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Öffnungszeiten für Bolzplätze Orte der Begegnung und gemeinsamer Aktivitäten im Gallus und Europaviertel erhalten

Vorlagentyp: OF U.B.

Begründung

Orte der Begegnung und gemeinsamer Aktivitäten im Gallus und Europaviertel erhalten Im Gallus und Europaviertel gibt es kaum Flächen mit Aufenthaltsqualität für ältere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Gleichzeitig ist das Gallus ein sehr "junges" Viertel mit einem hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen. Das Europaviertel wurde als Wohngebiet für Familien mit vielen familiengerechten großen Wohnungen angelegt. Daneben sind auch viele Mikroapartments und ähnliche Wohnungsangebote für junge Menschen entstanden. Die jungen Bewohner_innen benötigen eine entsprechende Infrastruktur. Die Teile des Europagartens, die der Öffentlichkeit bereits zugänglich sind, werden sehr genutzt. Insbesondere die Bolzplätze am Lotte-Specht-Park, im Europagarten (vor dem Praedium) und im Gleisfeldpark werden sehr stark bespielt. Gerade in der heißen Jahreszeit werden die unbeschatteten Plätze erst in den Abendstunden genutzt. Die Gruppen, die sich auf den Bolzplätzen treffen, sind oft altersgemischt und die Spieler_innen lernen sich anscheinend oft auch erst auf dem Platz kennen. Die Bolzplätze sind Orte lockerer Begegnung, wo Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Gallus und Europaviertel mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund auf einander treffen, wo Kontakte entstehen. Solche Orte gibt es im Gallus und Europaviertel viel zu wenige! "Sport holt Jugendliche von der Straße" - diesen Gedanken hat der Ortsbeirat vor vielen Jahren aufgegriffen und dafür gekämpft, dass der Sportkreis Frankfurt "Mitternachtssport" auch im Gallus anbietet. Dieses Konzept hat sich sehr bewährt. Es sollte deshalb erlaubt sein, so lange zu spielen, wie es hell ist (im Sommer bis ca. 22 Uhr). Es ist einer Großstadt nicht angemessen, im Sommer bereits um 20 Uhr, wenn es hell und draußen angenehm warm ist, Bolzplätze zu schließen bzw. Kinder und Jugendliche durch das Ordnungsamt vertreiben zu lassen. Wer in die Großstadt zieht, muss "Leben auf den Straßen" auch nach 20 Uhr erwarten; das Ruhebedürfnis Einzelner kann hier nicht über der Notwendigkeit einer Stadt, Orte der Begegnung in einem Stadtteil zu erhalten, stehen. Da sich die Menschen, die in den Häusern leben, die zu den Parkflächen / Bolzplätzen hin ausgerichtet sind, auch gerne auf ihren Balkonen und Terrassen aufhalten, mit Freunden oft bis weit nach Mitternacht gesellig und laut zusammen sind, sollte es hingenommen werden, dass bis Einbruch der Dunkelheit Rufe, Gesprächsfetzen, Lachen von den Bolzplätzen zu hören sind. Es muss jedoch Rechtssicherheit her, da Grünflächenamt und Ordnungsamt bei Beschwerden tätig werden müssen, so lange die Bolzplätze mit Schildern versehen sind, dass sie nur von Kindern bis 14 Jahre und nur bis 20 Uhr bespielt werden dürfen. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat aufgefordert: 1. die Bolzplätze im Bereich des Europagartens mit Schildern zu versehen, die keine Altersangaben machen und das Spiel bis 22 Uhr gestatten; 2. falls erforderlich, Satzungen für Grünflächen / Spielplätze so zu ändern, dass die Nutzung generell bis 22 Uhr gestattet ist. Begründung: Es ist realitätsfern anzunehmen, dass im Sommer, wenn es lange hell ist, Grundschulkinder schon um 20 Uhr im Bett sind. Auch für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und Anfang 20 muss es Möglichkeiten geben, sich im Viertel aufzuhalten - gemeinsam bolzen ist hier eine gute Möglichkeit. Von Anfang an gab es immer wieder Probleme mit Anwohnern, die sich von Spiel- und Bolzplätzen gestört fühlen. Viele berufen sich darauf, dass Ihnen die Investoren beim Kauf der Wohnung versprochen haben, dass diese Plätze verlegt werden und Ruhe vor ihren Wohnungen herrscht. Meist handelt es sich hier um Menschen, die gelernt haben, ihre Interessen zu artikulieren und durchzusetzen und die im Zweifelsfall auch über die finanziellen Mittel verfügen, gerichtlich gegen die Stadt Frankfurt vorzugehen. Wenn ab 20 Uhr das Ordnungsamt Kinder und Jugendliche von Spielplätzen vertreiben muss, schafft dies mittelfristig Probleme und schadet dem guten Zusammenleben im Stadtteil.

Inhalt

Antrag vom 25.07.2018, OF 655/1

Betreff: Öffnungszeiten für Bolzplätze Orte der Begegnung und gemeinsamer Aktivitäten im Gallus und Europaviertel erhalten Im Gallus und Europaviertel gibt es kaum Flächen mit Aufenthaltsqualität für ältere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Gleichzeitig ist das Gallus ein sehr "junges" Viertel mit einem hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen. Das Europaviertel wurde als Wohngebiet für Familien mit vielen familiengerechten großen Wohnungen angelegt. Daneben sind auch viele Mikroapartments und ähnliche Wohnungsangebote für junge Menschen entstanden. Die jungen Bewohner_innen benötigen eine entsprechende Infrastruktur. Die Teile des Europagartens, die der Öffentlichkeit bereits zugänglich sind, werden sehr genutzt. Insbesondere die Bolzplätze am Lotte-Specht-Park, im Europagarten (vor dem Praedium) und im Gleisfeldpark werden sehr stark bespielt. Gerade in der heißen Jahreszeit werden die unbeschatteten Plätze erst in den Abendstunden genutzt. Die Gruppen, die sich auf den Bolzplätzen treffen, sind oft altersgemischt und die Spieler_innen lernen sich anscheinend oft auch erst auf dem Platz kennen. Die Bolzplätze sind Orte lockerer Begegnung, wo Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Gallus und Europaviertel mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund auf einander treffen, wo Kontakte entstehen. Solche Orte gibt es im Gallus und Europaviertel viel zu wenige! "Sport holt Jugendliche von der Straße" - diesen Gedanken hat der Ortsbeirat vor vielen Jahren aufgegriffen und dafür gekämpft, dass der Sportkreis Frankfurt "Mitternachtssport" auch im Gallus anbietet. Dieses Konzept hat sich sehr bewährt. Es sollte deshalb erlaubt sein, so lange zu spielen, wie es hell ist (im Sommer bis ca. 22 Uhr). Es ist einer Großstadt nicht angemessen, im Sommer bereits um 20 Uhr, wenn es hell und draußen angenehm warm ist, Bolzplätze zu schließen bzw. Kinder und Jugendliche durch das Ordnungsamt vertreiben zu lassen. Wer in die Großstadt zieht, muss "Leben auf den Straßen" auch nach 20 Uhr erwarten; das Ruhebedürfnis Einzelner kann hier nicht über der Notwendigkeit einer Stadt, Orte der Begegnung in einem Stadtteil zu erhalten, stehen. Da sich die Menschen, die in den Häusern leben, die zu den Parkflächen / Bolzplätzen hin ausgerichtet sind, auch gerne auf ihren Balkonen und Terrassen aufhalten, mit Freunden oft bis weit nach Mitternacht gesellig und laut zusammen sind, sollte es hingenommen werden, dass bis Einbruch der Dunkelheit Rufe, Gesprächsfetzen, Lachen von den Bolzplätzen zu hören sind. Es muss jedoch Rechtssicherheit her, da Grünflächenamt und Ordnungsamt bei Beschwerden tätig werden müssen, so lange die Bolzplätze mit Schildern versehen sind, dass sie nur von Kindern bis 14 Jahre und nur bis 20 Uhr bespielt werden dürfen. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat aufgefordert:

  1. die Bolzplätze im Bereich des Europagartens mit Schildern zu versehen, die keine Altersangaben machen und das Spiel bis 22 Uhr gestatten;

  2. falls erforderlich, Satzungen für Grünflächen / Spielplätze so zu ändern, dass die Nutzung generell bis 22 Uhr gestattet ist. Begründung: Es ist realitätsfern anzunehmen, dass im Sommer, wenn es lange hell ist, Grundschulkinder schon um 20 Uhr im Bett sind. Auch für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und Anfang 20 muss es Möglichkeiten geben, sich im Viertel aufzuhalten - gemeinsam bolzen ist hier eine gute Möglichkeit. Von Anfang an gab es immer wieder Probleme mit Anwohnern, die sich von Spiel- und Bolzplätzen gestört fühlen. Viele berufen sich darauf, dass Ihnen die Investoren beim Kauf der Wohnung versprochen haben, dass diese Plätze verlegt werden und Ruhe vor ihren Wohnungen herrscht. Meist handelt es sich hier um Menschen, die gelernt haben, ihre Interessen zu artikulieren und durchzusetzen und die im Zweifelsfall auch über die finanziellen Mittel verfügen, gerichtlich gegen die Stadt Frankfurt vorzugehen. Wenn ab 20 Uhr das Ordnungsamt Kinder und Jugendliche von Spielplätzen vertreiben muss, schafft dies mittelfristig Probleme und schadet dem guten Zusammenleben im Stadtteil.Beratung im Ortsbeirat: 1

Beratungsverlauf 1 Sitzung

Sitzung 24
OBR 1
TO I, TOP 18
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 3528 2018 Die Vorlage OF 655/1 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.
Zustimmung:
Alle