Rückbau der Diagonalsperren am Grüneburgweg, evidenzbasierte Evaluation und Beteiligung der Betroffen
Antrag
1. die Diagonalsperren am Grüneburgweg umgehend zurückzubauen und die Durchlässigkeit für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere Kfz und Wirtschaftsverkehr, wiederherzustellen. 2. im Zuge des Rückbaus eine gezielte Informations- und Dialogkampagne durchzuführen, bestehend aus einem Flugblatt, einer aktiven Verteilaktion sowie einer öffentlichen Veranstaltung für Anwohner und Gewerbetreibende 3. spätestens nach Abschluss der Baustelle auf der Bockenheimer Landstraße eine erneute und unabhängige Evaluation des Verkehrs- und Wirtschaftsaufkommens am Grüneburgweg einschließlich der durch Umwegverkehre verursachten CO2-Emissionen durchzuführen und die Ergebnisse transparent zu veröffentlichen. Diese Evaluierung ist nach vier Jahren zu wiederholen, um eine objektive Grundlage für weitere Entscheidungen zu schaffen.
Begründung
Die Umgestaltung des Grüneburgwegs und die damit verbundenen Diagonalsperren, konkret an der Kreuzung Mitscherlichplatz/Myliusstraße sowie an der Ecke Eschersheimer Landstraße/Im Trutz Frankfurt, haben in den letzten Monaten erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation zahlreicher Unternehmen und die Lebensqualität im Quartier gezeigt. Viele Einzelhändler und Gastronomen berichten von deutlichen Umsatzeinbußen, während geplante neue Kundenströme durch den Radverkehr weitgehend ausbleiben. Gleichzeitig führt die eingeschränkte Erreichbarkeit mit dem Auto dazu, dass Stammkunden die Straße meiden und Lieferverkehre erschwert werden. Nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch viele Anwohner sind von langen Umwegen und zusätzlichen Staus in den Nebenstraßen betroffen, da die Diagonalsperren und die Einrichtung der Einbahnstraßenregelung im Abschnitt von der Eschersheimer Landstraße in Richtung Im Trutz Frankfurt zu deutlich erhöhtem Ausweichverkehr geführt haben. Anwohnerstraßen sollen Anwohnerstraßen bleiben und durch Sperrungen in Durchgangsstraßen nicht eben diesen werden. Die aktuelle Situation zeigt, dass pauschale verkehrliche Restriktionen oftmals unbeabsichtigte Nebenwirkungen nach sich ziehen - von sinkender Attraktivität des Quartiers bis zur Existenzgefährdung von Betrieben. Gerade bei umfassenden baulichen Veränderungen muss eine objektive und transparente Prüfung aller Folgen durch unabhängige Evaluationen erfolgen. Ein zeitnaher Rückbau der Diagonalsperren kann dazu beitragen, die Erreichbarkeit und Lebendigkeit des Quartiers wiederherzustellen und den Unternehmen sowie Anwohnern eine spürbare Entlastung zu bieten. Die Entwicklung eines langfristigen, ausgewogenen Verkehrskonzepts, das die Interessen aller Gruppen integriert und das Mobilitätsverhalten realistisch abbildet, ist essentiell. Es ist wichtig, alle Betroffenen frühzeitig einzubinden und Verbesserungen im Dialog gemeinsam zu gestalten - beispielsweise mit gezielter Information, Verteilaktionen und öffentlichen Veranstaltungen. Auch weil die aktuellen Verkehrsdaten durch die Baustelle an der Bockenheimer Landstraße stark verzerrt sind, ist nach deren Abschluss eine erneute Evaluation des Verkehrs- und Wirtschaftsaufkommens unbedingt geboten. Dies ermöglicht eine fundierte Entscheidungsgrundlage und schafft die Voraussetzung, Maßnahmen gegebenenfalls anzupassen und die Weiterentwicklung des Grüneburgwegs zukunftsfähig zu gestalten.
Beratungsverlauf 3 Sitzungen
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