Lebenswertes Bahnhofsviertel - bessere Lebensverhältnisse, konfliktärmeres Zusammenleben, Sicherheit und Sauberkeit
Antrag
- Der Magistrat wird aufgefordert, zeitnah einen Maßnahmenkatalog für das Bahnhofsviertel vorzulegen, mit dem ein konfliktärmeres Zusammenleben für alle Menschen im Viertel gewährleistet wird.
- Der Magistrat wird aufgefordert, unverzüglich zu berichten, welche Maßnahmen bereits zur Verbesserung der aktuellen Situation umgesetzt bzw. auf den Weg gebracht wurden.
- Der Maßnahmenkatalog soll zusammenfassend aufzeigen, welche weiterführenden Maßnahmen in welchem Zeitraum zur Verbesserung der aktuellen Situation geplant sind.
- Zu den Maßnahmen zählen unter anderem: Stärkung der proaktiven Angebote zur Drogenreduktion und Drogenfreiheit, sowie der Hilfen zum Ausstieg aus der Szene.
- Stärkung proaktiver Angebote, um aus der Obdachlosigkeit herauszukommen.
- Einbeziehen von Erfahrungen anderer europäischer Städte wie Amsterdam und Lissabon im Bereich der Drogenpolitik.
- Umgang mit Crack-Konsum und Hilfen für Crack-Konsumierende.
- Prüfung des Angebotes an Tagesruhebetten sowie von Druck- und Rauchplätzen in Drogenkonsumräumen.
- Vorschläge zur Einrichtung von klar definierten Aufenthaltsmöglichkeiten für Konsumierende im öffentlichen Raum.
- Sicherer Durchgang vom Hauptbahnhof in die Kaiserstraße.
- Regelmäßige Begehungen der zuständigen Ämter im Bahnhofsviertel.
- Kontinuierliche Präsenz der Stadt- und Verkehrspolizei im Bahnhofsviertel.
- Handlungsvorschläge für eine verbesserte pflegerische, medizinische und psychiatrische Versorgung.
- Prüfung eines Wiederaufsetzens des Substanz-Monitorings sowie der Einführung von freiwilligen Fentanyl-Schnelltests.
- Ausweitung von Sozialraumarbeit im Bahnhofsviertel.
- Verbesserung der innerstädtischen Vernetzung von sozialhilfeträgern.
- Regelmäßige themenbezogene Abstimmung und Auswertung der Maßnahmen.
Begründung
Die Situation im Frankfurter Bahnhofsviertel, dem Eingangstor in die Stadt, ist nicht akzeptabel. Das Viertel ist im ständigen Wandel. Vielfalt macht den Reiz und die Attraktivität des Bahnhofsviertels aus. Die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessenlagen erfordern einen Ausgleich. Die Herausforderungen sind vielschichtig. Der Magistrat ist mehr denn je gefordert, dezernatsübergreifend abgestimmt zu handeln. Die Drogenszene hat sich durch die Corona-Pandemie und veränderte Konsumgewohnheiten massiv verändert. Die Weiterentwicklung des Frankfurter Weges in der Drogenhilfe muss das berücksichtigen.
Beratungsverlauf 8 Sitzungen
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