Neukonzeptionierung der Frankfurter Sozialberichterstattung
Beschlussvorschlag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Vorlage M 14 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
Begründung
A. Allgemeines
Bislang wurden die vorgegebenen Themenbereiche der Stadtverordneten (siehe Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 26.02.1998, § 1642, und vom 31.05.2012, § 1746) in regelmäßigen Abständen durch die Sozialberichterstattung im Jugend- und Sozialamt erarbeitet. Dies geschah vorrangig auf der Datengrundlage amtlicher Statistiken und eigens erhobener Daten. Die Berichte waren dabei weitgehend in sich abgeschlossen und boten wenig Möglichkeit für die Fachplanungen, an den Ergebnissen anzuknüpfen und die folgenden Planungsschritte auf diesen Ergebnissen aufzubauen. Ein solches Vorgehen widerspricht dem allgemeinen Verständnis einer integrierten und kooperativen Jugendhilfe- und Sozialplanung, die das Ziel verfolgt, die soziale Infrastruktur, das bürgerschaftliche Engagement sowie das soziale Miteinander im Sozialraum so zu gestalten und zu fördern, dass die soziale Teilhabe für alle Bewohner:innen gesichert sowie Benachteiligungs- und Armutsentwicklungen abgebaut werden können. Zudem beinhaltet eine integrierte und kooperative Sozialplanung die Beteiligung weiterer Fachplanungen aus anderen Ämtern sowie für die Planung relevante Akteure, um so gemeinsam Lösungen für bestehende Problemlagen zu entwickeln. Für die Sozialberichterstattung stellt sich hierbei die Aufgabe, im Vorfeld der fachlichen Planungsprozesse die soziale und wirtschaftliche Situation der Bewohner:innen insgesamt sowie einzelner Zielgruppen zu untersuchen und auf bestehende Problemlagen hinzuweisen. Hierbei werden möglichst umfangreiche Datenquellen genutzt, um ein möglichst differenziertes Bild über die Lage der Bevölkerung und den ausgewählten Zielgruppen zu erhalten. Neben den Auswertungsergebnissen aus den amtlichen Statistiken sollen zukünftig verstärkt auch Kenntnisse, Erfahrungen und Handlungsvorschläge relevanter Akteure und Fachplanungen berücksichtigt werden. Auch sollen sich Bedarfe und Wünsche ausgewählter Zielgruppen verstärkt in den Berichtsergebnissen wiederspiegeln. In Frankfurt am Main soll zukünftig eine kooperative und integrative Sozialplanung verfolgt werden, um notwendige Grundlagen sicherstellen zu können, die Entscheidungen für eine präventive und kompensatorische Sozialpolitik ermöglichen und gleichzeitig wichtige Handlungsfelder aufzeigen, um hieraus wichtige Zielsetzungen für Planungsprozesse abzuleiten. Für eine zukünftige kooperative und integrative Sozialplanung gilt es, in die Erarbeitung der Sozialberichte neu zu konzeptionieren.
D. Klimaschutz
Es sind keine zusätzlichen Kosten durch die Neukonzeptionierung zu erwarten.