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Vorplanung Bahnhof Frankfurt am Main-West

Vorlagentyp: M

Inhalt

Vortrag des Magistrats vom 19.10.2001, M 212

Betreff: Vorplanung Bahnhof Frankfurt am Main-West Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 30.06.1998, § 2259

  1. Der vorgelegten Vorplanung zur Aufwertung und barrierefreien Gestaltung des Bahnhofs Frankfurt-West wird zugestimmt.

  2. Der Magistrat wird beauftragt, die weiteren Planungsschritte einzuleiten und nach Abschluss der Baureifplanung der Stadtverordnetenversammlung eine Bau- und Finanzierungsvorlage mit entsprechenden Plänen und Kostenberechnungen - insbesondere unter Angabe der Kostenbeteiligung Dritter - zur Beschlussfassung vorzulegen. A - Zielsetzung Der Bahnhof Frankfurt am Main-West liegt im Stadtteil Bockenheim und ist in der ersten Planungsstufe zum Stationsentwicklungsplan (STEP) enthalten. Vier S-Bahnlinien und einige Regionalbahnen halten im Bahnhof und werden täglich von mehr als 15.000 Fahrgästen genutzt. Die Verkehrsbedeutung wird mit fortschreitender Bebauung der City-West und dem Neubau der Straßenbahn in der Voltastraße weiter zunehmen. Der Bahnhof Frankfurt-West verfügt über 5 Bahnsteigkanten auf 2 Ebenen und ist zurzeit nicht mobilitätsbehindertengerecht ausgestattet, der Hochbahnsteig kann nur über eine einzige feste Treppe und eine Fahrtreppe erreicht werden. Die vorhandene Tunnelanlage dient als Bahnsteigzugang und Stadtteilverbindung, sie ist teilweise eng, unnötig lang und wegen ihrer zweifach abgeknickten Linienführung sehr unübersichtlich. Die vorliegende Vorplanung sieht die barrierefreie Verbindung aller Ebenen mit Hilfe von 3 Aufzügen und die gestalterische Aufwertung der Tunnelanlage und des westlichen Tunnelzugangs vor. Ein zusätzlicher Treppenzugang zum Hochbahnsteig soll die Erreichbarkeit aus südöstlicher Richtung erleichtern und eine gleichmäßigere Verteilung der Fahrgäste auf dem Hochbahnsteig erreichen. Eingriffe in die Gleisanlagen der DB AG sind nicht vorgesehen. B - Alternativen Die Vorplanung ohne schwerwiegende und teure Eingriffe in die Statik der Gebäude und ohne Änderungen an den Gleisanlagen ließ nur wenige Alternativen im Detail zu. Die untersuchte Rampenlösung am westlichen Tunnelzugang stellte sich als städtebaulich unbefriedigend und zu teuer heraus. C - Lösung Für den Bahnhof Frankfurt-West wurde gemeinsam mit dem RMV und unter Beteiligung der DB AG eine Vorplanung erstellt, die · einen zusätzlichen Zugang von Südosten zum Hochbahnsteig, · die barrierefreie und mobilitätsbehindertengerechte Stadtteilverbindung und Erreichbarkeit aller Ebenen der Bahnhofsanlage, · die Tunnelanlage so weit wie technisch möglich verkürzt und mit einheitlichem Querschnitt ohne Knick übersichtlich und sicher, · und eine städtebaulich ansprechende und sich zum Stadtteil öffnende Treppenanlage im Westen vorsieht. D - Kosten Eine vorläufige Kostenschätzung ermittelte Gesamtherstellungskosten von ca. 5,3 Mio. DM brutto. Die Finanzierung soll durch GVFG-, FAG- und Stellplatzablösemittel erfolgen.Nebenvorlage: Antrag vom 29.11.2001, NR 409 Anregung vom 26.11.2001, OA 412