Verkehrskollaps auf der Westerbachstraße verhindern
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Bericht des Magistrats vom 08.10.2018, B 333
Betreff: Verkehrskollaps auf der Westerbachstraße verhindern Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 21.06.2018, § 2782 - OA 256/18 OBR 7 - Die Erschließungssituation der bestehenden und sich in Entwicklung befindlichen Gewerbegebiete rund um das Nordwestkreuz in Frankfurt-Rödelheim, Frankfurt-Sossenheim und Eschborn stellt sich seit Jahren als besondere Herausforderung dar. Der prioritären Zielvorstellung, das Hauptverkehrsstraßennetz noch stärker an das Autobahnnetz anzubinden, sind durch die dichte Knotenpunktabfolge im Autobahnnetz und der hohen Belastung der Autobahnen ausgesprochen enge Grenzen gesetzt. Mit einer zusätzlichen Anbindung an die Autobahnen sind dabei nicht nur Chancen für eine verbesserte äußere Erschließung verbunden, sondern auch Risiken, gebietsfremden Durchgangsverkehr auf das nachgeordnete Netz zu ziehen. Sämtliche Maßnahmen sind daher mit besonderer Sorgfalt zu prüfen und in enger Abstimmung mit der Autobahnverwaltung zu planen. Aus dem Bundesverkehrswegeplan heraus hat die Autobahnverwaltung die vordringliche Aufgabe, das Nordwestkreuz - die Verknüpfung aus A 5, A 66 und L 3005 (Lorscher Straße) - leistungsfähig auszubauen. Der Magistrat hat im Vorfeld aus einer Machbarkeitsstudie heraus einen Vorschlag zur besseren Anbindung der Lorscher Straße in und aus Richtung Rödelheim in diesen Planungsprozess eingebracht. Inwiefern dieser Lösungsansatz auch bei einem grundlegenden Umbau des Nordwestkreuzes Berücksichtigung finden kann, bleibt abzuwarten. Vor diesem Hintergrund vertritt der Magistrat zu den angeregten Maßnahmen folgende Einschätzung: Zu
- : Eine direkte Anbindung der Gewerbeflächen an der Gaugrafenstraße an die Wilhelm-Fay-Straße mittels einer Brücke über die A5 stellt für sich keinen geeigneten Lösungsansatz für die problematische Erschließungssituation dar, da die Verkehrsströme wie im Bestand weitgehend über den Knotenpunkt Westerbachstraße/Wilhelm-Fay-Straße abgewickelt werden müssen. Ob die zusätzliche Verbindung über die Autobahn in Verbindung mit der noch zu findenden Lösung für die verbesserte Anbindung an das Nordwestkreuz sinnvoll ist, muss in nachfolgenden Untersuchungsschritten geklärt werden. Der Maßnahmenvorschlag wird daher zunächst zurückgestellt. Zu 2.: Eschborner Landstraße und Lorscher Straße sind über die Guerickestraße direkt miteinander verbunden. Der Nutzen einer weiteren Verbindung in unmittelbarer Nachbarschaft ist vor dem Hintergrund der durch die Bestandsbebauung und die Bahnstrecke schwierigen trassierungstechnischen Randbedingungen zumindest fraglich. Überlegungen zu einer weiteren Verbindung zwischen Eschborner Landstraße und Lorscher Straße werden daher zunächst nicht weiter verfolgt. Die Schaffung einer Zufahrt von der Lorscher Straße aus Richtung Rödelheim zur A 66 und weiter über das Nordwestkreuz zur A 5 ist Gegenstand des Vorschlags des Magistrats an die Autobahnverwaltung. Die Schaffung einer Zufahrt von der Guerickestraße auf die Abbiegespur von der A 66 zur A 5 in Richtung Bad Homburg stellt eine verkehrlich eingeschränkte Alternative zu dem Magistratsvorschlag dar. Vorzugslösung bleibt daher zunächst der Vorschlag einer Lösung, die auch Fahrtmöglichkeiten zur A 66 in Richtung Westen sowie zur A 5 in Richtung Süden ermöglicht.