Regionaltangente-West muss die Siedlungen in Sossenheim erschließen!
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Bericht des Magistrats vom 09.08.2010, B 504
Betreff: Regionaltangente-West muss die Siedlungen in Sossenheim erschließen! Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 09.07.2009, § 6390 - NR 1465 CDU, OA 906 OBR 6, B 69/10 - Zwischenbericht: Nach Angaben der RTW-Planungsgesellschaft liegen inzwischen erste Erkenntnisse zu den geforderten Variantenuntersuchungen vor: Streckenabschnitt Umsteigebahnhof Eschborn-Süd/Bahnhof Sossenheim Die Trassierungsplanungen zeigen, dass die angeregte, an die A 66 herangerückte, Trassierung der RTW mit einem Haltepunkt östlich der Siegener Straße für die Carl-Sonnenschein-Siedlung und anschließender Querung der Autobahn in Richtung Eschborn grundsätzlich möglich ist. Die größtmögliche Annäherung an die A 66 muss noch mit der Autobahnverwaltung abgestimmt werden. Die vergleichende Bewertung mit der Ausgangstrassierung über Eschborn Camp-Phönix-Park, für die ebenfalls noch Untersuchungen zu Detailfragen laufen, ist noch nicht abgeschlossen. Streckenabschnitt Bahnhof Höchst/Regionalbahnhof Flughafen Die Westumfahrung des Industrieparks Höchst war von Anfang an Bestandteil der Variantenuntersuchungen. Nach dem derzeitigen Planungsstand könnte die Trasse der RTW östlich des Haltepunkts Sindlingen von der Strecke in Richtung Wiesbaden zunächst nach Norden abzweigen und anschließend diese Strecke und die Hoechster-Farben-Straße höhenfrei in Richtung Tor West des Industrieparks überqueren. Ein Haltepunkt zwischen dem Tor West und der Ortslage Sindlingen wäre möglich. Für die Trassierung entlang des Industrieparks und über die Werksbrücke West müssten Flächen und Infrastruktur des Industriepark-Betreibers Infraserv genutzt werden. Hierzu werden derzeit Gespräche geführt. Von maßgeblicher Bedeutung für diese Variante ist jedoch die Frage, wie die Führung der RTW im westlichen Bahnhofsvorfeld des Bahnhofs Höchst erfolgen kann. Die RTW soll hier am derzeit nicht genutzten Bahnsteig 4 (Gleise 7 und 8) halten. Es ist noch zu klären, ob von hier aus die Strecke nach Wiesbaden bzw. der Bahnhof Farbwerke höhengleich erreicht werden kann, ohne den Betrieb der S1 und S2 sowie der Regionalzuglinien 10 und 20 sowie des Güterverkehrs zu beeinträchtigen. Die Untersuchungen hierzu laufen noch. Die vergleichende Bewertung mit der Ausgangstrassierung östlich des Industrieparks, für die ebenfalls noch Untersuchungen zu Detailfragen laufen, ist noch nicht abgeschlossen. Eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) im eigentlichen Sinn bzw. eine Überarbeitung der alten NKU im Hinblick auf eine Neuberechnung des NKU Faktors ist nicht beabsichtigt. Wenn Varianten in Abweichung von der Vorzugsvariante der NKU realistisch werden, dann soll eine Sensitivitätsuntersuchung durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Sensitivitätsuntersuchung ist dann zu prüfen wie sich der Nutzen zu den Kosten der einzelnen Maßnahme verhält.