsbedürfnisse, zunehmende Nutzungskonflikte um Flächen und Infrastrukturen und viele weitere Entwicklungen als Herausforderungen für die Stadt Frankfurt am Main. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept definiert sechs Zielvorstellungen und Entwicklungsstrategien. Frankfurt am Main soll seine Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftsflächen auf die Anforderungen der Zukunft und seine Funktion in der Region sowie als "Tor zur Welt" ausrichten. In 2030 soll Frankfurt am Main einer der führenden Innovationsstandorte und "Digital Hub" Europas sein, im Zusammenspiel mit der Region attraktive Standorte für Industrie und Gewerbe anbieten und ein bedeutender Standort der "Industrie 4.0" sein. Büroimmobilienmarkt: 2019 war erneut ein erfolgreiches Jahr für die Immobilienbranche. Zwar ging der Flächenumsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück, mit 570.000 Quadratmetern vermieteter Büroflächen wurde jedoch abermals ein solides Ergebnis erzielt, das weiterhin deutlich über dem durchschnittlichen Flächenumsatz der vergangenen fünf Jahre liegt. Dank eines Flächenbestands von knapp 11,7 Millionen Quadratmetern blieb die Mainmetropole nach München, Berlin und Hamburg auch im Jahr 2019 der viertgrößte Markt für Büroimmobilien in Deutschland. Den größten Anteil am Flächenumsatz generierte auch im Jahr 2019 die Branche der Finanzdienstleister, dicht gefolgt von der öffentlichen Verwaltung sowie Beratungsunternehmen. Besonders nachgefragt waren dabei Lagen im Bankenviertel bzw. im Geschäftszentrum von Frankfurt am Main, das auch die Teillagen Innenstadt und Westend miteinschließt. Hier erweisen sich die Bürotürme sowohl im Bestand, im Bau und in der Planung nach wie vor als einzigartiger Anziehungspunkt. Bedeutende Mietabschlüsse konnten darüber hinaus im "neuen" Lyoner Quartier (Niederrad) und am Rand des Innenstadtbereichs verzeichnet werden. Allein 2019 wurden 125.000 Quadratmeter neue Bürofläche fertiggestellt. Hierzu haben beispielsweise die neuen, bereits prominenten Bürohochhäuser Omniturm und Marienturm mit Marienforum ihren Beitrag geleistet. Branchenentwicklung Logistik und Mobilität: Das Jahr 2019 war für den Bereich Logistik und Mobilität von besonderen Herausforderungen geprägt. Die drohenden Fahrverbote für Fahrzeuge der Emissionsklassen Euro 5 oder weniger (Diesel) sowie Euro 2 oder weniger (Benziner) hätten zu erheblichen Einschränkungen sowohl im Bereich des Wirtschaftsverkehrs als auch im Bereich des ÖPNV geführt. Die Stadt Frankfurt am Main hat gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Wiesbaden Berufung eingelegt und der Vollzug gegen das Urteil wurde ausgesetzt, bis die nächste Instanz, der hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel, sein Urteil gefällt hat. Hierdurch wurde den beteiligten Akteuren um das Thema Luftreinhaltung und Verkehr die Möglichkeit eingeräumt, zusätzliche Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu entwickeln und umzusetzen. Das gemeinsame Ziel von Wirtschaft und Verwaltung ist es, Fahrverbote für das gesamte Stadtgebiet zu vermeiden. Finanzwirtschaft, Digitale Infrastruktur und Brexit: Insbesondere der Standortwettbewerb von betroffenen Brexit-Finanzdienstleistern war das dominante Thema in der ersten Jahreshälfte. Frankfurt am Main steht hierbei in Konkurrenz zu Paris, Luxemburg, Dublin und Amsterdam. Nachdem die Standortentscheidung für die EBA zugunsten von Paris im Jahr 2018 noch als eine Schwächung von Frankfurt am Main prognostiziert wurde, verlief die Entwicklung hingegen sehr positiv - der Finanzplatz Frankfurt ist im internationalen Vergleich führend bei der Verlagerung von Arbeitsplätzen bei Banken. Nach Berechnungen der Helaba Research haben sich bis Jahresende 31 Banken aus 14 verschiedenen Herkunftsländern für eine Standortverlagerung nach Frankfurt am Main entschieden. FinTech-Szene: Frankfurt am Main konnte bei der Befragung für den Global Startup Ecosystems Report 2019 in den Kategorien Knowledge und FinTech punkten, auch in den Kategorien Vernetzung der Szene und Sense of Community gehört Frankfurt am Main zu den führenden Hubs, ebenso bei der globalen Konnektivität. Die Zahl der erfassten Start-ups wächst von etwa 300 in 2017 auf rund 550 in 2019. Rechenzentren: Das Jahr 2019 war gekennzeichnet durch das weiterhin starke Wachstum von Rechenzentren in Frankfurt am Main, aber auch in der Region. Der immer stärkere Wandel hin zu einer digitalisierten Gesellschaft mit einem digitalisierten Wirtschaftssystem sorgt für das enorme Wachstum. Höhere Anforderungen an Mobilgeräte und ihre gestiegene Leistungsfähigkeit sowie die weitere Verlagerung von Entertainment in mobile Geräte, die zusätzliche Datenströme erzeugen, ergänzen diese Entwicklung. Weiterhin wachsende Cloud-Architekturen in den IT-Systemen der Unternehmen kamen hinzu. Frankfurt am Main als eines der mittlerweile weltweit wichtigsten Zentren der digitalen Infrastruktur nahm und nimmt daher in der Welt der IT eine zentrale Rolle ein. Wie in den Jahren zuvor nahm die 1998 einsetzenden Entwicklung des DE-CIX, des deutschen Internetknotens, an Bedeutung und Sichtbarkeit zu. Der mittlerweile weltgrößte Datenumschlagplatz nach Durchsatzrate bildete weiterhin die Basis für das Aufeinandertreffen hunderter Dienstleister im Bereich IT, die als zentrales Geschäftsfeld Konnektivität haben. Vor allem die großen Rechenzentren, Heimat sogenannter Hyperscaler, siedelten sich in Frankfurt am Main, aber auch in der gesamten Region an. Gewerbeberatung: Frankfurt am Main mit seinen 46 Stadtteilen lebt von einem vielfältigen Mix aus insbesondere kleineren und mittleren Unternehmen. Die vielen unterschiedlichen Stadtteile bieten ein reichhaltiges Angebot an Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Dabei werden in jedem Stadtteil, verbunden mit der Struktur und Historie, ganz besondere Schwerpunkte sichtbar. Im Bereich des Einzelhandels und der Einkaufsstraßen sind je nach Stadtteil und Lage ein weiterer Rückgang an Geschäften und ein zu verzeichnender Wandel zu mehr Gastronomie hin sichtbar. Gerade der inhabergeführte Einzelhandel leidet unter dem stark wachsenden Onlinehandel. Eines der größten Projekte im Rahmen der Gewerbeberatung ist das Aktionsprogramm "Frankfurt am Start", das 2019 in Oberrad, Rödelheim, Nied und im Brückenviertel stattgefunden hat. Unterstützt und begleitet wurden alle vier Schauen für Handel, Handwerk und Dienstleistungen von der Wirtschaftsförderung Frankfurt und einer beauftragten Kommunikationsagentur Veranstalter war der jeweilige Gewerbeverein oder die Interessengemeinschaft. Ein beispielgebendes Projekt ist das "Visionsbüro Frankfurt, Zukunft, Stadt und Handel": Das Visionsbüro wurde von der Stadt Frankfurt am Main und der Handelsverband Wirtschaftsdienst des Hessischen Handels GmbH ins Leben gerufen, um ein Netzwerk für die Themen Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit im Einzelhandel der Stadt Frankfurt zu schaffen und neue Perspektiven zu eröffnen. Kern der Aktivitäten des Zukunftslabors sind Workshops und Vorträge an besonderen Orten in Frankfurt, um das Netzwerk zu stärken und gemeinsam zukunftsweisende Themen zu erschließen: Bei Workshops oder bei Vorträgen und Diskussionen rund um nachhaltige Gastronomie und Dienstleistungen tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter des Einzelhandels, der Gastronomie und der Stadt mit Frankfurterinnen und Frankfurtern aus. Gründer- und Start-up-Standort: Als starker Gründer- und Start-up-Standort hat Frankfurt am Main sich insbesondere in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Dabei haben sich die Indikatoren für ein positives Gründerklima 2019 in den unterschiedlichsten Bereichen gezeigt: vom Angebot für Räumlichkeiten in Coworking-Spaces, Finanzierungsmöglichkeiten über Investoren und Venture-Capital-Gebern bis hin zu umfangreichen Vernetzungsmöglichkeiten in einer ständig wachsenden aktiven Szene. Insbesondere das Thema der schnell wachsenden, hoch innovativen Digitalisierungs-Start-ups ist bei vielen Unternehmen in Frankfurt am Main in den letzten Jahren ganz oben auf der Agenda angekommen und sorgt für ein stetiges Wachstum. Ziel ist die Unterstützung von Existenzgründungen als Investition in eine nachhaltig gestaltete Zukunft. Existenzgründungen und Start-ups leisten durch innovative Geschäftsideen und Prozesse sowie technische, digitale und IT-Weiterentwicklungen über alle Branchen hinweg einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Industrie Die Industrie sichert mit rund 11 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen beachtlichen Anteil der Gewerbesteuereinnahmen und bildet aufgrund ihrer Vielfalt und lokalen sowie internationalen Vernetzung eine wesentliche Grundlage für eine stabile und ausgeglichene wirtschaftliche wie auch gesellschaftliche Entwicklung in Frankfurt am Main. Die überdurchschnittlichen Einkommen der Industriebeschäftigten leisten einen bedeutenden Beitrag für Wohlstand und Lebensqualität über Frankfurt am Main hinaus. Die Industrie der Stadt Frankfurt trägt zu Wohlstand, zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe bei. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sichern den finanziellen Handlungsspielraum der Stadt für Investitionen in die Infrastruktur und damit in die Zukunftsfähigkeit von Frankfurt am Main. Der Masterplan Industrie stellt als ein breit strukturierter und langfristig angelegter Prozess eines der wichtigsten strukturpolitischen Projekte der Stadt Frankfurt am Main zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts dar. Der Masterplan Industrie umfasst 30 Projektvorschläge auf den industriepolitischen Handlungsfeldern: Räumlich-funktionales Entwicklungskonzept, Digitale Infrastruktur, Energie, Logistik, Attraktivität der Industrie: Kommunikation und Positionierung, Arbeit und Qualifikation, Verwaltungsprozesse und Behördenservice sowie Innovation, Arbeitsplätze und Wertschöpfung der Zukunft. Inzwischen hat die Corona-Krise die Weltwirtschaft hart getroffen und sowohl den Alltag wie auch die Arbeitswelt sehr verändert. Zahlreiche Maßnahmen sollen die Unternehmen schützen und gleichzeitig als konjunktureller Effekt Wirkung entfalten. Es macht Mut, dass es in Serie gelungen ist, beim jeweiligen Jahresbericht des Wirtschaftsdezernenten zum Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main Rekordergebnisse aufzeigen zu dürfen. Die Pandemie hat die international aufgestellte Mainmetropole als bedeutender Verkehrsknotenpunkt, Touristenmagnet und Messestandort besonders schmerzlich getroffen - mit allen Auswirkungen auf das lokale Gastgewerbe und den vom Strukturwandel ohnehin betroffenen Einzelhandel. Die Umstellung auf digitale Lösungen und Homeoffice wird nachhaltige Veränderungen mit sich bringen: umso wichtiger ist es nun im Verbund mit den ansässigen Unternehmen und dem Frankfurter Selbstverständnis als Stadt der Macher neue Chancen für die Stadt am Main zu wittern und diese kreativ und tatkräftig umzusetzen. Anlage _Jahresber_2019 (ca. 5 MB)

Beratungsverlauf 1 Sitzung

Sitzung 46
Haupt- und Finanzausschusses
TO I, TOP 133
Angenommen
nicht auf TO Die Vorlage B 613 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)
Zustimmung:
CDU SPD Grüne AFD Linke FDP BFF FRAKTION Frankfurter