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Vielfalt im Sport - Handlungsempfehlungen aus dem Projekt "In Bewegung - Transformation und Sportorganisationen in migrationsgesellschaftlichen Kontexten"

Vorlagentyp: B

Bericht

Auf die vorangegangenen Zwischenberichte zu diesem Thema wird verwiesen. Der Magistrat steht im Austausch mit dem Sportkreis Frankfurt, um weitere Maßnahmen aus dem Projektbericht zu eruieren. Aktuell decken der Sportkreis und die Sportjugend Frankfurt das Thema bereits sehr gut über konkrete Aktionen und z.T. offene Angebote, z.B. die Beteiligung an dem Landesprogramm Sport integriert Hessen, ab. Seit 2016 setzt der Sportkreis sog. Sportcoaches als Multiplikatoren ein, um niedrigschwellige Sport- und Bewegungsangebote zu koordinieren und so Menschen mit Migrationshintergrund oder Gruppen mit sozialer Benachteiligung in die Stadtgesellschaft zu integrieren. Seit Jahren nutzen zahlreiche junge Erwachsene mit Migrationshintergrund die Angebote im Nachtsport, Boxcamp Gallus, BasKIDball und Galluspark Bolzplatz. Darüber hinaus gibt es eine rege Beteiligung an Projekten und Veranstaltungen wie dem Interkulturellen Fußballturnier oder der Frankfurter Bolzplatzliga F43+. Weiterhin gibt es in Frankfurt zehn Vereine, die über das Bundesprogramm "Integration durch Sport" gefördert werden. Sie haben sich die Themen Integration und interkulturelle Öffnung auf die Agenda geschrieben und bemühen sich intensiv um diese Zielgruppe. Darüber hinaus gibt es viele weitere Vereine, die sehr divers aufgestellt sind (z.B. Makkabi Frankfurt), z.T. spezifische Angebote in ihrem Portfolio haben (Frauen in Bewegung e.V.) oder Migrantensportvereine sind (z.B. SV Eritrea). Die Vielfalt in Frankfurter Vereinen ließ sich auch im Rahmen der 14. Auszeichnung der Sportjugend Frankfurt (SJF) für ehrenamtlich tätige Vereinsfunktionäre und deren besonderes Engagement im Jugendbereich des Sportkreises Frankfurt am 3. Dezember 2024 im Römer beobachten. Trotzdem lässt sich nicht bestreiten, dass im Themenfeld Integration auch bei Vereinen noch Handlungsbedarf besteht, vor allem im Hinblick darauf, dass die Zielgruppe weiterwächst und der gesellschaftliche und politische Diskurs dynamisch ist. Daher ist es zu begrüßen, dass sich Vereine intensiv und über eine reine Maßnahmenebene hinaus mit ihrer interkulturellen Öffnung auseinander zu setzen. Im Rahmen der Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung wird das Thema Integration/ interkulturelle Öffnung der Sportvereine in den Fokus rücken. Auch das Thema Ehrenamt, das viele Sportvereine aktuell umtreibt, wird dabei verstärkt eine Rolle spielen. Es ist geplant eine Bestandsaufnahme sowie eine Bedarfsanalyse zu erstellen, um dann weitere Maßnahmen umzusetzen. Im Übrigen stellt sich die Frage, ob die Studie und Handlungsempfehlungen "Vielfalt im Sport - In Bewegung- Transformation von Sportorganisationen in migrationsgesellschaftlichen Kontexten" aus dem Jahr 2021 noch dem aktuellen Verständnis von Assimilation und Integration entspricht. Die Einschätzung des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten bestätigt das: "Der Bericht geht von Anfang an von einer 'Integrationsbedürftigkeit' von Migrant*innen in den Sport aus, ohne die Kriterien einer 'gelungenen Integration' oder eine Ausgangslage zu spezifizieren, welche diese Hypothese unterstützt. In Zusammenhang zu der Ausgangslage wäre z. B. interessant gewesen, ob in Frankfurt am Main überhaupt eine unterschiedliche Beteiligungsquote von Migrant*innen am Vereinssport zu beobachten ist. Ein Ergebnis der Bürger*innenbefragung wie auch des Integrations- und Diversitätsberichtes der Stadt Frankfurt am Main ist z.B., dass Einwohner*innen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit sogar häufiger Sportplätze/-hallen besuchen als Einwohner*innen mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Beratungsverlauf 1 Sitzung

Sitzung 36
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
TO I, TOP 19
Angenommen
nicht auf TO Die Vorlage B 151 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)
Zustimmung:
Grüne CDU SPD Linke FDP AFD FRAKTION
Ablehnung:
BFF-BIG VOLT ÖkoLinX-ELF