Geltendes Gräbergesetz für Frankfurter Opfer der NS-'Euthanasie' umsetzen und Grabsteine der NS-'Euthanasie'-Gräber in Frankfurt korrigieren
Vorlagentyp: B
Bericht
Ergänzend zu B 275 vom 24.06.2022 berichtet der Magistrat, dass der angekündigte Termin zwischen dem Denkmalamt, dem Grünflächenamt und dem Kulturamt stattgefunden hat und ergänzt wie folgt:
- Die Grabesplatten aus rotem Sandstein sind weitgehend in einem guten Zustand, einige sind leicht verschoben, eine Platte ist durch eine Baumwurzel angehoben. Die flach geneigte Lage hat jedoch zu einem erheblichen Besatz mit Flechten und Moos geführt. Zudem weisen einige Platten besonders unter dem Nadelbaum erhebliche Schäden auf. Sowohl bezüglich der Reinigung als auch in Bezug auf die Erhaltung sind Maßnahmen erforderlich. In dem Zusammenhang wird sich das Denkmalamt mit dem Hessischen Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden austauschen und eine Begutachtung der Steinplatten sowie eine folgende Steinkonservierung in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt in die Wege leiten.
- Bezüglich des Wunsches, das Urnenfeld aufzuwerten und die Geschichte zu verdeutlichen, sind in der Vergangenheit verschiedene Möglichkeiten diskutiert worden. Ziel ist, die Geschichte des Ortes und die Hintergründe der 'Euthanasie' deutlich zu machen, aber auch die falschen Angaben zu Sterbedatum und Sterbeort zu berichtigen und den Grund dafür darzustellen. Dazu steht bereits direkt am Feld eine erklärende Tafel. Und für die Grabsteine, die zwischen vier bis sechs Namen tragen, war eine Zusatztafel aus Stein jeweils am unteren Ende der Bestandssteine im Gespräch. Bei dem oben genannten Termin wurde diesbezüglich Folgendes festgestellt: Die zur Hälfte kleineren ergänzenden Steintafeln würden in sehr viel kleinerer Schrift einzig Raum für korrigierte Daten bieten. Platz für weitere Erklärungen wäre nicht vorhanden. Durch die zusätzlichen Steintafeln wäre die Erreichbarkeit von Personen (darunter besonders ältere Angehörige), die auf eine Gehhilfe (Rollator) angewiesen sind oder im Rollstuhl sitzen, nicht mehr gewährleistet. Die Zuwege wären sehr stark eingeschränkt und die Zugänglichkeit zum Gedenkstein sehr schwierig oder sogar unmöglich. Zudem kann das 'Euthanasie'-Feld nur unter Schwierigkeiten gärtnerisch gepflegt werden. Vor dem Hintergrund des Themas 'Euthanasie' und der Wichtigkeit, den Besucherinnen und Besuchern sowie besonders Schulklassen weiterführende Informationen nahezubringen und eine aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte an diesem wichtigen Platz dauerhaft zu gewährleisten, schlägt der Magistrat eine Ergänzung mit einem QR-Code anstelle der zusätzlichen Steintafeln vor. Dies auch vor dem Hintergrund, dass nach Erstellung der Datenbank (der erste Schritt für die Anfertigung der Datenbank für die Frankfurter 'Euthanasie'-Opfer - die wissenschaftliche Recherche - wurde schon beauftragt) eine Verlinkung angelegt werden kann. Auf diese Weise kann für das wichtige Thema die gebührende Aufmerksamkeit und Fortdauer gewährleistet werden. So würde ein kleines Edelstahlschild mit dem QR-Code in der oberen rechten Ecke der bestehenden Steinplatten angebracht werden. Das federführende Kulturamt wird die Maßnahme betreuen und nach Begutachtung der Steinplatten sowie erfolgter Kostenschätzung für die Steinkonservierung einerseits und einer weiteren erfolgten Kostenschätzung für die Produktion bzw. Anbringung der kleinen Edelstahltafeln mit QR-Code andererseits beim Regierungspräsidium Darmstadt einen Antrag zur Finanzierung stellen.
Beratungsverlauf 19 Sitzungen
Sitzung
17
OBR
14
TO I, TOP 14
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR
10
TO II, TOP 25
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR
11
TO II, TOP 12
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR 6
TO I, TOP 34
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
16
OBR 7
TO II, TOP 7
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR
16
TO I, TOP 16
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR
13
TO I, TOP 14
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR 4
TO II, TOP 16
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR 9
TO II, TOP 15
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP
Ablehnung:
BFF
Sitzung
17
OBR
15
TO I, TOP 20
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR 2
TO II, TOP 32
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR 1
TO I, TOP 49
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR 3
TO I, TOP 45
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR 8
TO I, TOP 27
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR 5
TO I, TOP 52
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
17
OBR
12
TO I, TOP 27
Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis.
Zustimmung:
Alle
Sitzung
15
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 24
nicht auf TO Die Vorlage B 477 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP AFD VOLT BFF-BIG
Ablehnung:
Vierter Absatz Zurückweisung FRAKTION Gartenpartei
Sitzung
15
Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport
TO I, TOP
18
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage B 477 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP AFD VOLT ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung
16
Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport
TO I, TOP
11
nicht auf TO Die Vorlage B 477 dient als Zwischenbericht zur Kenntnis. Die im Bericht vorgeschlagene Ergänzung mit QR-Code anstelle von Steintafeln wird für nicht zielführend gehalten und der Magistrat gebeten, eine andere Lösung vorzuschlagen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU ÖkoLinX-ELF Linke AFD BFF-BIG FRAKTION