Trinkwassergewinnung auch in Frankfurt und für Frankfurt langfristig sichern
Begründung
Frankfurt und für Frankfurt langfristig sichern Teile eines (beantragten) Trinkwasserschutzgebietes befinden sich im Bereich des Stadtteils Niederursel des Ortsbezirkes 8. Förderanlagen sind in der Nachbarschaft in Praunheim verortet. Insgesamt werden wohl 20% des Frankfurter Eigenbedarfs auch auf Frankfurter Stadtgebiet gefördert. Der Ortsbeirat wolle beschließen: Der Magistrat wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:
- "Beim Grundwasser müssen Quantität und Qualität erhalten werden, um die Trinkwassergewinnung weiter sicherzustellen". So steht es in der beschlossenen "Anpassungsstrategie - Klimawandel" der Stadt Frankfurt. Eigentlich können im Wasserwerk Praunheim 2,6 Mio Kubikmeter pro Jahr gefördert werden. Doch Schadstoffe wie chlorierte Kohlenwasserstoffen und Pflanzenschutzmitteln haben zu einer erheblichen Beschränkung für das Wasserwerk geführt. Ob der Klimawandel auch Auswirkungen hat, ist noch unklar. Das führt zur Frage, ob das Wasserwerk mittel-und langfristig eine Zukunftsperspektive hat. Zumal es weitere Bebauung mit RTW, Gewerbegebiet Heerstraß e und Wohnbebauung beiderseits der BAB 5 geben wird/könnte.
- Die Verbesserung der Erhebung von Grundwasserdaten wegen derzeitiger Unsicherheiten wird als Maßnahme in der "Anpassungsstrategie -Klimawandel" gefordert. Wie sieht die Umsetzung aus?
- Die Stadt Frankfurt wächst und wächst. Gleichzeitig haben trinkwasserliefernde Umlandgemeinden in Spessart, Ried und Vogelsberg aufgrund ihrer ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebiete Hindernisse bei der Ausweisung neuer Gewerbegebiete und Wohnflächen. Was sagt die Stadt Frankfurt dazu? Kann sie sich vorstellen, finanzielle Kompensationsleistungen an diese Gemeinden zu leisten? Begründung: Die Sicherung des Grundwassers und der Förderanlagen in Frankfurt ist wohl bedeutend teurer, als sich per Fernleitung Trinkwasser aus dem nahen und fernen Umland liefern zu lassen. Ziel muss es aber weiterhin sein, einen gewichtigen Anteil Frankfurter Trinkwasser vor Ort fördern zu können und zu wollen.
Inhalt
Antrag vom 16.08.2018, OF 343/8
Betreff: Trinkwassergewinnung auch in Frankfurt und für Frankfurt langfristig sichern Teile eines (beantragten) Trinkwasserschutzgebietes befinden sich im Bereich des Stadtteils Niederursel des Ortsbezirkes 8. Förderanlagen sind in der Nachbarschaft in Praunheim verortet. Insgesamt werden wohl 20% des Frankfurter Eigenbedarfs auch auf Frankfurter Stadtgebiet gefördert. Der Ortsbeirat wolle beschließen: Der Magistrat wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:
- "Beim Grundwasser müssen Quantität und Qualität erhalten werden, um die Trinkwassergewinnung weiter sicherzustellen". So steht es in der beschlossenen "Anpassungsstrategie - Klimawandel" der Stadt Frankfurt. Eigentlich können im Wasserwerk Praunheim 2,6 Mio Kubikmeter pro Jahr gefördert werden. Doch Schadstoffe wie chlorierte Kohlenwasserstoffen und Pflanzenschutzmitteln haben zu einer erheblichen Beschränkung für das Wasserwerk geführt. Ob der Klimawandel auch Auswirkungen hat, ist noch unklar. Das führt zur Frage, ob das Wasserwerk mittel-und langfristig eine Zukunftsperspektive hat. Zumal es weitere Bebauung mit RTW, Gewerbegebiet Heerstraß e und Wohnbebauung beiderseits der BAB 5 geben wird/könnte. 2.Die Verbesserung der Erhebung von Grundwasserdaten wegen derzeitiger Unsicherheiten wird als Maßnahme in der "Anpassungsstrategie -Klimawandel" gefordert. Wie sieht die Umsetzung aus?
- Die Stadt Frankfurt wächst und wächst. Gleichzeitig haben trinkwasserliefernde Umlandgemeinden in Spessart, Ried und Vogelsberg aufgrund ihrer ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebiete Hindernisse bei der Ausweisung neuer Gewerbegebiete und Wohnflächen. Was sagt die Stadt Frankfurt dazu? Kann sie sich vorstellen, finanzielle Kompensationsleistungen an diese Gemeinden zu leisten? Begründung: Die Sicherung des Grundwassers und der Förderanlagen in Frankfurt ist wohl bedeutend teurer, als sich per Fernleitung Trinkwasser aus dem nahen und fernen Umland liefern zu lassen. Ziel muss es aber weiterhin sein, einen gewichtigen Anteil Frankfurter Trinkwasser vor Ort fördern zu können und zu wollen.Nebenvorlage: Antrag vom 15.11.2018, OF 358/8 Beratung im Ortsbeirat: 8