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Ehrenmal soll erhalten bleiben!

Vorlagentyp: OF SPD

Begründung

Wir halten es für eine wesentliche Aufgabe des Kulturamts, Kulturbauten, also auch Denkmäler, selbst wenn sie keine "Schönheiten" sind, zu erhalten. Originale sollten nicht abgerissen und durch künstliche Tafeln als "Denkmäler light" ersetzt werden. Die rein bautechnische Argumentation des Kulturamts halten wir für nicht angemessen. Wir räumen geschichtlich, kultur-historischen Gründen den Vorrang ein. Dies vorausgeschickt,

Inhalt

Antrag vom 01.11.2013, OF 547/10

Betreff: Ehrenmal soll erhalten bleiben! Wir halten es für eine wesentliche Aufgabe des Kulturamts, Kulturbauten, also auch Denkmäler, selbst wenn sie keine "Schönheiten" sind, zu erhalten. Originale sollten nicht abgerissen und durch künstliche Tafeln als "Denkmäler light" ersetzt werden. Die rein bautechnische Argumentation des Kulturamts halten wir für nicht angemessen. Wir räumen geschichtlich, kultur-historischen Gründen den Vorrang ein. Dies vorausgeschickt, möge der Ortsbeirat beschließen: der Magistrat wird aufgefordert, das Ehrenmal in der Georg-Esser-Anlage zu erhalten. Begründung: Die Erhaltung würde auch gut zu dem vom Ortsbeirat noch nicht verabschiedeten Antrag 502/10 (Gestaltung der Georg-Esser-Anlage) der Grünen-Fraktion passen. Das Denkmal zeigt uns, daß die Urkatastrophen des 20. Jahrhunderts auch in Eckenheim schmerzhaft gespürt wurden. Es wäre es uns auch wichtig, anstatt externe Gutachter zu bestellen, gleich in die Instandsetzung des Denkmals zu investieren. Die in der ST 1038 verwendete Bezeichnung Kunststein mag sachlich richtig sein, ist aber nicht treffend. Als Baumaterial konnte vor 90 Jahren nur qualitativ schlechter Zement beschafft werden. Hochglanzpolierter Granit konnte damals von den Eckenheimer Bürgern nicht bezahlt werden. Die heutige Gestalt des Denkmals ist Zeugnis für die schlechten, von Hunger, Arbeitslosigkeit, Geldentwertung geprägten Jahre nach dem

  1. Weltkrieg. Ein Abriß würde u.a. weitere geschichtlich, pädagogisch bedeutsame Aspekte unwiederbringlich zerstören. Einer dieser Blickpunkte ist mit der Fragestellung verbunden, warum auf solchen Denkmälern unter den Opfern des 1.Weltkrieges deutsche Bürger jüdischen Glaubens zu finden sind, unter den Opfern des 2.Weltkrieges aber kein einziger mehr.Beratung im Ortsbeirat: 10