Förderung von politischer Bildung und Jugendbeteiligung
Antrag
Der Magistrat wird aufgefordert, einmal jährlich das Planspiel Pimp Your Town! im Frankfurter Römer durchzuführen. Ziel ist die praxisorientierte politische Bildung, bei der Jugendliche eigene politische Ideen entwickeln, in Anträgen formulieren und in einer fiktiven Stadtverordnetenversammlung diskutieren und abstimmen. Das Projekt ermöglicht Jugendlichen einen praxisnahen Zugang zur Kommunalpolitik, um sie langfristig für ein Engagement im StadtschülerInnenrat, Jugendparlament oder der Kommunalpolitik insgesamt zu begeistern. Dazu organisiert der Magistrat in Zusammenarbeit mit dem Anbieter "Politik zum Anfassen e. V." und interessierten Frankfurter Schulen die Durchführung von Pimp Your Town! und identifiziert einen geeigneten Zeitraum (z. B. schulische Projektwochen), in dem das Planspiel jährlich angeboten werden kann. Zusätzlich bietet der Magistrat begleitende Informationsveranstaltungen und Workshops an, um den Jugendlichen während des Planspiels einen Einblick in die ehrenamtliche Arbeit der Stadtverordneten zu geben und sie über weitere Möglichkeiten politischer Beteiligung zu informieren. Sollte das Projekt erfolgreich sein und auf positive Resonanz stoßen, bewirbt der Magistrat das Projekt an weiteren Schulen, damit diese das Planspiel in ihr Portfolio aufnehmen, um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern eine Teilnahme zu ermöglichen.
Begründung
Das Planspiel Pimp Your Town! ist ein bewährtes Format zur politischen Bildung, das Jugendlichen in ganz Deutschland seit 2009 auf spielerische und praxisnahe Weise kommunalpolitische Abläufe näherbringt. Es stärkt das Demokratieverständnis, fördert die Kommunikations- und Argumentationsfähigkeiten und steigert das Interesse an politischem Engagement. Insbesondere für eine Großstadt wie Frankfurt, in der Kinder und Jugendliche häufig noch weniger mit kommunalpolitischen Belangen und Entscheidungsträgern in Kontakt kommen als in kleineren Kommunen, bietet das Format die Chance, Jugendliche frühzeitig für eine aktive Beteiligung im Stadtschüler/-innenrat, Jugendparlament oder der Kommunalpolitik zu gewinnen. Die niedrigschwellige und praxisnahe Herangehensweise sowie der vergleichsweise geringe Zeitaufwand von drei Tagen sind ideal für eine Integration in schulische Angebote, wie eine Projektwoche. Da das geplante Kinder- und Jugendparlament auf langfristiges Engagement der Teilnehmer/-innen ausgerichtet ist, kann ein solches Planspiel die Sichtbarkeit und Akzeptanz kommunalpolitischer Beteiligungsformen bei jungen Menschen stärken und zu einem Einstieg in kommunalpolitisches Engagement einladen. Zahlreiche deutsche Städte bieten das Planspiel bereits einmal jährlich an. Auch Frankfurt sollte diese Chance nutzen.
Beratungsverlauf 7 Sitzungen
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