Ausstieg aus der Sexarbeit/Prostitution mit Übergangswohnungen und anderen Hilfen unterstützen
Bericht
Für ein Wohn- und Betreuungsprojekt, das weibliche Sexarbeiterinnen/Prostituierte beim Ausstieg aus der Branche unterstützt, wurden für das Haushaltsjahr 2024 und 2025 jeweils 55.000 € (siehe E 72) durch das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main eingestellt. Der Verein Frauenrecht ist Menschenrecht e.V. wird dieses Projekt umsetzen und wurde über die Zuwendung informiert. Sobald der Haushalt 2024/25 rechtkräftig ist, wird dem Träger die Summe von 55.000 € für 2024 gezahlt, sodass der Verein mit der Umsetzung des Projektes beginnen kann. Aus Sicht der beteiligten Ämter, Jugend- und Sozialamt sowie Gesundheitsamt, ist das Vorhalten von unbürokratischen und niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten für Ausstiegswillige aus der Prostitution zu unterstützen. Die Hauptzielgruppe sind Frauen, Männer und Transgender-Personen, die aus der Zwangsprostitution stammen oder Opfer von Menschenhandel sind. Auch Prostituierte, die unter indirektem Zwang stehen und keinen anderen Ausweg sehen, sollten berücksichtigt werden. Ein wichtiger Aspekt in Hinblick auf unbürokratische und niedrigschwellige Unterstützung sind die Sprachkenntnisse, denn die Mehrheit der Prostituierten stammt aus dem Ausland und ist der deutschen Sprache nur bedingt mächtig. Ein weiterer relevanter Aspekt ist die Art und Weise, wie Prostituierte über dieses Angebot informiert werden. Dies sollte wertschätzend und individuell erfolgen. Im Rahmen der verpflichtenden Beratung nach dem ProstSchG finden vertrauliche Gespräche statt, in denen Klientinnen und Klienten die Möglichkeit haben, selbst Fragen zu stellen oder über ihre Lebenssituation zu berichten. Diese Option trägt dazu bei, das Vertrauen in die Behörde und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken. Einen abschließenden Bericht wird der Magistrat vorlegen, sobald alle detaillierten Informationen vorliegen.