Mehr Ausbildungsplätze in der Stadtverwaltung und in städtischen Gesellschaften
Inhalt
Bericht des Magistrats vom 06.02.2015, B 53
Betreff: Mehr Ausbildungsplätze in der Stadtverwaltung und in städtischen Gesellschaften Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 22.05.2014, § 4505 - E 62/06 CDU und GRÜNE, l. B 86/14 - Seit 2008 berichtet der Magistrat jährlich, erstmals am 22.02.2008 auf der Grundlage der Einstellungsquoten für die Jahre 2006 und 2007. Als eine der größten Arbeitgeberinnen im Ballungsraum Rhein/Main ist der Stadt Frankfurt am Main bewusst, dass hieraus eine besondere Verpflichtung und Verantwortung gegenüber ausbildungsplatzsuchenden jungen Menschen resultiert. Der Magistrat stellt sich dieser arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Verantwortung. Ausbildung von Nachwuchskräften ist eine gesamtstädtische Aufgabe und Herausforderung. Ihr kommt aufgrund der Auswirkungen der demografischen Entwicklung und des sich weiter verschärfenden Mangels an Fachkräften eine immer größere Bedeutung zu. Dies zeigt sich zum einen in den hohen Ausbildungsquoten. Zum anderen aber auch in dem Bestreben, das Ausbildungsangebot in den nicht speziell für den öffentlichen Dienst ausgebildeten Berufen zu erhöhen bzw. zu erweitern. Eine Ausweitung des Ausbildungsengagements ist sehr stark von den Möglichkeiten und Kapazitäten der fachpraktischen Ausbildungsstellen in den Ämtern und Betrieben abhängig. Die Ämter und Betriebe stellen im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach wie vor viele Ausbildungsplätze in den dezentral finanzierten Berufsbildern zur Verfügung. Sie bilden auch weiterhin über den eigenen Bedarf hinaus aus. Das Personal- und Organisationsamt arbeitet eng mit den Ämtern und Betrieben zum Thema Ausbildung von Nachwuchskräften zusammen. Neben der jährlichen Abfrage der Ausbildungsmöglichkeiten, steht die Unterstützung bei Auswahlverfahren und die Durchführung von Werbemaßnahmen zur Imagepflege und Rekrutierung von Auszubildenden im Vordergrund. Außerdem wird Hilfe bei der Implementierung neuer Berufe angeboten. Das Spektrum der Ausbildungsberufe ist aktuell um den Beruf d. Vermessungstechniker/in auf insgesamt 21 verschiedene Berufsbilder ausgeweitet worden. Wieder ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Somit bietet die Stadtverwaltung neben dem mittleren und gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst insgesamt folgende Berufe und Studiengänge an: Büro und Verwaltung: Ausbildung: Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement Veranstaltungskauffrau/Veranstaltungskaufmann Verwaltungsfachangestellte/r (Kommunalverwaltung) Studium: Bachelor of Arts in Public Administration Inspektoranwärterin/Inspektoranwärter (Bachelorstudiengang) Medien und IT Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste (Bibliothek) Fachinformatikerin/Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung) Fachinformatikerin/Fachinformatiker (Systemintegration) Technik und Handwerk: Fachkraft für Abwassertechnik Forstwirtin/Forstwirt Gärtnerin/Gärtner (Garten- und Landschaftsbau)
Gärtnerin/Gärtner (Zierpflanzenbau) Kfz-Mechatronikerin/Kfz-Mechatroniker (Nutzfahrzeugtechnik) Konstruktionsmechanikerin/Konstruktionsmechaniker
Mechanikerin/Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik Tischlerin/Tischler Vermessungstechnikerin/Vermessungstechniker Gesundheit, Pflege und Hygiene: Gesundheitsaufseherin/Gesundheitsaufseher Hauswirtschafterin/Hauswirtschafter Medizinische Fachangestellte/r
Tierpflegerin/Tierpfleger (Zoo) Nicht alle genannten Berufe werden in jedem Jahr ausgebildet, einige nur im dreijährigen Turnus, bedingt durch die räumlichen und personellen Kapazitäten in den fachpraktischen Ausbildungsstellen. Für das Einstellungsjahr 2015 beabsichtigt die Stadt Frankfurt am Main einschließlich der Eigenbetriebe 210 neue Auszubildende, Studierende und Anwärter/-innen, darunter ist auch der feuerwehrtechnische Dienst gefasst, einzustellen. Die Anstrengungen der vergangenen Jahre zeigen ihre positiven Wirkungen, sodass insgesamt die Anzahl der Ausbildungsplätze 2015 gegenüber dem Jahr 2006 durchschnittlich jedes Jahr um 7 % gestiegen sind. Die Bedarfsabfrage für die zentral finanzierten Berufsbilder ergab für 2015 einen Gesamtbedarf von 128 Nachwuchskräften, gleichbleibend hoch wie im Vorjahr. In den dezentral finanzierten Berufen hat sich die Ausbildungsquote im Vergleich zum Vorjahr um 38 % erhöht. Gegenüber der Einstellungsquote aus dem Jahr 2006 und dem Einstellungsjahr 2015 ist sogar eine Erhöhung des prozentualen Anteils im fachspezifischen Bereich von gut 60% feststellbar. Der Magistrat wird im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterhin die Gesellschaften mit städtischer Mehrheitsbeteiligung auffordern, den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zu beachten.