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Umbau der Löwenanlage im Zoologischen Garten hier: Bau - und Finanzierungsvorlage

Vorlagentyp: M

Beschlussvorschlag

Der Vorlage M 75 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Begründung

A. Allgemeines

Ziel der Maßnahme ist der Umbau der bestehenden Löwenaußenanlage (erbaut 1954) zu einer besucher-attraktiven und tiergerechten Schauanlage für stark gefährdete Asiatische Löwen (Panthera leo persica). Der Frankfurter Zoo beteiligt sich seit 2001 am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm dieser einst weitverbreiteten Unterart des Löwen, welche in nur noch ca. 350 wildlebenden Exemplaren im nordwestlichen Indien vorkommt. Die Tatsache, dass die weltweite Zoopopulation Asiatischer Löwen mit etwas über 240 Exemplaren nur wenig kleiner ist, mag einen Eindruck von der potentiellen Bedeutung der Zoos für den Fortbestand dieser Tiere vermitteln. Das Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren des BMEL von 2014 fordert für Löwen eine Unterteilbarkeit der Außenanlage in zwei mindestens 100 m2 große Teilbereiche. In diesem Punkt erfüllt die bestehende Anlage die Anforderungen des Gutachtens nicht und muss entsprechend angepasst werden. Der bestehende Wassergraben ist für die Tiere nicht nutzbar, da Löwen nicht baden oder schwimmen. Eine deutliche Vergrößerung der für die Tiere nutzbaren Fläche ist daher möglich und im Interesse des Tierwohls anzustreben. Die Einblick-Situation für unsere Besucher_innen entspricht nicht mehr den Standards moderner Zoogestaltung. Das Ziel der Tierpräsentation in zoologischen Gärten muss es sein, unser Publikum für Wildtiere und insbesondere deren Schutz in den Herkunftsländern zu begeistern und, im Idealfall, zur Unterstützung der Naturschutzaktivitäten zu motivieren. Hierfür ist ein eindrückliches, positives Tiererlebnis der beste Garant.

C. Personalwirtschaftliche Auswirkungen

Durch Trockenlegung des Wassergrabens kann die für die Tiere nutzbare Fläche von bisher ca. 495 m2 auf insgesamt ca. 1030 m2 mehr als verdoppelt werden. Durch eine vielseitige, landschaftlich-topographische Gestaltung mit hochliegenden Aussichtspunkten, Felsstufen, Kletterstämmen, Rückzugsräumen und z.T. beheizbaren Liegeflächen soll den Tieren eine abwechslungsreiche und anregende Umgebung geboten werden, die zu allen Jahreszeiten genutzt werden kann. Im rückwärtigen Bereich der Schauanlage soll sich eine 100 m2 große Absperranlage anschließen. Eine solche Teilanlage erhöht die Flexibilität - und damit die Sicherheit für Tier und Mensch - im Umgang mit unseren Großkatzen deutlich, insbesondere, wenn z.B. einzelne Tiere kurzfristig abgetrennt werden müssen oder die Schauanlage vorübergehend nicht für die Tiere nutzbar sein sollte. Die Trockenlegung des Wassergrabens erfordert die Neugestaltung der besucherseitigen Gehegeeinfriedung, da die Grabentiefe nicht als Sicherung gegen Tierausbruch ausreicht. Diese Neugestaltung ermöglicht die Umsetzung von neuen, weit vielseitigeren Einblicken in die Anlage um modernen tiergärtnerischen Standards sowie den gestiegenen Ansprüchen unserer Besucher_innen gerecht zu werden. Neben einem freien Blick über den Trockengraben hinweg, soll die Anlage Schauscheiben auf verschiedenen Ebenen bieten, an denen die Tiere aus nächster Nähe zu erleben sein werden. An einem solide verschließbaren Gitterbereich wird sich erstmals die Möglichkeit bieten, das medizinische Tiertraining unserer Großkatzen auch für unsere Besucher_innen erlebbar zu machen.

Beratungsverlauf 3 Sitzungen

Sitzung 3
OBR 4
TO II, TOP 14
Angenommen
Der Vorlage M 75 wird zugestimmt.
Zustimmung:
Alle
Sitzung 3
Haupt- und Finanzausschusses
TO I, TOP 36
Angenommen
Der Vorlage M 75 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP AFD VOLT ÖkoLinX-ELF BFF-BIG FRAKTION IBF Gartenpartei
Sitzung 4
Stadtverordnetenversammlung
TO II, TOP 32
Angenommen
Der Vorlage M 75 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP AFD VOLT ÖkoLinX-ELF BFF-BIG FRAKTION IBF Gartenpartei