a) Besseres Konzept für den Nachtverkehr im ÖPNV b) ÖPNV-Nachtverkehr in Frankfurt am Main
Inhalt
Bericht des Magistrats vom 04.05.2018, B 131
Betreff: a) Besseres Konzept für den Nachtverkehr im ÖPNV b) ÖPNV-Nachtverkehr in Frankfurt am Main Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 29.06.2017, § 1568 Ziffer 3 - NR 145/16 FDP, NR 183/16 FRAKTION, NR 356/17 CDU/SPD/GRÜNE, l. B 278/17 - Der Trend einer immer weiter steigenden Nachfrage im Nachtverkehr ist ungebrochen. Grund dafür ist nicht alleine das Freizeitverhalten der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Tatsache, dass immer mehr Menschen (auch) nachts arbeiten. Nicht zuletzt der Flughafen mit seinem nur sechs Stunden dauernden Nachtflugverbot birgt ein großes Fahrgastpotenzial auch in den Nachtstunden. In den Wochentagnächten, also wenn auch in Zukunft keine Schienenverkehrsmittel unterwegs sein werden, wird das "alte Nachtbusnetz" im Wesentlichen erhalten bleiben. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 ist beabsichtigt, in den Nächten vor den Samstagen, Sonntagen und Feiertagen folgende Schienenverkehrsmittel im 30-Minuten-Takt verkehren zu lassen: · U4: Bockenheimer Warte <> Seckbacher Landstraße · U5: Hauptbahnhof <> Preungesheim · U7: Heerstraße <> Enkheim · U8: Südbahnhof <> Heddernheim <> Riedberg <> Nieder-Eschbach · Linie 11: Zuckschwerdtstraße <> Schießhüttenstraße · Linie 12/18: Rheinlandstraße <> Konstablerwache <> Gravensteiner Platz · Linie 16: Ginnheim <> Offenbach Stadtgrenze Diese Linien bieten zusammen mit den S-Bahnen, die der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) plant, für die Fahrgäste an den Wochenenden schnelle Verbindungen aus der Innenstadt in die verschiedenen Stadtteile. Die Reisezeitgewinne im Vergleich zum "alten Nachtbusnetz" sind beträchtlich. Die innenstadtnahe Feinverteilung und die Erschließung der einzelnen Stadtteile werden weiterhin von Bussen übernommen. I n den genannten Nächten sollen (analog zum Tagesnetz) noch die folgenden Buslinien verkehren: · Hopfenbrunnen <> Tempelhof (Linie 28) · Nieder-Eschbach <> Hohe Brück (Linie 29) · Eschenheimer Tor <> Hainer Weg (Linie 36) · Preungesheim <> Berkersheim Mitte (Linie 39) · Bornheim Mitte <> Bergen Ost (Linie 43) · Rödelheim Bahnhof <> Hauptbahnhof (Linie 46) · Bolangaropalast <> Sindlingen Friedhof (Linie 54) · Höchst Bahnhof <> Rödelheim Bahnhof (Linie 55) · Höchst Bahnhof <> (Flughafen) Terminal 1 (Linie 58) · Cheruskerweg <> Bolangaropalast (Linie 59) · Bernadottestraße <> Heddernheim (Linie 60 / Verknüpfung mit Linie 72) · Südbahnhof <> (Flughafen) Terminal 1 (Linie 61) · Rheinlandstraße <> (Flughafen) Terminal 1 (Linie 62) · Weißer Stein <> Preungesheim (Linie 63) · Bernadottestraße <> Industriehof (Linie 72 / Verknüpfung mit Linie 60) Das "alte Nachtbusnetz" hat an den Wochenenden jährliche Kosten von knapp 600.000 € verursacht. Das oben skizzierte neue Angebot mit U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen wird (Grenz-)Kosten von rd. 760.000 € mit sich bringen. (Es dient ergänzend zur Kenntnis, dass der Nachtbusverkehr, der von Montag bis Freitag unverändert verkehren wird, mit
- 025.000 € pro Jahr zu Buche schlägt.) Ziel ist es, den Fahrgästen in den Wochenendnächten in einem guten und gleichzeitig möglichst wirtschaftlichen Zusammenspiel von S-, U- und Straßenbahnen und Bussen ein attraktives Angebot zur Verfügung zu stellen. Eine vorgezogene Inbetriebnahme der Linie 11 (NR 356) zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 war aufgrund der zu geringen Vorlaufzeit nicht mehr möglich.