Umgestaltung des Bruchfeldplatzes in Frankfurt-Niederrad hier: Bau- und Finanzierungsvorlage 1. Teilabschnitt
Vorlagentyp: M
Inhalt
Vortrag des Magistrats vom 23.01.2026, M 24
Betreff: Umgestaltung des Bruchfeldplatzes in Frankfurt-Niederrad hier: Bau- und Finanzierungsvorlage
- Teilabschnitt Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 22.09.2022, § 2210 (M 90)
- Der vorliegenden Planung für die Umgestaltung des Bruchfeldplatzes in einem ersten Bauabschnitt (1. BA) wird zugestimmt.
- Die erforderlichen Mittel für diesen
- Bauabschnitt mit einem Investitionsbedarf in Höhe von rd. 2.466.000 € werden bewilligt und freigegeben.
- Es dient zur Kenntnis, dass:
- a)für die Maßnahme "Umgestaltung Bruchfeldplatz" im Investitionsprogramm der Produktgruppe 13.01, Projektdefinition 5.006011, Mittel in Höhe von 584 T € zur Verfügung stehen, von denen bereits 197 T € verausgabt wurden.
- b)die darüber hinaus benötigten Mittel in Höhe von 2.116 T € in der Sammelveranschlagung Schöneres Frankfurt (Produktgruppe 13.01, Projektdefinition 5.006295) zur Verfügung stehen.
- Die Budgetüberträge der Sammelveranschlagung Schöneres Frankfurt stehen unter dem Vorbehalt der Beschlussfassung des Magistrats zum Jahresabschluss
- Es dient weiter zur Kenntnis, dass: a) aus der mit der Vorplanungsvorlage (M 90 / 2022, § 2210) beschlossenen Gesamtmaßnahme das Kernstück, der zentrale grüne Bruchfeldplatz, in einem
- BA vorgezogen umgesetzt werden soll.
- b)für das ebenfalls mit der Vorplanungsvorlage (M 90 / 2022, § 2210) beschlossene Quartierscafé (2. BA) die erforderliche Bau- und Finanzierungsvorlage in 2026 vorgelegt wird.
- c)die weitere Planung und Umsetzung der straßenbaulichen Maßnahmen (3. BA) zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
- d)die Gesamtkosten der Maßnahmen Platz (1.BA) und Quartierscafé (2.BA) voraussichtlich insgesamt 4.500 T € betragen.
- e)für den straßenbaulichen
- Bauabschnitt zum heutigen Zeitpunkt noch keine Kosten genannt werden können. f) die Jahresfolgekosten (für den
- BA) in Höhe von insgesamt rd. 346 T€ zukünftige Haushalte belasten werden. Begründung: A. Zielsetzung Die Umgestaltung des Bruchfeldplatzes in Niederrad verfolgt das Ziel, den Platz als attraktiv gestaltete und generationenübergreifend nutzbare Stadtteilmitte zu entwickeln. Die Stadtverordnetenversammlung hat mit Beschluss vom 25.03.2010, § 7831 M 237, entsprechend des Etatantrags E 160 beschlossen, das Projekt "Umgestaltung des Bruchfeldplatzes" in das Programm "Schöneres Frankfurt" aufzunehmen. Der im Stadtteil Niederrad gelegene, grüne Bruchfeldplatz mit dem mittig gelegenen Spielplatz ist abgenutzt und bedarf dringend der Erneuerung. Die fehlenden Aufenthaltsqualitäten werden der Bedeutung dieses Platzes und den Nutzungsanforderungen der Bürgerinnen und Bürger Niederrads schon lange nicht mehr gerecht. Ziel der Neugestaltung ist eine deutliche Aufwertung des Bruchfeldplatzes als attraktive grüne Stadtteilmitte, so dass sie den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger Niederrads gerecht wird. Zukünftig soll der Bruchfeldplatz ein grüner Platz mit Angeboten für alle Alters- und Nutzergruppen werden mit hoher Aufenthaltsqualität und vielfältigen Nutzungs- und Begegnungsmöglichkeiten. Dabei kommt dem südlichen Platzbereich an der belebten Bruchfeldstraße eine besondere Bedeutung zu. Im Anschluss an die Freiraumgestaltung wird hier das von der Bürgerschaft in den Planungswerkstätten gewünschte Quartierscafé (2. BA) als Treffpunkt und Anlaufstelle für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils entstehen. B. Alternativen Seit 2010 wurde die Zielsetzung sowie zahlreiche Entwurfsalternativen mit der Bürgerschaft wie auch in Fachgremien intensiv diskutiert. Der vorliegende Entwurf ist Ergebnis der Abwägungen verschiedenster Varianten und wurde zuletzt im Dezember 2024 im Ortsbeirat 5 vorgestellt. Zu dem vorliegenden Konzept gibt es bei Berücksichtigung der aktuellen städtischen Vorgaben und Beschlüsse zur notwendigen Klimaanpassung von Plätzen keine Alternative. Die in den Planungswerkstätten 2010 und 2011 erarbeiteten Ziele sind in der Planung integriert. Die Niederräder Bewohnerschaft erwartet nunmehr nach Abschluss der Interimsnutzung der KT 122 die zeitnahe Realisierung der Platzgestaltung. C. Lösung Die Umgestaltung des Bruchfeldplatzes sieht eine klare Gliederung in drei räumlich-funktionale Zonen vor, die sich durch jeweils eigene Raumqualitäten auszeichnen: Entlang der Bruchfeldstraße bildet ein Platzbereich mit einer Rosenpergola und zwei neu gepflanzten Bäumen das Entree zum Freiraum und zu dem geplanten Quartierscafé. Seniorengerechte Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen unter Rosen oder im Schatten der Bäume ein. Um die großen raumprägenden Bestandsbäume dauerhaft zu erhalten muss auf eine Versiegelung verzichtet werden. Stattdessen werden die Bäume durch Bodenverbesserungsmaßnahmen und ein großes Pflanzbeet geschützt. Das in einem
- BA durch einen gemeinnützigen Träger betriebene "Quartierscafé" soll als zentraler Treffpunkt für die Stadtteilbewohnerschaft dienen und die öffentlich nutzbaren Toiletten integrieren. Die grüne Mitte des Bruchfeldplatzes wird durch eine neu und inklusiv gestaltete Spielelandschaft geprägt, die bestehende Spielgeräte integriert und mit modernen Angeboten für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche ergänzt wird. Dazu zählen u. a. ein Klettergerät für Kinder von 3 bis 14 Jahren, ein inklusives "Generationenkarussell" für Rollstuhlfahrer sowie ein Wasserspiel mit Matschtisch. Darüber hinaus werden neue Sitzelemente wie bunte Sitzsteine und Liegeobjekte an geeigneter Stelle für jugendliche Besucherinnen und Besucher angeordnet. Im Norden des Platzes wird der Bereich der Lindenallee mit den bestehenden Winterlinden stabilisiert und aufgewertet sowie mit einer neuen Linde im Übergang zur Salzmannschule ergänzt. In diesem eher ruhigen, schattigen Alleenraum laden Sitzbänke zum Verweilen ein und hier bietet sich auch die Möglichkeit zum Boccia- oder Boulespiel. Ein zentrales Anliegen der Planung ist der Erhalt und die Ergänzung des bestehenden Baumbestands. Insgesamt werden 26 bestehende Bäume erhalten und 20 neue Bäume gepflanzt. Die neuen Bäume umfassen hitze- und trockenheitstolerante Arten wie Gleditschie, Französische Ahorne, Blauglockenbäume und Mehlbeeren. Die Bepflanzung unterteilt sich in robuste Bodendecker an den Rändern sowie verschiedene Staudenpflanzungen, die je nach Sonneneinstrahlung rund um die Spielbereiche angeordnet werden, um die Biodiversität zu fördern. Zur Anpassung an den Klimawandel werden die befestigten Flächen auf ein Mindestmaß reduziert, um viel Raum für versickerungsfähige Grünflächen als Retentionsflächen zu schaffen. Der geschwungene und barrierefrei gestaltete Hauptweg erhält ein grau-beiges Pflaster. Alle weiteren Wege innerhalb des Platzes erhalten eine wassergebundene Wegedecke. Um die großen Bestandsbäume im südwestlichen Platzbereich nachhaltig stabilisieren und schützen zu können, wurde auf eine Versiegelung und die damit verbundene Bodenverdichtung etwa durch die Befahrung mit Wochenmarktfahrzeugen Abstand genommen. Der Wochenmarkt verbleibt an dem bisherigen Standort. Die undurchsichtige hohe Eibenhecke zur Kniebisstraße wird ersetzt durch eine neugepflanzte Allee analog der Lindenbaumreihe an der östlichen Platzseite. D. Öffentlichkeitsbeteiligung
- a)☐Öffentlichkeitsbeteiligung ist gesetzlich vorgeschrieben Folgende Form ist vorgeschrieben: und/oder
- b)☐ Informelle Öffentlichkeitsbeteiligung wird vorgeschlagen Kurze Beschreibung (2 - 3 Sätze):
- c)Eine Öffentlichkeitsbeteiligung kann nicht erfolgen, weil: ☐ verwaltungsinterner Vorgang ☐ Gestaltungsspielraum ist nicht ausreichend ☐ Verfahrensverzögerung kann nicht akzeptiert werden ☐ Ressourcen stehen nicht zur Verfügung ☐ gesetzlicher Ausschließungsgrund ☒ Beteiligung hat bereits stattgefunden Erläuterung (optional): In diversen offenen Planungswerkstätten im Stadtteil wurden bereits 2010/2011 wichtige Gestaltungsziele formuliert als Grundlage für die Vorplanung. Diese Ziele wurden in der Konkretisierungsphase nach dem Vorplanungsbeschluss nochmals hins. der Anpassung an den Klimawandel sowie der besonderen Berücksichtigung der geplanten KGS Süd modifiziert sowie dem Ortsbeirat 5 detailliert vorgestellt. Der Ortsbeirat 5 hat den Modifikationen im Rahmen von Planergesprächen im August 2023 sowie im Dezember 2024 zugestimmt. Zugunsten einer passgenauen Planung der Spielraumlandschaft fand im Dezember 2023 im Rahmen des Weihnachtsmarktes auf dem Gelände der Salzmannschule eine intensive Beteiligungsaktion mit Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil statt. Die Ergebnisse wurden in die Spielraumplanung eingearbeitet.
- d)☒ Informelle Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen, weil diese bereits durchgeführt wurde. E. Kosten
- Investitionsbedarf: 2.700.000.- € davon Investitionen Freiraumgestaltung 2.625.000.- € zuzügl. spätere Anpassung des Außenbereichs nach Neubau Quartierscafé 75.000.- € a) Finanzielle Mittel für die Öffentlichkeitsbeteiligung: keine
- Finanzierungsbedarfszeitraum mit Angabe der Jahresraten: Jahr Mittelabfluss Bereits verausgabt 197.000,00 € 2026 1.800.000,00 € 2027 500.000,00 € 2028 127.300,00 € 2029 75.700 € Gesamtsumme 2.700.00,00 €
- Zugehörige Folgeinvestitionen unter Angabe des Umfangs- und Zeitraums: keine
- Jahresfolgekosten:
- a)Personalaufwendungen keine
- b)Sachkosten Bauunterhaltungskosten Grün- und Freiflächen 2.700.000.- € x 5% 135.000.- €
- c)Kapitalkosten
- Kalkulatorische Verzinsung 2.700.000.- € x 2,25 % / 2 = 30.375.- € *) Zinssatz gem. Haushaltsrundschreiben vom 17.01.2023 d) Abschreibung Grün- und Freiflächen 15 Jahre 1/15 x 2.700.000.- € 180.000.- € Gesamtsumme Jahresfolgekosten 345.375.- € Gesamtsumme Jahresfolgekosten (gerundet) 346.000.- €
- Jahreserträge: keine
- Leistungen Dritter: keine
- Stellenplanmäßige Auswirkungen: keine
- Sonstiges: entfällt Anlage 1_Uebersichtsplan (ca. 2 MB) Anlage 2_Entwurfsplan (ca. 6,9 MB) Anlage 3_Kostendeckblatt (nicht öffentlich - ca. 570 KB)