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Medizinische Elternberatungsstelle in Fechenheim einrichten

Vorlagentyp: NR CDU

Antrag

1. ob und unter welchen Voraussetzungen im Stadtteil Fechenheim eine medizinische Elternberatungsstelle in kommunaler Trägerschaft eingerichtet werden kann, 2. welche personellen, räumlichen und finanziellen Ressourcen hierfür erforderlich wären, 3. ob eine Kooperation mit dem Gesundheitsamt und weiteren relevanten Akteuren (z. B. Hebammen, dem örtlichen Kinder- und Familienzentrum, sozialen Trägern, Schulen) sinnvoll und möglich ist, 4. ob bestehende städtische Liegenschaften im Stadtteil Fechenheim (zum Beispiel Räumlichkeiten im alten Rathaus oder im Kinder- und Familienzentrum) für eine solche Nutzung geeignet sind, 5. ob Fördermittel von Land oder Bund für die Einrichtung einer solchen Beratungsstelle in Anspruch genommen werden können.

Begründung

Die kinderärztliche Versorgung im Stadtteil Fechenheim ist seit Jahren unzureichend. Derzeit ist dort nur ein niedergelassener Kinderarzt tätig, der nach eigenen Angaben mehr als 2.900 Kinder betreut. Dies liegt deutlich über dem empfohlenen Durchschnitt. Die hohe Kinderzahl, ein signifikanter Anteil an Familien mit Migrationshintergrund sowie sozioökonomische Herausforderungen (u. a. Sprachbarrieren, eingeschränkte Mobilität, finanzielle Bedürftigkeit) erschweren eine adäquate Versorgung zusätzlich. Kinderfacharztpraxen wie z.B. Urologie, Neurologie und Kardiologie gelten für die Statistik zwar voll als Kinderhausarztpraxen, decken jedoch nur zu 5% kinderhausärztliche Tätigkeiten ab. Im benachbarten Stadtteil Riederwald gibt es überhaupt keinen Kinderarzt. Ein freier Kassensitz für eine Kinderarztpraxis im Bereich Fechenheim Nord konnte nicht besetzt werden, da Stadtteile mit komplexen sozialen Herausforderungen und wenig Privatpatienten für Neugründungen ein finanzielles Risiko darstellen. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass kinderärztliche Untersuchungen in Fechenheim nicht in ausreichendem Umfang stattfinden können und Diagnosen häufig erst im Schulalter gestellt werden, was frühzeitige Hilfen für betroffene Kinder und Familien erschwert. Ein wohnortnahes städtisches Angebot in Form einer Elternberatungsstelle - wie sie (als "Mütterberatungsstelle") bis in die 1980er Jahre hinein bereits erfolgreich existierte - könnte diese Versorgungslücke zumindest teilweise schließen. Eine solche Beratungsstelle würde nicht nur die Gesundheitsprävention durch Vorsorgeuntersuchungen, Impfberatungen und Schuleingangsuntersuchungen fördern, sondern auch eine wichtige Lotsenfunktion im Stadtteil übernehmen und den Kinderarzt vor Ort entlasten. Das medizinische Angebot wäre eine wichtige Ergänzung für die Arbeit des Kinder- und Familienzentrums im Stadtteil. Insbesondere für junge Familien mit mehreren Kindern, wenig Ressourcen und eingeschränktem Zugang zu ärztlicher Versorgung würde eine niedrigschwellige Beratung eine erhebliche Entlastung darstellen. Darüber hinaus könnte eine solche Anlaufstelle auch die Attraktivität des Stadtteils für potenzielle Niederlassungen von Kinderärztinnen und -ärzten steigern.

Beratungsverlauf 4 Sitzungen

Sitzung 37
Ausschusses für Bildung und Schulbau
TO I, TOP 14
Angenommen
a) Die Ziffern 1., 2. und 4. der Vorlage NR 1272 werden abgelehnt. b) Die Ziffer 3. der Vorlage NR 1272 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. c) Die Ziffer 5. der Vorlage NR 1272 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT Stadtv. Bäppler-Wolf
Ablehnung:
CDU BFF-BIG AFD Linke FRAKTION ÖkoLinX-ELF Gartenpartei
Sitzung 40
OBR 3
TO I, TOP 29
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1272 wird abgelehnt.
Zustimmung:
Grüne SPD ÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
CDU Linke FDP VOLT
Sitzung 40
OBR 9
TO II, TOP 2
Angenommen
Der Vorlage NR 1272 wird zugestimmt.
Zustimmung:
Grüne CDU Linke
Ablehnung:
Spd Und Fraktionslos
Enthaltung:
BFF
Sitzung 42
Stadtverordnetenversammlung
TO II, TOP 23
Angenommen
a) Die Ziffern 1., 2. und 4. der Vorlage NR 1272 werden abgelehnt. b) Die Ziffer 3. der Vorlage NR 1272 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. c) Die Ziffer 5. der Vorlage NR 1272 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT Stadtv. Bäppler-Wolf
Ablehnung:
CDU BFF-BIG AFD Linke ÖkoLinX-ELF FRAKTION Gartenpartei

Reden im Parlament

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