Besseres Konzept für den Nachtverkehr im ÖPNV
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Bericht des Magistrats vom 31.03.2017, B 112
Betreff: Besseres Konzept für den Nachtverkehr im ÖPNV Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 15.12.2016, § 832 - NR 145/16 FDP, NR 183/16 FRAKTION - Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) plant, ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 am Wochenende die meisten der S-Bahnlinien nachts im 60-Minuten-Takt fahren zu lassen. Da der City-Tunnel aufgrund von Bauarbeiten nach wie vor nachts nicht für S-Bahnen zur Verfügung steht, kann es nur eine stufenweise Umsetzung geben. Erst 2018 und nach Abschluss alle Arbeiten im City-Tunnel wird das Gesamtkonzept final umgesetzt werden können. Auch für den städtischen ÖPNV gab und gibt es bereits Überlegungen, einzelne Linien im U- und Straßenbahnnetz auch nachts zu betreiben. Eine Entwicklung hin zur "24-Stunden-Gesellschaft" und damit verbunden eine hohe ÖPNV-Nachfrage vor allem in den Wochenendnächten haben diese Überlegungen ausgelöst. Das bestehende Nachtbusnetz mit der zentralen Haltestelle "Konstablerwache" wurde seinerzeit in erster Linie als "Abbringernetz" aus der Innenstadt konzipiert. Wenn in Zukunft Schienenverkehrsmittel in den Wochenendnächten verkehren, wird das Nachtbusnetz darauf reagieren müssen. Um Parallelverkehre mit S-, U- und Straßenbahnen zu vermeiden, sind dann weniger langlaufende und stadtteilverbindende Linien aus der Innenstadt heraus erforderlich. Stattdessen werden Nachtbusse dort benötigt, wo ab den Endpunkten der Schienenverkehrsmittel noch eine weitergehende Verteilerfunktion erforderlich ist. Für die meisten Fahrgäste werden sich die Reisezeiten durch den Einsatz der Schienenverkehrsmittel verkürzen. In den Wochentagsnächten, also wenn keine Schienenverkehrsmittel unterwegs sein werden, wird das heutige Nachtbusnetz im Wesentlichen erhalten bleiben. Auf die Nachtbusse wird also nur teilweise verzichtet werden können. In den Wochenendnächten werden künftig Kosteneinsparungen im Nachtbusbetrieb möglich sein; die Kosten für die einzusetzenden Schienenverkehrsmittel werden jedoch über den Einsparungen beim Nachtbus liegen. In Anlehnung an die stufenweise Einführung des Nachtverkehrs an den Wochenenden bei der S-Bahn wird es auch beim Nachtverkehr auf lokaler Ebene zuerst ein Provisorium geben müssen: Deshalb wird gegenwärtig geprüft, wie der bestehende "Nachtbusknoten" an der Konstablerwache mit den provisorischen Enden der nächtlichen S-Bahnlinien am Hauptbahnhof und am Südbahnhof verbunden werden kann, damit die Fahrgäste eine Möglichkeit erhalten, die S-Bahnen in die Region zu erreichen. Das künftige Angebot im lokalen Nahverkehr wir zurzeit geprüft. Sobald ein Ergebnis vorliegt wird der Magistrat wieder berichten.