Machbarkeitsstudie einer schienengebundenen Verbindung der östlichen Frankfurter Stadtteile Seckbach, Riederwald, Fechenheim-Nord, Fechenheim-Süd, der Gewerbegebiete Seckbach, Fechenheim-Nord, Carl-Benz-Straße untereinander und mit Offenbach
Inhalt
Bericht des Magistrats vom 16.09.2019, B 340
Betreff: Machbarkeitsstudie einer schienengebundenen Verbindung der östlichen Frankfurter Stadtteile Seckbach, Riederwald, Fechenheim-Nord, Fechenheim-Süd, der Gewerbegebiete Seckbach, Fechenheim-Nord, Carl-Benz-Straße untereinander und mit Offenbach Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 27.06.2019, § 4130 - OA 397/19 OBR 11 - Wegen der dynamischen Entwicklung Frankfurts und der besonderen Rolle, die in diesem Zusammenhang dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zukommt, wird die Fortschreibung des Gesamtverkehrsplans Frankfurt am Main - Teil Schiene 2030 vorbereitet. Im Rahmen der GVP-Untersuchungen werden verschiedene Infrastrukturmaßnahmen zur Optimierung der Schienenanbindung des Frankfurter Ostens untersucht. So wird z. B. - die Straßenbahnverlängerung von der Hugo-Junkers-Straße nach Offenbach, - die Stadtbahnverlängerung von der Seckbacher Landstraße über den Atzelberg nach Bergen, - die Stadtbahnverlängerung von der Endhaltestelle Enkheim zum Riedbad/Riedschule und - ein Abzweig von der Stadtbahnstrecke Am Erlenbruch über die Wächtersbacher Straße nach Osten zur Verknüpfung mit dem Regionalverkehr geprüft. Erst bei einem positiven Ergebnis im Rahmen der GVP-Untersuchungen werden die Maßnahmen durch entsprechende Machbarkeitsstudien konkretisiert. Ob darüber hinaus ein Bedarf an Schienenmaßnahmen besteht, wie z.B. eine tangentiale Verbindung zwischen den vom Ortsbeirat genannten Bereichen, wird im Rahmen der GVP-Untersuchungen geklärt. Der Anregung des Ortsbeirates, eine Verschwenkung der Linie U 4 unter Nutzung des im Zuge der Nordmainischen S-Bahn zu realisierenden Tunnels unter den Bahngleisen zu prüfen, ist der Magistrat mit folgendem Ergebnis gefolgt. Aufbauend auf der Vorplanungsvorlage (Vortrag des Magistrats M 34 vom 19.02.2010), der vom Ortbeirat 11 am 15.03.2010 und mit Beschluss § 7874 am 25.03.2010 von der Stadtverordnetenversammlung zugestimmt wurde, ist eine Straßenunterführung in Verlängerung der Ernst-Heinkel-Straße vom Magistrat in das Planfeststellungsverfahren zu Nordmainischen S-Bahn eingebracht worden. Diese Planung sieht eine Unterquerung der Gleise vor, die nördlich direkt an die Orber Straße und südlich direkt an die Hanauer Landstraße angebunden wird. Die nördliche wie die südliche Rampe zur Unterquerung erreicht mit ungefähr 8 % eine Neigung, die nicht stadtbahngängig ist. Um mit Stadtbahnfahrzeugen befahren werden zu können, müssten die Rampen auf ungefähr die doppelte Strecke verlängert werden. Dies hätte zur Folge, dass sowohl die Orber Straße als auch die Hanauer Landstraße jeweils auch noch unterfahren werden müssten. Der Magistrat wird daher an der im laufenden Planfeststellungsverfahren der Nordmainischen S-Bahn als "Eisenbahnüberführung Ernst-Heinkel-Straße" bezeichneten Planung festhalten. Sollten im Rahmen der GVP-Untersuchungen stadtbahnwürdige Verkehrswerte für eine der Anregung des Ortsbeirates entsprechende Verbindung der östlichen Frankfurter Stadtteile ermittelt werden, ist anschließend deren technische Realisierbarkeit in Machbarkeitsuntersuchungen vertiefend zu klären.