Sportförderung - Stärkung der Sportstadt Frankfurt am Main: Austragung der EuroGames 2028
Beschlussvorschlag
a) Es dient zur Kenntnis, dass die Stadt Frankfurt eine Bewerbung Frankfurts für die Gay Games, das alle vier Jahre stattfindende internationale Breitensportereignis für die LGBTIQ*-Community, mit dem Ziel geprüft hat, diese Veranstaltung nach Frankfurt zu holen. Diese Bewerbung wurde aufgrund der benötigten sehr hohen finanziellen Aufwendungen und zu geringen Erfolgsaussichten verworfen. Alternativ wurde eine Bewerbung um die EuroGames, die größte Multisportveranstaltung der LGBTIQ*-Community auf Breitensportebene in Europa, geprüft - wie im Bericht des Magistrats vom 11.10.2024, B 380, dargelegt. b) Das Dezernat I - Hauptverwaltung und Sport - (Sportamt) wird beauftragt, gemeinsam mit dem Frankfurter Volleyball Verein e.V. (FVV) und dem Artemis Sport Frankfurt e.V. eine Bewerbung für die EuroGames 2028 auszuarbeiten. Da vom austragenden Verband EGLSF (European Gay & Lesbian Sport Federation) in einem ersten Anlauf keine Gastgeberstadt für dieses Jahr gefunden werden konnte, wurde das Bewerbungsverfahren auf ausdrücklichen Wunsch des FVV und der Stadt Frankfurt am Main wiedereröffnet. Frankfurt hat sehr gute Chancen, den Zuschlag zu erhalten. Nach Ende der Frist zur Interessensbekundung gibt es keine weiteren Bewerberstädte. c) Es dient weiterhin zur Kenntnis, dass derzeit in Zusammenarbeit mit dem FVV, Artemis und der Agentur PROPROJEKT eine Bewerbung (Bid Book) erstellt wird, die fristgerecht zum 30. September 2025 bei der EGLSF einzureichen ist. Die finale Entscheidung, ob Frankfurt am Main Austragungsort für die EuroGames 2028 wird, trifft die EGLSF am 25. Oktober 2025. d) Es dient zudem zur Kenntnis, dass der Vorstand des FVV gemeinsam mit dem Vorstand des Frauen*- und Lesben*sportvereins Artemis Sport Frankfurt e.V. die Veranstalterrolle für die EuroGames 2028 übernehmen wird. Hierzu wird ein neuer Verein gegründet. Eine zeitliche und örtliche Kopplung an den CSD 2028 wird geprüft. Es werden ca. 4.000 Teilnehmende erwartet, die in 20 verschiedenen Sportarten antreten. Für die Ausrichtung der EuroGames ist ein städtischer Zuschuss in Höhe von 3,3 Mio. Euro erforderlich, um das Sport- und Rahmenprogramm inklusive Eröffnungs- und Abschlussfeier, das Sports Village und begleitende Konferenzen unter Berücksichtigung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen angemessen zu konzipieren, zu organisieren und umzusetzen. e) Es wird zugestimmt, dass die Stadt Frankfurt am Main den Zuschuss über 3,3 Mio. Euro gemäß der Beschlussziffer 4 zur Verfügung stellt. Die Mittel werden folgendermaßen auf die Jahre 2026, 2027 und 2028 aufgeteilt: 400.000 Euro/ 400.000 Euro/ 2,5 Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgt aus dem Budget des Dezernats I, Produktgruppe 21.16 - Förderung von Veranstaltungen.
Begründung
A. Allgemeines
Vor 30 Jahren fand in Frankfurt am Main eine der ersten Auflagen der EuroGames statt. Auch heute noch ist Frankfurt für seine Vielfalt und Internationalität, seinen weltoffenen Charakter und seine Gastfreundschaft bekannt. In Zeiten, in denen demokratische Werte vermehrt unter Druck geraten, steht auch Frankfurt vor der Herausforderung, sich aktiv für ihre Bewahrung einzusetzen.
B. Finanzielle Auswirkungen
Intoleranz und Ausgrenzung nehmen weltweit mehr denn je zu - auch Deutschland und Frankfurt am Main sind davon nicht ausgenommen. Mit der Bewerbung um die EuroGames 2028 unterstreicht die Stadt, für die Gemeinschaften und Kulturen einzustehen, die Frankfurt am Main lebendig, bunt und lebenswert machen.
C. Personalwirtschaftliche Auswirkungen
Die Austragung einer Veranstaltung mit dieser Strahlkraft ist ein wichtiger Baustein, um diese Werte zu schützen, eine positive Botschaft zu senden und Menschen weit über die Stadtgrenzen hinaus miteinander zu verbinden. Der sportliche Wettbewerb soll hier als Katalysator dienen, der das europaweit anreisende Teilnehmendenfeld mit lokalen Vereinen und Verbänden in Kontakt bringt.
D. Klimaschutz
Die Veranstaltung wird offen konzipiert, sodass sie nachhaltig inklusiv wirkt und die gesamte Stadtgemeinschaft aktiv mit einbindet und zur Teilnahme animiert.