Verpackungssteuer für Frankfurt
Vorlagentyp: NR LINKE
Begründung
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Dem Beispiel Tübingens folgend, wird auch in Frankfurt eine entsprechende Verpackungssteuer eingeführt. Einwegverpackungen (Getränke und Geschirr) werden mit 50 Cent netto und Einwegbesteck mit 20 Cent netto besteuert.
- Mehrwegsysteme für Verpackungen werden eingerichtet. Begründung: Zu 1.) In Tübingen gilt seit dem
- Januar 2022 eine Verpackungssteuer. Gezahlt werden sie von den Verkaufsstellen von Einwegverpackungen, die darin Speisen und Getränke ausgeben. Dass die Verpackungssteuer rechtmäßig ist, hat das Bundesverfassungsgericht am
- Januar 2025 entschieden. Das Instrument der Verpackungssteuer als Umweltschutzmaßnahme sollte daher auch in Frankfurt eingeführt werden. Dass gerade der Kämmerer der Stadt Frankfurt, Bastian Bergerhoff (Grüne), dagegen ist und als Grund einen scheinbar zu hohen "Verwaltungsaufwand", eine "zu komplexe Kalkulation" und "keine Lenkungswirkung" anführt, ist sehr bedenklich. Denn das Beispiel von Tübingen hat gezeigt, dass die Abfallmenge von Einwegverpackungen mithilfe dieser Steuer um mehr als die Hälfte reduziert werden könnte. Vielmehr sollte Frankfurt also dem Vorreiter Tübingen in dieser Hinsicht folgen. Bereits 120 Städte sind laut der Deutschen Umwelthilfe daran interessiert, eine Steuer auf Einwegverpackungen einzuführen. Wiesbaden, Darmstadt und Gießen prüfen bereits die Einführung. Es ist höchste Zeit, dass Frankfurt nachzieht. In diesem Quartal sollen die Tübinger Zahlen zur Müllreduktion veröffentlicht werden. Diese sollten der Stadtkämmerei bei der "komplexen Kalkulation" eine Unterstützung sein und den Grünen in Frankfurt helfen, ihren Glauben an die Wirkungslosigkeit dieser Steuer aufzugeben, über den der Sprecher von Bergerhoff berichtet hat: "Wir glauben nicht an die Lenkungswirkung einer Verpackungssteuer" (FAZ-Artikel "Kampf dem To-go-Becher", 10/02/2025). Zu 2.) Allerdings hat die Praxis in Tübingen auch gezeigt, dass es eines funktionsfähigen Mehrwegsystems für Verpackungen bedarf, damit die Gastronomie die Steuer auf Einwegverpackungen gut abfedern kann. Daher sollte dieser Aspekt bei der Einführung der Steuer in Frankfurt direkt miteingeplant werden. Zu erwähnen ist in diesem Kontext das Pilotprojekt "Mehrweg-Modellstadt" der Stadt Mainz und Wiesbaden.
Inhalt
Antrag vom 13.02.2025, NR 1128
Betreff: Verpackungssteuer für Frankfurt Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Dem Beispiel Tübingens folgend, wird auch in Frankfurt eine entsprechende Verpackungssteuer eingeführt. Einwegverpackungen (Getränke und Geschirr) werden mit 50 Cent netto und Einwegbesteck mit 20 Cent netto besteuert.
- Mehrwegsysteme für Verpackungen werden eingerichtet. Begründung: Zu 1.) In Tübingen gilt seit dem
- Januar 2022 eine Verpackungssteuer. Gezahlt werden sie von den Verkaufsstellen von Einwegverpackungen, die darin Speisen und Getränke ausgeben. Dass die Verpackungssteuer rechtmäßig ist, hat das Bundesverfassungsgericht am
- Januar 2025 entschieden. Das Instrument der Verpackungssteuer als Umweltschutzmaßnahme sollte daher auch in Frankfurt eingeführt werden. Dass gerade der Kämmerer der Stadt Frankfurt, Bastian Bergerhoff (Grüne), dagegen ist und als Grund einen scheinbar zu hohen "Verwaltungsaufwand", eine "zu komplexe Kalkulation" und "keine Lenkungswirkung" anführt, ist sehr bedenklich. Denn das Beispiel von Tübingen hat gezeigt, dass die Abfallmenge von Einwegverpackungen mithilfe dieser Steuer um mehr als die Hälfte reduziert werden könnte. Vielmehr sollte Frankfurt also dem Vorreiter Tübingen in dieser Hinsicht folgen. Bereits 120 Städte sind laut der Deutschen Umwelthilfe daran interessiert, eine Steuer auf Einwegverpackungen einzuführen. Wiesbaden, Darmstadt und Gießen prüfen bereits die Einführung. Es ist höchste Zeit, dass Frankfurt nachzieht. In diesem Quartal sollen die Tübinger Zahlen zur Müllreduktion veröffentlicht werden. Diese sollten der Stadtkämmerei bei der "komplexen Kalkulation" eine Unterstützung sein und den Grünen in Frankfurt helfen, ihren Glauben an die Wirkungslosigkeit dieser Steuer aufzugeben, über den der Sprecher von Bergerhoff berichtet hat: "Wir glauben nicht an die Lenkungswirkung einer Verpackungssteuer" (FAZ-Artikel "Kampf dem To-go-Becher", 10/02/2025). Zu 2.) Allerdings hat die Praxis in Tübingen auch gezeigt, dass es eines funktionsfähigen Mehrwegsystems für Verpackungen bedarf, damit die Gastronomie die Steuer auf Einwegverpackungen gut abfedern kann. Daher sollte dieser Aspekt bei der Einführung der Steuer in Frankfurt direkt miteingeplant werden. Zu erwähnen ist in diesem Kontext das Pilotprojekt "Mehrweg-Modellstadt" der Stadt Mainz und Wiesbaden.Nebenvorlage: Antrag vom 03.09.2025, NR 1357 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Klima- und Umweltschutz Ausschuss für Wirtschaft, Recht und Frauen Haupt- und Finanzausschuss Versandpaket: 19.02.2025
Beratungsverlauf 18 Sitzungen
Sitzung
34
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
TO I, TOP 7
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP AFD VOLT BFF-BIG
Ablehnung:
Linke FRAKTION
Sitzung
34
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 8
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke ÖkoLinX-ELF BFF-BIG FRAKTION
Sitzung
37
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 1
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke ÖkoLinX-ELF BFF-BIG FRAKTION
Sitzung
35
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
TO I, TOP 7
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU BFF-BIG AFD FRAKTION
Enthaltung:
Linke
Sitzung
35
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 6
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke BFF-BIG ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung
38
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 1
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke BFF-BIG ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung
36
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
TO I, TOP 5
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP BFF-BIG AFD VOLT
Ablehnung:
CDU Linke ÖkoLinX-ELF
Sitzung
36
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 5
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke AFD
Enthaltung:
ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung
39
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 1
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke AFD
Enthaltung:
ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung
37
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 6
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke BFF-BIG AFD ÖkoLinX-ELF
Enthaltung:
FRAKTION
Sitzung
37
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
TO I, TOP 6
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP BFF-BIG AFD VOLT FRAKTION
Sitzung
40
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 1
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke BFF-BIG AFD ÖkoLinX-ELF
Enthaltung:
FRAKTION
Sitzung
38
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
TO I, TOP 6
Die Vorlage NR 1128 wird abgelehnt.
Zustimmung:
CDU FDP BFF-BIG AFD ÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
Linke FRAKTION Grüne SPD VOLT
Sitzung
38
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 6
nicht auf TO 1. Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 1357 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP BFF-BIG AFD VOLT ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung
41
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 1
nicht auf TO 1. Die Beratung der Vorlage NR 1128 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 1357 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP BFF-BIG AFD VOLT ÖkoLinX-ELF FRAKTION
Sitzung
39
Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
TO I, TOP 5
1. Die Vorlage NR 1128 wird abgelehnt. 2. Der Vorlage NR 1357 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP BFF-BIG AFD VOLT ÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
Linke
Sitzung
42
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 1
1. Die Vorlage NR 1128 wird abgelehnt. 2. Der Vorlage NR 1357 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP BFF-BIG AFD VOLT ÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
Linke FRAKTION
Sitzung
44
Stadtverordnetenversammlung
TO II, TOP 1
1. Die Vorlage NR 1128 wird abgelehnt. 2. Der Vorlage NR 1357 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP BFF-BIG AFD VOLT ÖkoLinX-ELF Stadtv. Bäppler-Wolf
Ablehnung:
Linke FRAKTION Gartenpartei
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