a) Mehr Ausbildungsplätze in der Stadtverwaltung und in städtischen Gesellschaften b) Controlling des Personalwachstums
Inhalt
Bericht des Magistrats vom 03.06.2024, B 223
Betreff: a) Mehr Ausbildungsplätze in der Stadtverwaltung und in städtischen Gesellschaften b) Controlling des Personalwachstums Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 28.09.2023, § 3724 - E 62/06 CDU/GRÜNE, E 86/17 CDU/GRÜNE, l. B 274/23 - Der Stellenplan 2023 sieht die Neuschaffung von 261 Stellen vor. Ferner wurden drei Stellen vom Eigenbetrieb Hafen- und Marktbetriebe der Stadt Frankfurt am Main und zwei Stellen vom Eigenbetrieb Städtische Kliniken Frankfurt am Main - Höchst (durch den Wechsel von Mitarbeitenden) in die Gemeindeverwaltung verlagert, sodass der Stellenplan in Summe eine Erhöhung um 266 Stellen ausweist. Schwerpunkte wurden dabei vor allem bei der Umsetzung des durch die Gesundheitsministerkonferenz beschlossenen Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) sowie der Aufstockung der Personalkapazitäten in den Schulsekretariaten über das Programm "Starke Heimat Hessen" gesetzt. Die Stellen werden vollständig refinanziert. Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 20.07.2023, § 3563 wurde der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2023 mit den Veränderungen aus den beschlossenen Etatanträgen und der Stellenplan (Beschluss der Stadtv.-Vers. vom 20.07.2023, § 3565) beschlossen. Da der Haushalt 2023 zum 15.12.2023 Rechtskraft erlangt hat, war eine Besetzung der 261 neugeschaffenen Stellen ab diesem Zeitpunkt möglich. Von den 261 Stellenneuschaffungen waren zum Stand 31.12.2023 lediglich 40 Stellen besetzt. Der Besetzungsgrad ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie z. B. der Zahl der Beschäftigten ohne Bezüge auf Planstellen (Stand: 31.12.2023 rund 431 Stellen insbesondere durch Elternzeiten), der Zahl der Beschäftigten in Teilzeit, der Personalfluktuation, der Wiederbesetzungssperre und dem Zeitpunkt von Stellenfreigaben, der Dauer von Auswahl- und Besetzungsverfahren sowie der frühestmöglichen Übernahme von Bewerber:innen auf besetzbare Stellen. Dies vorangestellt, wird zu den gewünschten Eckpunkten wie folgt berichtet: Personalwirtschaftliche Eckdaten: Stellen- und Beschäftigtenzahlen Die Entwicklung von Stellenbestand und Beschäftigtenzahlen in der Gemeindeverwaltung stellt sich für den Zeitraum von 2019 - 2023 in absoluten Zahlen wie folgt dar: Jahr Planstellen (Soll) besetzte Planstellen (Ist) besetzte Hilfsstellen
(Ist) Besetzungs- grad Beschäftigte absolut 2019 9.855 8.576 87% 10.714 2020 10.025 8.689 87% 10.967 2021 10.279 8.764 85% 11.073 2022 10.379 8.844 85% 11.237 2023 * 10.645 9.023 413 89% 11.395 Steigerung absolut 790 447 681 Steigerung in % 8,01% 5,21% 6,36% * Um die Aussagefähigkeit im Sinne einer transparenten Darstellung zu verbessern, wird der Besetzungsgrad gegenüber dem Vorjahr in geänderter Darstellung ausgewiesen. Ab sofort werden die besetzten Planstellen und die besetzten Hilfsstellen (für Nachwuchskräfte nach Beendigung der Ausbildung (264,69) und für Sonstige (148,39)) im Verhältnis zur Gesamtzahl der Planstellen dargestellt. Der Besetzungsgrad (inkl. dieser rund 413 Hilfsstellen) ist vor diesem Hintergrund zum Stand 31.12.2023 auf 89% gestiegen. Demografische Entwicklung Die Entwicklung des Durchschnittsalters der Beschäftigten in der Gemeindeverwaltung (jeweils zum Stand: 31.12.) zeigt im Berichtszeitraum insgesamt eine geringfügige Verminderung: Beschäftigte Durchschnittsalter Jahr Beamt:innen Arbeitnehmer:innen gesamt 2019 44,22 44,29 44,27 2020 43,76 44,21 44,08 2021 43,47 44,39 44,13 2022 43,30 44,44 44,12 2023 43,09 44,47 44,09 Steigerung absolut -1,13 0,18 -0,18 Steigerung in % -2,56% 0,41% -0,41% Die Altersstruktur der Beschäftigten in der Gemeindeverwaltung stellt sich zum Stand 31.12.2023 wie folgt dar: Beim Durchschnittsalter der Beschäftigten ist im Betrachtungszeitraum insgesamt ein leichter Rückgang festzustellen. Das derzeitige Durchschnittsalter ist mit 44,09 Jahren zwar verhältnismäßig hoch, liegt aber im Bereich des Durchschnittsalters der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Entwicklung der Krankheitstage Nachdem in den Jahren 2019 bis 2022 die Entwicklung des Krankenstandes der Mitarbeitenden der Stadt Frankfurt am Main einen sukzessiven Anstieg der durchschnittlichen Fehlzeiten von 25,9 auf 33,4 Kalendertage je Mitarbeitendem aufwies, war zuletzt ein Rückgang des Krankenstandes vom Kalenderjahr 2022 auf das Kalenderjahr 2023 von 1,1 Kalendertagen (32,3 Kalendertage in 2023) zu verzeichnen. Trotz dieser positiven Entwicklung ist das Niveau der Fehlzeiten weiterhin hoch. Insgesamt liegt der Krankenstand in der Stadtverwaltung im Betrachtungszeitraum nahe der Krankenquote, die der Deutsche Städtetag für die Mitgliedsstädte mit mehr als 500.000 Einwohner:innen erhoben hat. Zum Zeitpunkt dieser Berichtserstattung liegt der Wert für das Jahr 2023 noch nicht vor. Erneut sehr hohe Krankenstände sowie neue Höchststände wurden in diesem Jahr in der bundesweiten Betrachtung bereits durch verschiedene Krankenkassen für ihre Versicherten festgestellt (z. B. AOK, TK, DAK). Dabei machen Erkältungskrankheiten, Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems sowie psychische Erkrankungen die drei Hauptdiagnosegruppen aller krankheitsbedingten Fehlzeiten aus. Der Anstieg der Fehlzeiten innerhalb der Stadtverwaltung bis zum Jahr 2022 sowie das Verharren der Zahlen auf einem hohen Niveau bestätigen damit den gesamtgesellschaftlichen Trend und untermauern die Bedeutung der Prävention. Den ansteigenden Krankenständen und damit verbundenen Belastungen entgegenzuwirken, ist deshalb ein zentrales Ziel im strategischen Personalmanagement. Das Wirkungsziel "Senkung des Krankenstandes" wurde darauf ausgerichtet und die notwendigen Schritte wurden eingeleitet. Aus den Daten zum Krankenstand der einzelnen Ämter und Betriebe aus vier Kalenderjahren (2019-2022) wurde zunächst ermittelt, welche der Organisationen über dem gesamtstädtischen durchschnittlichen Krankenstand liegen. Es wurden insgesamt 10 Ämter und Betriebe identifiziert. Diese sogenannten Fokusämter/-betriebe wurden mit der aktuellen Auswertung einschließlich der Daten aus 2023 bestätigt. Sie werden seit 2023 sukzessive auf Basis einer detaillierteren Analyse der Daten und der Rahmenbedingungen des Arbeitens gezielt darin unterstützt, insbesondere durch präventive Handlungsansätze ein gesünderes Arbeitsumfeld für ihre Mitarbeitenden zu schaffen. Hierfür wurde ein BGM-Unterstützungsprozess entwickelt, der zunächst in Zusammenarbeit mit Führungs- und Fachkräften - einschließlich der Personalvertretung - des jeweiligen Amtes/Betriebes vorsieht, die amts-/betriebsspezifischen "Fokusbereiche" zu lokalisieren. Bei der anschließenden Analyse der Ist-Situation dieser Bereiche kommt ein Leitfaden zum Einsatz, der gruppiert in acht Handlungsfelder Aspekte benennt, die für das Krankheitsgeschehen von Bedeutung sein können. Die Handlungsfelder sind: - Arbeits- und Gesundheitsschutz, - Betriebliches Eingliederungsmanagement, - Betriebliche Gesundheitsförderung, - Krankenstand, - Gesundes Führen, - Qualifikation und Fähigkeiten der Mitarbeitenden, - Organisationskultur, - Umgang mit Überstunden/Mehrarbeit. Auf der Grundlage dieses ganzheitlichen Blicks lassen sich Handlungsansätze und Aktivitäten für ein soziales und gesundes Arbeitsumfeld sowie zur Förderung der Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Mitarbeitenden erarbeiten. Das Instrument des Unterstützungsprozesses wurde so konstruiert, dass auch die Ämter und Betriebe, deren Krankenstand unter dem städtischen Schnitt liegt, in der Lage sind, die vorgesehenen Schritte eigenständig zu durchlaufen. Grundsätzlich lässt das Instrument Raum, um die Gegebenheiten und Bedarfe vor Ort zu berücksichtigen. Die Vielfalt der Aufgaben der Stadtverwaltung mit ihren spezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen erfordert dieses zielgerichtete und auf die jeweiligen Bereiche abgestellte Vorgehen. Jahr Durchschnittliche Krankheitstage (Kalendertage) je Mitarbeiter:in Quote in % (gerundet) (Vergleichs-)Quote in % Mitgliedstädte des Dt. Städtetages (Städte der Größenklasse > 500.000 Einwohner:innen) 2019 26,7 7,3 7,8 2020 29,0 7,9 7,9 2021 27,9 7,6 7,5 2022 33,4 9,2 9,3 2023 32,3 8,8 Noch nicht veröffentlicht Bei der Interpretation der Kennzahlen ist zu berücksichtigen, dass neben der Corona- Pandemie auch Anpassungen der Auswertungskriterien bzw. der Datengrundlage zu einer Steigerung der Krankenquote von 0,6 Prozentpunkten im Jahr 2020 geführt haben. Personalgewinnung Entwicklung der Ausbildungs- und Studienplätze Mit dem immer stärkeren Wachstum der Stadt geht trotz Aufgabenkritik und der Betrachtung möglicher Effizienzsteigerungen parallel ein Aufgabenzuwachs der Stadtverwaltung einher. Auch die Digitalisierung von Verwaltungstätigkeiten inklusive die Umsetzung des Onlinezugangsgesetz (OZG) gilt es in den kommenden Jahren zu meistern. Die per Magistrats-Beschluss festgelegte Einstellungsquote entfaltet in vier Jahren mit der Übernahme der gut ausgebildeten Nachwuchskräfte ihre Wirkung und trägt dazu bei, die Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung zu sichern. Die in den Ämtern und Betrieben abgefragten Bedarfe für das Einstellungsjahr 2023 lagen bei den zentral vom Personal- und Organisationsamt finanzierten Berufsbildern bei 234 Nachwuchskräften. Damit stieg der Bedarf an Nachwuchskräften im Vergleich zum Einstellungsjahr 2022 um 24 Plätze. Nachdem wegen der angespannten Haushaltslage in den Jahren 2021 und 2022 die Einstellungsquote auf 210 Nachwuchskräfte im zentral-finanzierten Bereich eingefroren wurde, konnte sie nun leicht erhöht werden. Somit belief sich die endgültige Einstellungsquote für das Einstellungsjahr 2023 auf insgesamt 220 Nachwuchskräfte in den Berufsbildern Bachelor of Arts in Public Administration, Bachelor of Arts Digitale Verwaltung, Fachinformatiker:in; Kaufleute für Büromanagement und Verwaltungsfachangestellte:r. Blickt man auf die dezentral ausgebildeten und finanzierten Berufsbilder, so stellte die Stadt Frankfurt am Main im Jahr 2023 in mehr als 20 verschiedenen Berufsbildern ein. Sie kommt trotz der sich verschärfenden Finanzlage ihrer arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Verantwortung als eine der größten Arbeitgeberinnen der Rhein-Main-Region nach. Entwicklung Stellenausschreibungen Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Anzahl der Stellenausschreibungen in den vergangenen Jahren: Gesamtanzahl der Stellenausschreibungen pro Jahr Jahr nur intern parallel intern und extern nur extern gesamt 2016 214 268 65 547 2017 285 450 75 810 2018 245 479 134 858 2019 176 466 93 735 2020 140 520 34 694 2021 140 597 63 800 2022 166 767 70 1003 2023 161 849 61 1071 Personalentwicklung Die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung erhalten auf Basis eines strategischen Rahmens eine individuelle Personalentwicklung. Die zahlreichen Themenbereiche und Einzelthemen in der Personalentwicklung sind vielfältig und werden in Frankfurt seit vielen Jahren sowohl zentral durch das Personal- und Organisationsamt als auch dezentral in den Ämtern und Betrieben in den unterschiedlichsten Bereichen intensiv umgesetzt. So umfasst z. B. das zentrale städtische Fortbildungsprogramm über 200 einzelne Fortbildungen. Anstehende Veränderungsprozesse innerhalb der Stadtverwaltung, wie beispielsweise die digitale Transformation und eine damit einhergehende Kulturveränderung, werden durch die zentrale Personalentwicklung des Personal- und Organisationsamtes unterstützt. Die Kulturveränderung umfasst in besonderer Weise das eigenverantwortliche und lebenslange Lernen. Weiterhin werden durch verschiedene Fortbildungen die Führungskompetenzen verbessert und das stadtweite Führungsverständnis verbindlich implementiert und weiterentwickelt. Förderung der digitalen Kompetenzentwicklung Mit einer zielgruppenorientierten und passgenauen Kompetenzentwicklung begleitet die Personalentwicklung den digitalen Wandel in der Stadtverwaltung aktiv mit. Ausgehend von einer im Sommer 2019 erarbeiteten Personalentwicklungsstrategie zur digitalen Kompetenzentwicklung wurden Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungsangebote von der Zentralen Personalentwicklung weiterentwickelt und die im Jahr 2019 begonnenen Aktivitäten fortgesetzt. Für das modular aufgebaute Qualifizierungsangebot "Digitalisierungsexpert:in", das seit 2020 zum städtischen Fortbildungsprogramm gehört, besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage. Die Qualifizierung richtet sich an alle Führungskräfte und Mitarbeitenden der Stadtverwaltung. Im Jahr 2023 wurde die Qualifizierungsreihe, die sich über vier Module erstreckt, von internen und externen Fachkräften zwei Mal im Online- als auch Präsenz-Format durchgeführt (insgesamt 14 Runden seit dem Start der Qualifizierungsreihe im Jahr 2020). Als begleitende Maßnahme fanden 2023 drei Termine des Formats "Digital Friday" als Community of Practice Angebot statt, das zuletzt auch als BarCamp in Präsenz durchgeführt wurde. Im Rahmen der Community of Practice vernetzen sich die bisher 180 qualifizierten Digitalisierungsexpert:innen aus allen Ämtern und Betrieben sowie Fachexpert:innen der Stadtverwaltung und interessierte Führungskräfte miteinander und fördern so die kompetenzorientierte Wissenserweiterung untereinander. Das Netzwerk Digitalisierungsexpert:innen wächst permanent weiter und etabliert sich immer mehr als selbstorganisiertes Lern- und Wissenstransferformat innerhalb der Stadtverwaltung. Eine eigene SharePoint-Seite im Intranet, die mittlerweile von 250 User:innen stadtweit genutzt wird, unterstützt die Digitalisierungsexpert:innen dabei, das Wissen in der Stadtverwaltung aufzubauen, zu verteilen und sich untereinander zu vernetzen. Um die Führungskräfte noch stärker in diesen Prozess einzubinden und sie als Stakeholder:innen für die Digitalisierungsexpert:innen in ihren Organisationseinheiten zu gewinnen, wurden seit 2022 insgesamt fünf Info-Treffs für städtische Führungskräfte aller Hierarchieebenen, inklusive der Amts- und Betriebsleitungen, virtuell durchgeführt. Darüber hinaus hatte eine Mitarbeiterin der Zentralen Personalentwicklung im vergangenen Jahr die Gelegenheit, in einem Podcast der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) mit Vertreter:innen der Stadt München über die Bedeutsamkeit von Netzwerken im Rahmen der Digitalen Kompetenzentwicklung zu sprechen und die Aktivitäten der Stadt Frankfurt am Main darzustellen. Agile Lern-Expedition "ALEx" - gemeinsam und selbstgesteuert zum individuellen Ziel Eine Arbeitswelt, die durch Megatrends wie die Digitalisierung und den demografischen Wandel geprägt ist, zeichnet sich durch eine hohe Veränderungsdynamik aus. Die zunehmende Komplexität wirkt sich auch auf die Anforderungen an die Mitarbeitenden aus. Entsprechende Kompetenzen werden benötigt, um die berufliche Handlungsfähigkeit zu sichern. Vor diesem Hintergrund kommt dem lebenslangen Lernen eine besondere Bedeutung zu. Um die Mitarbeitenden der Stadt Frankfurt am Main dabei optimal zu unterstützen, steht ein umfassendes Fortbildungsangebot zur Verfügung. Zusätzlich zu diesem Angebot können auch selbstgesteuerte Lernformate einen Beitrag zur individuellen Kompetenzentwicklung leisten. Daher bietet die Zentrale Personalentwicklung seit September 2023 mit ALEx ein selbstgesteuertes Lernformat an. Das Akronym steht für "Agile Lern-Expedition" und wurde speziell für öffentliche Verwaltungen entwickelt. Dabei ist das Format an agile Methoden wie "Working Out Loud" oder die kollegiale Beratung angelehnt. Im Rahmen von ALEx finden sich drei bis fünf Personen zu einem ALEx-Zirkel zusammen. Jede Person des Zirkels wählt ein individuelles Lernziel aus, das sie über einen Zeitraum von ca. einem halben Jahr umsetzt und dabei von dem kollegialen Austausch und der Unterstützung der anderen Teilnehmenden profitiert. Mögliche Beispiele für solche Ziele sind "Ich möchte mich sicherer fühlen, wenn ich vor größeren Gruppen auftrete" oder "Der Prozess XY in der Zusammenarbeit läuft nicht rund und sollte optimiert werden". Innerhalb des halben Jahres trifft sich die Gruppe sechs Mal. Die Treffen können sowohl online als auch in Präsenz stattfinden. Der Startworkshop wird von ALEx-Coaches der Zentralen Personalentwicklung begleitet. Dabei wird vertiefend in die Methode eingeführt und die Teilnehmenden stellen ihre individuellen Lernziele vor. Auf den Startworkshop folgen vier selbstgesteuerte Treffen, während derer die Teilnehmenden sich zum Stand ihres Lernvorhabens austauschen, Verbesserungsvorschläge anbringen und eventuell neue Teilziele formulieren. Jedes Treffen hat einen zeitlichen Umfang von ca. zwei Stunden. Zwischen den Treffen setzen die Zirkelmitglieder die Schritte zur Zielerreichung in der Praxis um. Die Lernexpedition endet mit dem Abschlussworkshop, der ebenfalls von ALEx-Coaches moderiert wird und zum Reflektieren des Lernprozesses dient. Begleitendes Material mit umfassenden Erklärungen steht den Teilnehmenden während des ALEx-Zirkels zur Verfügung. Seit Beginn im September 2023 bestehen vier ALEx-Zirkel mit insgesamt 13 Mitgliedern. Die Pilotgruppen wurden aus dem Teilnehmendenkreis einzelner Fortbildungen gebildet. Von jeder Gruppe, die ALEx durchläuft, werden neue Impulse aufgenommen. Die ALEx-Coaches optimieren daraufhin die Methode für die Stadt Frankfurt am Main. Als positiv werden von den Teilnehmenden die gegenseitige Unterstützung und die gemeinsame Arbeitsatmosphäre sowie die verbindlichen Treffen und das gemeinsame Reflektieren der Lernphasen bewertet. Aufgrund der bisherigen Resonanz der pilotierten ALEx-Zirkel wird das Format im Verlauf 2024 als fester Bestandteil des Fortbildungsprogramms angeboten. Weiterqualifizierung von Tarifbeschäftigen für Tätigkeiten im gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst Zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeberin und Stärkung der Bindung der Mitarbeitenden an die Frankfurter Stadtverwaltung wurde im Rahmen einer Kooperation mit der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) der berufsbegleitende Bachelorstudiengang "Business Administration - Public Management" für Tarifbeschäftigte konzipiert. Beschäftigten ohne ein abgeschlossenes einschlägiges Hochschulstudium wird die Möglichkeit eröffnet, sich über dieses berufsbegleitende Bachelorstudium für höherwertige Aufgaben im gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst zu qualifizieren. Die Stadt Frankfurt übernimmt die anfallenden Studiengebühren für die Regelstudienzeit von sieben Semestern. Zudem werden die Studierenden max. zwei Arbeitstage pro Woche unter Fortzahlung der Bezüge von der Arbeitsleistung in ihren Ämtern und Betrieben freigestellt. Im März 2023 startete der vierte Lehrgang mit elf städtischen Beschäftigten der Entgeltgruppe 9a bis 12 TVöD. Weiterqualifizierung von Beamt:innen für die Laufbahn des höheren allgemeinen Verwaltungsdienstes Bereits 2022 wurde im Sinne eines modernen und in die Zukunft gerichteten Personalmanagements Beamt:innen im Rahmen eines Pilotprojekts die Möglichkeit eröffnet, sich über ein durch die Stadt Frankfurt am Main finanziertes berufsbegleitendes Masterstudium mit dem Abschluss "Master of Public Management (MPM)" für die Laufbahn des höheren allgemeinen Verwaltungsdienstes zu qualifizieren. Aufgrund der gewonnenen Erfahrungen wurde im Rahmen der Evaluation das zugrundeliegende "Konzeptpapier zur Weiterqualifizierung MPM" im Sinne der Gleichbehandlung von MPM-Absolvent:innen um den Passus "Anerkennung von Masterabschlüssen als Befähigung für den höheren Dienst in der Fachrichtung allgemeine Verwaltung in Stellenbesetzungsverfahren" erweitert. Danach wird bei Beamt:innen im gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst, die den Masterstudiengang Public Management an der HÖMS oder einen anderen durch das Hessische Innenministerium anerkannten und entsprechenden Masterstudiengang auf eigenen Antrag aufgenommen und erfolgreich abgeschlossen haben, die Befähigung für den höheren Dienst in der Fachrichtung allgemeine Verwaltung in Stellenbesetzungsverfahren anerkannt. Darüber hinaus wurden die Grundlagen für eine erneute Ausschreibung zur Vergabe von zentral finanzierten MPM-Studienplätzen an der HöMS zum Studienbeginn 01.09.2024 geschaffen. Fort- und Weiterbildung Ein elementarer Baustein von Personalentwicklung ist die Bereitstellung von bedarfsgerechten Fortbildungsangeboten zu Aufgaben und Fragestellungen, die eine Vielzahl von Ämtern und Betrieben betreffen. Ein Großteil dieser Maßnahmen wird in einem zentralen Fortbildungsbudget abgebildet. Die beiden nachfolgenden Übersichten zeigen, in welchem Umfang und zu welchen Themenbereichen die städtischen Beschäftigten von den zentralen Fortbildungsangeboten Gebrauch gemacht haben: Im Jahr 2020 hat die Corona-Krise zu einem Einbruch der Fortbildungszahlen geführt. In den Jahren 2021 und 2022 ist die Zahl jeweils leicht wieder gestiegen. Ein Teil der benötigten Maßnahmen konnte während der Pandemie und auch danach erfolgreich in digitaler Form - zunächst über das Videokonferenztool Webex-Meetings und dann seit 2023 über BigBlueButton - durchgeführt werden. Durch erweiterte technische Möglichkeiten und Erfahrungen sowie die didaktische Anpassung der Lernkonzepte konnte das qualitative Niveau gesichert werden. Online-Fortbildungen sind inzwischen fester Bestandteil des Fortbildungs-programms. Die Teilnahmezahlen sind in den meisten Themenbereichen inzwischen wieder auf dem Niveau der Vor-Corona-Zeit. Für die zentralen Fortbildungsangebote sind in den Jahren 2019 - 2023 folgende Kosten entstanden: 2019: 751.903,01 € 2020: 609.049,54 € 2021: 473.988,66 € 2022: 499.655,43 € 2023: 646.370,69 € Die im Jahr 2023 gegenüber den beiden Vorjahren gestiegenen Ausgaben gehen zum größten Teil auf die Steigerung der Anzahl durchgeführter Fortbildungen zurück. Prüfungsfreier Aufstieg Die laufbahnrechtliche Möglichkeit des "Prüfungsfreien Aufstiegs" ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen den Aufstieg vom mittleren in den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst und wurde mittlerweile sechsmal durchgeführt. In 2018 und 2019 konnten jeweils sechs Beamt:innen zum Aufstieg zugelassen werden. In 2020 bestanden vier weitere das Auswahlverfahren erfolgreich, in 2021 ebenso vier, in 2022 und 2023 waren es jeweils drei Beamt:innen. Die Ernennung in einem Amt des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes erfolgte dann jeweils im Folgejahr. Zentrale Steuerungs- und Organisationsprozesse, Reorganisation Reorganisationsmaßnahmen verstehen sich innerhalb der öffentlichen Verwaltung als prozessorientierte Daueraufgabe, die sowohl die Aufbau- als auch die Ablauforganisation betreffen können. Die Ämter und Betriebe gestalten im Rahmen ihrer dezentralen Verantwortung ihre Organisation vermehrt auch auf der Grundlage definierter Bearbeitungsprozesse. Zielsetzungen der Ämter und Betriebe sind unter anderem die Verbesserung der Zusammenarbeit, Wissensmanagement, Standardisierung, Verbesserung der Effizienz und/oder der Wirkung des Verwaltungshandelns. Das Personal- und Organisationsamt unterstützt die Ämter und Betriebe bezüglich des Geschäftsprozessmanagements insbesondere durch Schulung und Beratung, durch die Bereitstellung einer einheitlichen Software sowie bei Bedarf durch Projekte zur Geschäftsprozessoptimierung. Reorganisationsmaßnahmen Amt für Informations- und Kommunikationstechnik (Amt 16) Die im letzten Bericht angekündigten weiteren organisatorischen Optimierungen in den Abteilungen 16.1 - Verwaltung und Zentraler IT Einkauf -, 16.2 - Governance - und 16.4 - IT Servicemanagement / Planung und Entwicklung - wurden erfolgreich abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurde das ehemalige Sachgebiet 16.22 - IT-Einkauf, Lieferantenmanagement und Vergabe - vollständig in die Abteilung 16.1 - Verwaltung - verlagert und dort als Sachgebiet 16.10 - Zentraler IT-Einkauf - integriert. Daraus ergibt sich die neue Abteilungsbezeichnung 16.1 - Verwaltung und Zentraler IT-Einkauf -. Das ehemalige Sachgebiet 16.23 - Compliance, Lizenzmanagement und Berichtswesen - wurde mit der Aufgabe Lizenzmanagement in die Abteilung 16.4 - Servicemanagement / Planung und Entwicklung - verlagert und dort als Sachgebiet 16.44 - Lizenzmanagement -integriert. Die in der Abteilung 16.2 verbliebenen Aufgaben wurden in den beiden neuen Teams 16.21 - Projektmanagement-Office (PMO) und Berichtswesen - und 16.22 - Strategie und Projekte - aufgeteilt. Zudem gehört der Abteilung 16.2 der IT-Jurist sowie das Thema "IT-Richtlinien" an. Darüber hinaus wurde die Pilotphase mit dem Amt für Bau und Immobilien im Rahmen des Projektes "Zentralisierung der IT im Rahmen der gesamtstädtischen IT-Strategie" erfolgreich abgeschlossen. Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse wurden bewertet und es fanden Gespräche (u.a. mit dem Jugend- und Sozialamt) zu weiteren Zentralisierungsmaßnahmen im Rahmen der gesamtstädtischen IT-Strategie statt. Aufgrund von Aufgaben- und Personalzuwächsen in der Abteilung 16.5 - Service Operation - Infrastruktur - insbesondere innerhalb des Sachgebietes 16.51 - Betriebsleitung Netze - war es erforderlich, die Strukturen innerhalb dieses Sachgebietes neu zu organisieren. Durch neue Aufgaben wie z. B. durch das Projekt WLAN an Frankfurter Schulen sowie den weiteren stadtweiten Ausbau der neuen Telefonanlage auf VOIP sind in den letzten Jahren Tätigkeiten hinzugekommen, sodass sich die prozessualen Abläufe innerhalb des Sachgebietes 16.51 stark verändert haben. Vor allem der Bereich Netzwerk unterliegt einem starken Wachstum und die Komplexität dort und im Bereich Firewalls haben erheblich zugenommen. Des Weiteren hat sich u.a. durch den Ukraine Krieg und dem Konflikt im "Nahen Osten" die Sicherheitslage verändert und es ist deshalb verstärkt mit Cyber-Angriffen zu rechnen. Folglich ist auch die Abteilung 16.5 sehr stark in den Aufbau einer SIEM (Security Information and Event Management) / SOC (Security Operations Center) Lösung innerhalb des Amtes 16 sowohl fachlich, als auch mit personellen Kapazitäten involviert. Diese Entwicklung erfordert Spezialisierungen von Mitarbeitenden und hat zur Folge, dass aus dem derzeitigen Sachgebiet 16.51 Aufgaben und Personal in zwei weitere Sachgebiete organisatorisch neu aufgeteilt werden sollen. Die Abteilung 16.5 soll somit künftig aus fünf Sachgebieten bestehen: 16.51 - Sprachdienste und Kabelinfrastruktur Management 16.52 - Betriebskoordination, Disposition und Logistik 16.53 - Liniennetz 16.54 - Betrieb Netze 16.55 - Netzwerksicherheit und Serviceanalyse Seit 01.01.2023 befand sich die Abteilung 16.5 zur Erprobung der Arbeitsabläufe in einer Pilotphase, die aufgrund der positiven Erfahrungen zum 01.04.2024 beendet wurde. Ab diesem Zeitpunkt soll die o.a. organisatorische Neubeordnung von 16.5 in Kraft treten. Eine entsprechende Genehmigung durch das Personal- und Organisationsamt steht noch aus. Die Personalakquise: Aufgrund des erheblichen Konkurrenzdrucks um IT-Personalressourcen im Rhein-Main-Gebiet, der immer stärker wachsenden Bedarfe aufgrund der massiv steigenden Digitalisierungsprojekte sowie der wesentlich besseren Verdienstmöglichkeiten in der freien Wirtschaft, gibt es seit geraumer Zeit massive Probleme bei der Besetzung der Stellen, insbesondere im Bereich des IT-Betriebs und den damit verbundenen Prozessen (z. B. im zentralen Lizenzmanagement). Zahlreiche Stellen wurden mehrfach erfolglos ausgeschrieben, obwohl zusätzlich eine Vielzahl einschlägiger Veröffentlichungskanäle genutzt wurden. Kosten der Weiterbildung: Nach Ende der Corona-Krise zeichnet sich weiterhin und verstärkt ab, dass sich der "Fort- und Weiterbildungsstau" abbaut und dass die Anmeldungen an Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen erheblich zugenommen haben. Hiervon sind u.a. auch Qualifizierungsmaßnahmen für neueingestelltes Personal oder fachspezifische Weiterbildungen von Nachwuchskräften nach Übernahme in das Amt 16 nach Beendigung ihrer Ausbildung betroffen. Die Bewältigung der infrastrukturellen Herausforderungen durch das Stellenwachstum (Büroräume, IT, etc.): Das im Jahr 2022 begonnene Projekt zur Erstellung eines Arbeitsplatz- und Raumkonzeptes wurde weiter fortgeführt und aktuell werden gemäß den Vorschlägen aus dem Konzept im Gebäude (EG, 3.OG und 4.OG) die verschiedenen Raumtypen auf einer Pilotfläche umgebaut bzw. umgestaltet. Zudem stehen mittlerweile auch "Flexible Arbeitsplätze" zur Verfügung und die hierfür erforderlichen amtseinheitlichen Leitlinien sowie eine Clean Desk Policy sind mit Zustimmung der Gremien und des Referates für Datenschutz und Informationssicherheit mittlerweile in Kraft gesetzt. Bewertung der städtischen Leistungen Die Stadtverwaltung genießt bei den Frankfurter:innen seit vielen Jahren ein hohes Ansehen. Die früher deutlich positive Wahrnehmung der eigenen Stadtverwaltung durch die Bürger:innen trübt sich, so zeigen die Ergebnissen der Frankfurter Mehrthemenumfrage "Leben in Frankfurt 2023", weiter ein. Die Umfrage wurde im Zeitraum von Mai bis August 2023 durchgeführt und spiegelt daher die Einstellungen und Urteile der Frankfurter:innen in der Zeit hoher Inflationsraten und eines bereits über ein Jahr andauernden Angriffskrieges in Europa. Nachdem das Ansehen der Stadtverwaltung in der Öffentlichkeit im letzten Jahr deutlich gesunken ist, muss die Verwaltung dieses Mal einen weiteren - wenn auch kleineren - Ansehensverlust verzeichnen. So bescheinigen 24 Prozent der Bürger:innen der Stadtverwaltung ein sehr gutes (4 %) oder eher gutes (20 %) öffentliches Ansehen, während zusammengefasst 32 Prozent dieser ein eher schlechtes (28 %) oder sehr schlechtes (4 %) Ansehen in der Öffentlichkeit attestieren. Während 2023 bei den positiven Einschätzungen Einbußen in Höhe von vier Prozentpunkten bestehen, nehmen die negativen Bewertungen in derselben Höhe zu. Welche Meinung haben Sie persönlich von der Frankfurter Stadtverwaltung und welches Ansehen hat sie in der Öffentlichkeit? Dem Verlust des öffentlichen Ansehens steht eine stabile persönliche Meinung der Frankfurter Bürger:innen gegenüber. So haben 42 Prozent eine sehr gute (7 %) oder eher gute (35 %) persönliche Meinung von der Stadtverwaltung, während 16 Prozent über diese eine eher schlechte (13 %) oder sehr schlechte (3 %) persönliche Auffassung haben. Letztes Jahr musste die Stadtverwaltung auch in der persönlichen Meinung Einbußen bei den positiven Bewertungen in Höhe von acht Prozentpunkten und eine um vier Prozentpunkte gewachsene negative persönliche Meinung hinnehmen. In diesem Jahr kann sie bei nur leichten Einbußen in den positiven Einschätzungen eine stabile Bewertung verzeichnen. Die persönliche Meinung der in Frankfurt am Main lebenden Menschen ist damit weiterhin klar besser, als das von ihnen wahrgenommene öffentliche Ansehen. Neben dem öffentlichen Ansehen der Verwaltung und der persönlichen Meinung wird auch das Zutreffen diverser Eigenschaften auf diese aus Sicht der in Frankfurt am Main lebenden Personen erfasst. Wie schon in den vorherigen Umfragen halten die Bürger:innen die Verwaltung insbesondere für bürokratisch (59 %), zuverlässig (46 %) und bürgerorientiert (37 %). Während elf Prozent der Verwaltung das Attribut bürokratisch nicht zuschreiben, empfinden es 14 Prozent als unzutreffend, dass sie zuverlässig ist. Bei dem Merkmal bürgerorientiert beträgt der entsprechende Anteil 20 Prozent. Uneinigkeit unter den Bürger:innen besteht darüber, ob die Verwaltung sparsam, modern oder unübersichtlich ist. Während ein Viertel der Stadtverwaltung bescheinigt, sparsam zu sein, wird das von 22 Prozent verneint. Die Verwaltung wird von knapp jeder dritten Person (30 %) als modern wahrgenommen. In etwa gleich hoch ist der Anteil, der die gegenteilige Auffassung vertritt. Ähnlich verhält es sich bei den Bürger:innen, die die Verwaltung als unübersichtlich bezeichnen. Mit 31 Prozent liegt deren Anteil auf einem ähnlichen Niveau wie der derjenigen, die dieses Merkmal der Verwaltung nicht zuschreiben. Manche Attribute werden klar abgelehnt. Während 19 Prozent der Bevölkerung der Verwaltung Flexibilität zuschreiben, finden 44 Prozent das unzutreffend. Die Aussage, die Stadtverwaltung sei unfähig, lehnen 45 Prozent ab. Die Eigenschaft korrupt empfindet ein Anteil von 63 Prozent als unzutreffend. Inwieweit treffen folgende Eigenschaften Ihrer Meinung nach auf die Frankfurter Stadtverwaltung zu? Neben der allgemeinen Abfrage der Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtverwaltung im Rahmen einer Bürgerbefragung ermittelt das Amt 12 in den Bürgerämtern dauerhaft die Zufriedenheit der Besucher:innen per elektronischem Feedbacksystem. Auf installierten Terminals oder ihrem eigenen Smartphone können diese per Smiley den Service allgemein und nach spezifischen Kriterien bewerten. In 2023 konnten ca. 31.500 Feedbacks registriert werden. 78 Prozent davon zeigten sich sehr zufrieden oder zufrieden mit den Leistungen der Bürgerämter. Etwa die Hälfte der Besucher:innen bewertet vor allen Dingen die Freundlichkeit der Mitarbeiter:innen sehr positiv, für die Beratungsqualität gilt dies für ein Viertel.