a) Anwendung des „Gleichstellungsdurchsetzungsgesetzes“ des Bundes bei Ausgründungen b) Frauenanteil auf Führungsebenen der städtischen Gesellschaften erhöhen
Inhalt
Bericht des Magistrats vom 29.04.2013, B 190
Betreff: a) Anwendung des "Gleichstellungsdurchsetzungsgesetzes" des Bundes bei Ausgründungen b) Frauenanteil auf Führungsebenen der städtischen Gesellschaften erhöhen Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 19.12.2002, § 4319 - NR 750/02 GRÜNE/SPD, l. B 183/11 - Beschl. d. Stv.-V. vom 10.11.2011, § 832 - NR 100/11 CDU/GRÜNE, l. B 502/12 - Zwischenbescheide des Magistrats vom 04.09.2013 und 29.01.2014 Zwischenbericht: Im Rahmen des 2-Jahres-Rhytmuses berichtet der Magistrat sowohl über den Fortgang der Gleichstellung von Frauen und Männern (StvV-Beschluss § 4319) als auch über den Sachstand der Entwicklung des Frauenanteils auf Führungsebenen bei städtischen Gesellschaften (StvV-Beschluss § 832). Im Berichtszeitraum (2011-2012) wurde die MuseumBausteineFrankfurt GmbH als direkte Mehrheitsgesellschaften gegründet, verfügte im Berichtszeitraum aber noch über kein eigenes Personal. Die Beschäftigungsstruktur der direkten städtischen Mehrheitsgesellschaften stellt sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar: Beschäftigte/Führungskräfte: Zu berücksichtigen ist, dass die Gesellschaften unterschiedliche Aufgabenfelder haben und der Begriff "Führungskraft" unterschiedlich definiert wird. Überwiegend fallen hierunter die Geschäftsführer, Abteilungsleiter, Team-, Fachbereichs- oder Objektleiter. Zum Stand 31.12.2012 lag der Frauenanteil bei den direkten städtischen Mehrheitsgesellschaften bei 51,75% (Vj. 50,89%), in absoluten Zahlen ist das eine Erhöhung von 95 weiblichen Mitarbeiterinnen. Die Anzahl der weiblichen Führungskräfte stieg im 2-Jahresvergleich in der Gesamtbetrachtung von 23,59% in 2011 auf 26,55% in 2012, dies entspricht einer Steigerung um 2,97 Prozentpunkte. Betrachtet man nur die Ebene der Geschäftsführung stieg der weibliche Anteil in 2011 von 8,33% auf 11,11% in 2012 und entspricht einer Steigerung um 2,78 Prozentpunkte. Zu berücksichtigen ist, dass die Fluktuation auf der Geschäftsführungsebene sehr gering ist, und eine Nachbesetzung dieser Stellen unter Umständen erst nach Jahren erfolgt. Im Bereich Wirtschaft lag der Anteil der weiblichen Beschäftigten konstant über 50%, und erhöhte sich auf 58,40% (Vj. 58,32%), auch bei den weiblichen Führungskräften lag der Bereich mit 30,24% in 2011 und 32,51% in 2012 über der 30%-Quote. Die Geschäftsführung in diesem Bereich ist bisher ausschließlich mit Männern besetzt. Im Bereich Verkehr, Ver-, und Entsorgung, in dem aufgrund des Tätigkeitsfeldes bisher eher Männer dominieren, ist eine leicht steigende Tendenz des Frauenanteils auf 13,02% (Vj. 12,47%) festzustellen. Prozentual betrachtet, hat sich der weibliche Anteil der Führungskräfte sehr positiv entwickelt und stieg um 5,29 Prozentpunkte auf 19,16 % (Vj. 13,87%), die Geschäftsführung ist auch hier bisher nur mit Männern besetzt. Der Bereich Wohnungsbau ist im Vergleich zum Jahr 2011 allgemein leicht rückläufig. Während der weibliche Anteil 2011 bei 44% lag, verringert er sich zum Jahresende 2012 auf 42,11%. Auch die weiblichen Führungskräfte, die 2011 noch bei 31,82% lagen, gingen zum Jahresende 2012 auf 27,27% zurück. In der Geschäftsführung sind bislang keine Frauen vertreten. Der Bereich Kultur und Freizeit blieb bei den Beschäftigungszahlen im Jahresvergleich konstant bei 43% und konnte bei den weiblichen Führungskräften um 2,34 Prozentpunkte auf 26,15% zulegen. Hier hat sich auch der weiblichen Anteil in der Geschäftsführung von 18,18% in 2011 auf 30,77% in 2012 erhöht (+12,59 Prozentpunkte). Der Bereich Gesundheit hat mit 77,26% überdurchschnittlich viele weibliche Beschäftigte, und auch bei den Führungskräften ist ein Anstieg um +4,77 Prozentpunkte auf 23,68% festzustellen. 2011 betrug der Frauenanteil in der Geschäftsführung 25% und lag zum Jahresende 2012 bei 0%. Neueinstellungen/Führungskräfte: Bei den Neueinstellungen ist in der Gesamtbetrachtung eine steigende Tendenz bei den weiblichen Einstellungen festzustellen: Waren es zum Jahresende 2011 schon 59,03 % stieg der Anteil in 2012 auf 61,52 % (+ 2,48 Prozentpunkte). Hier liegt der Bereich Gesundheit mit einer Steigerung um 5,18 Prozentpunkte auf 76,66 % und der Bereich Wirtschaft mit einer Steigerung um 12,15 Prozentpunkte auf 65,52% überdurchschnittlich hoch. Der Bereich Wohnungsbau ist auch hier rückläufig von 53,33% in 2011 auf 11,11% in 2012. Bei den Neueinstellungen von Führungskräften ist der Anteil an weiblichen Mitarbeiterinnen von 18,18% (2011) auf 31,25% (2012) gestiegen, dies ist eine Steigerung von 13,07 Prozentpunkten. Im Bereich Wirtschaft beträgt die Erhöhung 15 Prozentpunkte und lag 2012 bei 40% (2011: 25%), in der Geschäftsführung gab es keine Veränderung. Im Bereich Verkehr,- Ver- und Entsorgung ergab sich eine Steigerung auf 20% (2011: 0%). In der Geschäftsführung kam es 2012 zu einer Nachbesetzung mit einem Mann. Im Bereich Wohnungsbau ist eine Stelle der Geschäftsführung zum Jahresende unbesetzt. Im Bereich Kultur und Freizeit wurden die vakanten Geschäftsführungsposten jeweils zu 50% mit Frauen besetzt. Der Bereich Gesundheit hat sich bei dem Anteil der weiblichen Führungskräfte auf 66,67% (2011: 0%) erhöht, die in 2012 neu zu besetzende Stelle der Geschäftsführung wurde mit einem männlichen Nachfolger besetzt. Beförderungen: Auch bei den Beförderungen ist ein Anstieg des Frauenanteils um 34,07 Prozentpunkte festzustellen, zum Jahresende 2012 lag der Anteil bei 62,07 % (Vj: 28%). Elternzeit: Die Inanspruchnahme von Elternzeit ist sowohl in der Gesamtsumme als auch bei Frauen rückläufig, von 94,27% in 2011 auf 76,44% in 2012. Beurlaubung: Die Anzahl von Frauen, die beurlaubt sind, steigt zwar im Vergleich zum Jahr 2011 von 55 auf 58,5, ist prozentual betrachtet jedoch um 4,76 Prozentpunkte rückläufig, da der Anteil der beurlaubten Männer von 6 auf 10 gestiegen ist. Als Maßnahmen der Förderung von Beruf und Freizeit werden bei den Gesellschaften neben Teleheimarbeitsplätzen, flexible Arbeitszeitgestaltung und Kinderbetreuung angeboten. Um den Frauenanteil zu erhöhen, werden Frauen bei Ausschreibungen besonders aufgefordert und die Frauenbeauftragte wird an dem Ausschreibungsverfahren beteiligt.Nebenvorlage: Antrag vom 03.06.2013, NR 616