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Bericht zur kommunalen Beschäftigungsförderung

Vorlagentyp: B

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 06.05.2011, B 229

Betreff: Bericht zur kommunalen Beschäftigungsförderung


Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 16.11.1995, § 5245 - NR 601 SPD, NR 702 GRÜNE, l. B 196/10 - Bericht zur kommunalen Beschäftigungsförderung für das Jahr 2009 Inhalt

  1. Einleitung 1.1 Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Jahr 2009 1.2 Gegenstand des Berichts

  2. Fördermaßnahmen der Stadt Frankfurt am Main 2.1 Beschäftigungsförderung des Jugend- und Sozialamtes 2.2 Anteile des Frauenreferats an der kommunalen Beschäftigungsförderung 2.3 Angebote des Stadtschulamtes zur vertieften beruflichen Orientierung an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen 2.4 Beitrag der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH zur Existenzgründungs-Förderung Kompass - Zentrum für Existenzgründungen

  3. Schlussbemerkung Anlage

  4. Einleitung 1.1 Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Jahr 2009 Die Entwicklung auf dem Frankfurter Arbeitsmarkt verlief im Jahre 2009 erneut positiv. Im Dezember 2008 gab es in Frankfurt am Main 26.927 Arbeitslose. Im Dezember 2009 waren es 26.019 (- 3,4 %). Vom Rückgang der Zahl der Arbeitslosen um 3,4 % haben insbesondere ausländische Arbeitnehmer (-4,0 %), Frauen (-3,9 %), jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren (-15,1 %) und Langzeitarbeitslose (-22,4 %) profitiert. Hingegen stieg die Zahl der Arbeitslosen im Alter von 55 bis unter 65 Jahre um 2,3 % an. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) sank von Dezember 2008 bis Dezember 2009 um 0,3 Prozentpunkte auf 7,7 %. Überdurchschnittlich hoch war Ende 2009 die Arbeitslosenquote der Ausländerinnen und Ausländern mit 12,3 % (2008: 12,7 %) und der Männer mit 8,1 % (2008: 8,4 %). Arbeitslose im Dezember 2009 und Veränderung ihrer Zahl gegenüber 2008 nach verschiedenen Merkmalen in Frankfurt am Main absolut und in % Merkmal Bestand im Dezember 2009 Veränderung gegenüber Dezember 2008 absolut in % Männer 14.524 -437 -2,9 Frauen 11.495 -471 -3,9 Jüngere unter 25 Jahren 2.167 -385 -15,1 dar.: über 6 Monate arbeitslos 505 -127 -20,1 dar.: unter 20 Jahren 515 -115 -18,3 über 25 Jahre und langzeitarbeitslos 8.206 -2.182 -21,0 50 Jahre und älter 6.152 -251 -3,9 dar.: 55 Jahre und älter 3.394 76 2,3 Langzeitarbeitslose 8.288 -2.395 -22,4 Schwerbehinderte 1.530 -94 -5,8 Ausländer(innen) 10.121 -417 -4,0 insgesamt 26.019 -908 -3,4 Quelle: Bundesagentur für Arbeit: Arbeitsmarkt in Zahlen. Berichtsmonat Dezember

  5. Report für Kreise und kreisfreie Städte. Frankfurt am Main, Stadt (06412) Die 26.019 Frauen und Männer, die am Ende des Jahres 2009 in Frankfurt am Main arbeitslos gemeldet waren, gehörten mit 73,2 % zum überwiegenden Teil (2008: 78,6 %) zum Rechtskreis SGB II und wurden von der Rhein-Main Jobcenter GmbH, der Frankfurter Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Arbeitsagentur und der Stadt Frankfurt am Main (seit 2011 Jobcenter Frankfurt am Main), betreut. Nur ca. ein Viertel gehörte demnach zum Rechtskreis SGB III und fiel in die Zuständigkeit der Agentur für Arbeit. Ende 2009 gab es 47.378 erwerbsfähige Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II, von denen 19.047 arbeitslos im Sinne des SGB III waren. Die anderen erwerbsfähigen Hilfeempfänger erfüllten die Kriterien, um als arbeitslos im Sinne des SGB III zu gelten. Insbesondere werden Personen, die an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik wie z.B. an Arbeitsgelegenheit nach § 16 Abs. 3 SGB II teilnehmen, in der Statistik nicht als Arbeitslose gezählt. Dem leichten Rückgang der Zahl der Arbeitslosen im Jahr 2009 stand kein Zuwachs der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber. Vielmehr blieb deren Zahl gegenüber dem Vorjahresmonat nahezu unverändert. In Frankfurt am Main lag die Zahl der am Arbeitsort Frankfurt am Main sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen im Dezember 2009 bei 493.677 und damit um 0,4% unter der entsprechenden Zahl des Vorjahres. Unterdurchschnittliche Arbeitslosenquoten hatten demgegenüber die 15- bis unter 25-Jährigen (7,1 %) und Frauen (7,2 %). 1.2 Gegenstand des Berichts Der hier vorgelegte Bericht zur kommunalen Beschäftigungsförderung behandelt nur die Aktivitäten des Jugend- und Sozialamtes, des Frauenreferats, des Stadtschulamtes und der Wirtschaftförderung Frankfurt am Main. Über die Beschäftigungsförderung der Rhein-Main Jobcenter GmbH bzw. in der Folge des Jobcenter Frankfurt am Main wird gesondert berichtet. Die mit diesem Bericht vorgelegten Zahlen sind nicht durchgängig nach Geschlechtern oder Migrationshintergrund aufgeschlüsselt, weil nicht in allen Bereichen und Projekten entsprechende Erhebungen durchgeführt wurden.

  6. Fördermaßnahmen der Stadt Frankfurt am Main 2.1 Jugendberufshilfe und Beschäftigungsförderung des Jugend- und Sozialamtes Aus dem Haushalt des Jugend- und Sozialamtes wurden 2009 insgesamt 8.811.182 € für die Jugendberufshilfe und Beschäftigungsförderung ausgegeben. Die kommunale Beschäftigungsförderung des Jugend- und Sozialamtes umfasst die Projektentwicklung und Förderung von Maßnahmen der Jugendberufshilfe sowie Angebote für arbeitslose Erwachsene im Rahmen der Arbeitshilfe auf der Rechtsgrundlage der Sozialgesetzbücher - SGB II (Grundsicherung), SGB III (Arbeitslosenversicherung, Arbeitsförderung), SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) und SGB XII (Sozialhilfe). Die berufliche Orientierung gehört zum schulischen Auftrag und ist im Stadtschulamt angesiedelt. Die von dort finanzierten Maßnahmen sind unter dem Gliederungspunkt "Angebote des Stadtschulamtes zur vertieften beruflichen Orientierung an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen" aufgeführt. Eine wesentliche Aufgabe der Jugendberufshilfe besteht in der Feststellung der Bedarfe, der Abstimmung, der Initiierung und der Weiterentwicklung von Programmen und Maßnahmen im Bereich der Berufsvorbereitung und der beruflichen Orientierung, der Qualifizierung sowie der Ausbildung und Beratung. Ziel dieser Arbeit ist es, arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 25 (27) Jahren bessere Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Maßnahmen der Berufsvorbereitung und Orientierung verbinden zu unterschiedlichen Anteilen berufliche Orientierung, Berufsvorbereitung, Beschäftigung und Qualifizierung in der Ausbildung. Bei neun Trägern gab es in den folgenden Projekten annähernd 1.000 Plätze, davon wurden rund 2/3 von Personen mit Migrationshintergrund in Anspruch genommen. Im Einzelnen handelt es sich um - Praxislernprojekt - Schulrestaurant "Poggibonsi" - Maler- und Lackierer im Stadtteilprojekt "LackZack" - "Bike-Point" (Fahrradservice) - Ausbildung für junge Migrantinnen zur Bürokauffrau - Ausbildung Schreiner/-in - Ausbildung zum Servicefahrer - Berufsvorbereitung und Ausbildung zur Fachkraft im Hotel- und Gaststättengewerbe - Kauffrau im Einzelhandel/Verkäuferin, Kauffrau für Bürokommunikation - Orientierung und Qualifizierung junger Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund - Berufsorientierung und Qualifizierung für junge Männer - Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte mit der Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachzuholen, u. a. für junge Sinti und Roma - Sozialpädagogische Unterstützung und Lernförderung in der Ausbildung - "Alles aus einem Guss", ein modulares Programm für Beratung, Qualifizierung, Ausbildungsbegleitung und außerbetriebliche Ausbildung - Teilzeitausbildung für junge Mütter Insgesamt acht Träger boten 350 Ausbildungsplätze in Ausbildungsverbünden oder als außerbetriebliche Ausbildungsplätze für Jugendliche an. Diese Ausbildungsplätze wurden zusätzlich zum bestehenden Ausbildungsplatzangebot geschaffen. Für diese Maßnahmen, d. h. für Ausbildungsvorbereitung, Ausbildungsbegleitung und für Ausbildungsplätze für junge Menschen unter 27 Jahre wurden 3.527.595 € ausgegeben. Im Bereich der Beratung nach der Schulzeit waren 2009 sechs Träger aktiv und haben rund 2.150 junger Menschen beraten, der Kostenaufwand belief sich auf 888.587 €. Aus Mitteln des Landes Hessen, des Europäischen Sozialfonds sowie des Jugend- und Sozialamtes wurde mit dem Verein zur beruflichen Förderung von Frauen e.V. die Broschüre "projekt:beruf" als Hilfe für den Berufseinstieg und die Ausbildung in Frankfurt am Main aufgelegt. Auch im Internet unter www.projektberuf-ffm.de können diese Informationen abgerufen werden. Neben den Projekten der Jugendberufshilfe bietet die Stadt Frankfurt am Main verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten für arbeitslose Erwachsene an. Zur Förderung der beruflichen Orientierung und zur Verbesserung der Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt gibt es Angebote im Bereich der internationalen Gästebetreuung, bei Hol- und Bringdiensten in den Stadtteilen und im Cafe McNair. Zur Förderung der Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Erwerbsfähigkeit für SGB II - Empfänger wird durch den Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e.V. ein integriertes Arbeits- und Beschäftigungsprojekt durchgeführt. Darüber hinaus gibt es weitere Angebote an Arbeitsgelegenheiten wie das Projekt Energiesparservice und Arbeitsgelegenheiten mit integrierter Gesundheitsförderung. Zusätzlich wurden für 14 Personen, die durch einen Beschäftigungszuschuss nach §16e SGB II gefördert wurden 25% Ko-Finanzierung übernommen, die ansonsten der Arbeitgeber tragen muss. Die "Werkstatt Frankfurt" bietet sowohl Arbeitsgelegenheiten, wie auch Qualifizierung, Förderung der Wiederherstellung von Arbeitsfähigkeit, Ausbildung und Beratung an. Für Angebote im Rahmen der Arbeitshilfe wendete die Stadt Frankfurt insgesamt 4.395.000 € auf. Eine Beratung für arbeitslose Erwachsene findet durch Initiativen wie der "Hilfe im Nordend" statt. Nicht nur für Jugendliche auch für Erwachsene bietet der Verein für Kultur und Bildung e.V. (KUBI) Beratung und Unterstützung an. Weitere Förderungen für Jugendliche wie Erwachsene erfolgen im Rahmen verschiedener Landesprogramme wie "Ausbildung statt Arbeitslosengeld II", "Passgenau in Arbeit" und Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen. 2.2 Anteile des Frauenreferats an der kommunalen Beschäftigungsförderung Beratung und berufliche Qualifizierung von Mädchen und Frauen Das Frauenreferat fördert seit seiner Gründung Angebote und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Frauen. Priorität haben Angebote für Frauen, die beim Zugang zu beruflicher Bildung und existenzsichernder Beschäftigung vor besonderen Herausforderungen stehen. Das können (langzeit)arbeitslose Frauen sein, Berufsrückkehrerinnen oder Mädchen/junge Frauen mit schwierigen Ausgangsbedingungen für eine Berufsausbildung. In den genannten Gruppen sind zugewanderte Frauen und alleinerziehende Mütter in aller Regel mit zusätzlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Qualifizierte Unterstützung ist die Voraussetzung, um sowohl die Komplexität der Lebenslagen als auch die Ressourcen und Stärken der Frauen in den Prozess ihrer beruflichen Entwicklung einzubeziehen. Dies ist in den durch das Frauenreferat geförderten Angeboten und Maßnahmen gewährleistet. Durch das Frauenreferat geförderte Träger und Projekte Aus dem Haushalt des Frauenreferats wurden 2009 insgesamt 473.905 € für Angebote zur Beratung und beruflichen Qualifizierung von Mädchen und Frauen eingesetzt. Davon entfielen 463.905 € auf kontinuierlich geförderte Leistungsbereiche. Mit weiteren 10.000 € wurde ein innovatives Projekt gefördert. Im Folgenden werden die bezuschussten Träger und Projekte mit ihren jeweils geförderten Leistungsbereichen aufgeführt:

  7. Der Verein zur beruflichen Förderung von Frauen e. V. setzt sich für die Chancengleichheit von Mädchen und Frauen in Ausbildung und am Arbeitsmarkt ein. Seine Beratungsstelle "Neue Wege - Neue Pläne" bietet Weiterbildungsberatung für Frauen an und unterstützt sie in den unterschiedlichsten Berufs- und Lebenssituationen bei der beruflichen Standortbestimmung und Neuorientierung. Auch an der Erstausbildung für junge Migrantinnen zur Bürokauffrau, die erfolgreich im Lernortverbund von Betrieben, Berufsschulen und Träger durchgeführt wird, beteiligt sich das Frauenreferat, ebenso wie das Dezernat für Jugend und Soziales, regelmäßig durch einen Zuschuss. Der "Verein" realisiert gemeinsam mit zwei weiteren Trägern das Forum Berufsrückkehr für Frauen, die nach einer familienbedingten Unterbrechung zurück in die Erwerbsarbeit wollen. Zuschuss des Frauenreferats an den Verein zur beruflichen Förderung: 90.475 € für die Beratungsstelle, 18.025 € für die Erstausbildung, insgesamt 108.500 €.

  8. berami - berufliche Integration e. V. bietet berufliche Orientierung und Qualifizierung für Migrantinnen und Aussiedlerinnen aller Qualifikationsniveaus und unterstützt sie beim Zugang zu Weiterbildung und Erwerbsarbeit. Das Frauenreferat förderte wie in den Vorjahren die "Beratung für Arbeit, Bildung und Beruf" für Frauen, die mit der Lebens- und Arbeitswelt der deutschen Gesellschaft und häufig auch mit der deutschen Sprache nicht genügend vertraut sind, sowie die "Brückenbausteine zum Beruf" für Migrantinnen, die identifizierbare einzelne Elemente für ihre berufliche Entwicklung brauchen. berami beteiligte sich gemeinsam mit zwei weiteren Trägern am Forum Berufsrückkehr und erhielt außerdem eine Förderung für das sehr erfolgreiche Projekt "Mentoring für Migrantinnen". Im zweiten Jahr gefördert wurde das "Lernhaus für Frauen", in dem interkulturelle Kompetenzen vermittelt und - als Nebenwirkung - die Arbeitsmarktchancen der Teilnehmerinnen verbessert werden. Zuschuss des Frauenreferats an berami: insgesamt 225.695 €.

  9. Das Frauen-Softwarehaus e. V. bietet u. a. Beratung und Information im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Frauen werden über die aktuellen marktrelevanten Qualifikationsanforderungen informiert und bei der Auswahl von adäquaten Weiterbildungsmöglichkeiten für ihren Kenntnisstand und ihre beruflichen Zielsetzungen beraten. Das Frauen-Softwarehaus beteiligte sich ebenfalls gemeinsam mit berami und dem Verein zur beruflichen Förderung von Frauen am Forum Berufsrückkehr und führte Internetkurse für Migrantinnen durch. Zuschuss des Frauenreferats an das Frauen-Softwarehaus: 35.165 €.

  10. Frauenbetriebe - Qualifizierung für die berufliche Selbständigkeit e. V. unterstützt Frauen bei der Gründung und Sicherung von Unternehmen: durch Existenzgründungsberatungen und Kurse nach dem sozioökonomischen Beratungs- und Qualifizierungsansatz, Coaching und Aufbauberatung. Durch eine Vielzahl von Netzwerkaktivitäten wird das frauenspezifische Gründungswissen für regionale Struktur-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung nutzbar gemacht. Für das weitgehend aus ESF- und Landesmitteln finanzierte Projekt "Qualifizierung für Geschäftspartnerschaften" erhielten die Frauenbetriebe außerdem einen Zuschuss aus den innovativen Mitteln des Referats. Zuschuss des Frauenreferats an die Frauenbetriebe: 94.545 € plus 10.000 € aus innovativen Mitteln. Ein Teil der genannten kommunalen Zuschüsse konnte als Kofinanzierung für eine Beteiligung am Landesprogramm "Netzwerk Wiedereinstieg" eingesetzt werden, so dass es auf diesem Wege gelang, beträchtliche zusätzliche ESF- und Landesmittel für die Zielgruppe derjenigen Frauen zu akquirieren, die nach einer Unterbrechung ihrer Berufstätigkeit wieder in das Erwerbsleben einsteigen wollen. Programm-Standorte sind Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und Gießen. In Frankfurt sind alle vier vorgenannten Träger mit eigenen Angeboten beteiligt. Das Programm wurde von Oktober 2009 bis September 2011 bewilligt, für diesen Zeitraum fließen rund 570.000 € zusätzliche Mittel nach Frankfurt. Die Verlängerung um ein drittes Programmjahr wurde seitens des Landes bereits in Aussicht gestellt. Als weitere erfolgreiche Initiative des Frauenreferats im Bereich der Beratung und beruflichen Qualifizierung von Mädchen und Frauen ist erneut der Girls' Day zu nennen, an dem sich 2009 wieder mehr als 2.000 Schülerinnen und eine Vielzahl von Ämtern, Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen beteiligten. Diese moderne Form der Berufsfindung ist bei Mädchen inzwischen so attraktiv, dass die angebotenen Plätze nicht ausreichten, um die große Nachfrage der Schülerinnen zu decken. Wie in den Vorjahren wurden auch 2009 wieder gemeinsame Fachveranstaltungen mit der Agentur für Arbeit und der Rhein-Main Jobcenter GmbH durchgeführt, letztere zum Thema "Teilhabe oder Ausgrenzung? Alleinerziehende im SGB II". Beide Veranstaltungen stießen auf große Resonanz der Frankfurter Fachöffentlichkeit aus den Bereichen berufliche Bildung und Arbeitsmarkt. 2.3 Angebote des Stadtschulamtes zur vertieften beruflichen Orientierung an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen Aus dem Haushalt des Stadtschulamtes wurden 2009 insgesamt 2.457.460 € für Angebote des Stadtschulamtes zur vertieften beruflichen Orientierung an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen ausgegeben. Die berufliche Orientierung gehört zum schulischen Auftrag. Schule soll Jugendliche zur Ausbildungsreife führen, die Grundlage für die Lern- und Leistungsbereitschaft legen, schulische Aufgaben mit einem stärkeren Praxisbezug anbieten. Die Förderung der Berufsorientierung setzen im Jahrgang 7 an, Formate werden analog der OloV-Qualitätsstandards [1] entwickelt. Die schulischen Angebote werden durch die Bereitstellung von spezialisierten Projekten in der Schule zur professionellen Begleitung auf dem Weg in den Beruf, mit der Priorität der Vermittlung in eine Ausbildungsstelle des ersten Arbeitsmarktes, ergänzt. Die Anzahl der Jugendlichen in den Abschlussklassen H9/H10 mit Anschlusswunsch weiterführende Schule steigt. Der frühe Ausbildungsbeginn wird weniger häufig angestrebt. Schule und Beruf - SchuB Im Schuljahr 2009/2010 werden sechs SchuB-Maßnahmen (106 Schülerinnen und Schüler) in 2 Integrierten Gesamtschulen, 1 Hauptschule, 1 Haupt- und Realschule, 2 Schulen für Lernhilfe kommunal gefördert. SchuB-Klassen werden in Hauptschulen, Gesamtschulen und Förderschulen (hier Praxisklassen) durch das HKM auf Antrag der Schule eingerichtet und können gute Ergebnisse vorweisen. Durch die Verknüpfung des Lernens in Schule und Betrieb sowie durch gezielte individuelle Förderung ist es gelungen, dass Schülerinnen und Schüler, die in der Regelklasse wahrscheinlich keinen Hauptschulabschluss erreicht hätten, erfolgreich die Schule abschließen konnten und bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Der Einsatz von sozialpädagogischen Fachkräften in den SchuB-Klassen erleichtert eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler in ihrer kognitiven und sozialen Entwicklung. Die enge Begleitung durch sozialpädagogische Fachkräfte trägt maßgeblich zum Erfolg des SchuB Projektes bei. Frankfurter Hauptschulprojekt
    Das "Frankfurter Hauptschulprojekt" wurde im Schuljahr 2009/2010 an 21 Schulen, die den Hauptschulabschluss ermöglichen, für Schülerinnen und Schüler in den

  11. Klassen angeboten. Es ist ein Kooperationsprojekt des Stadtschulamtes und des Staatlichen Schulamts Frankfurt. Mit der Durchführung des Projektes ist die Gesellschaft für Jugendbeschäftigung (gjb e. V.) beauftragt. Das Frankfurter Hauptschulprojekt setzt in den Abschlussklassen an und will mehr Schülerinnen und Schülern mit Hauptschulabschluss den Weg in die Ausbildung eröffnen. Dafür setzen sich die Jugendlichen in der Schule mit ihren Interessen und Stärken sowie mit ihren Berufswünschen auseinander, entscheiden sich für einen Ausbildungsberuf, der zu ihnen passt, und entwickeln eine Bewerbungsstrategie. In diesem Prozess werden sie von ihren Lehrern, Berufsberatern und den Mitarbeitern des Frankfurter Hauptschulprojekts begleitet und unterstützt. Das Frankfurter Hauptschulprojekt arbeitet eng mit Partnerunternehmen zusammen, deren Vertreter gemeinsam mit den Schülern ihre Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsstrategie prüfen und ihnen Hinweise geben, wie sie sich erfolgreich bewerben können. Die kooperierenden Unternehmen gewinnen durch diese Kontakte einen guten Einblick in die Kompetenzen und Qualifikationen von Hauptschülern und deren Potenzial für eine betriebliche Ausbildung. Ergebnisse im Schuljahr 2009/2010 Die Koordinierungsstelle Frankfurter Hauptschulprojekt erfasst die Daten der Schülerinnen und Schüler in den Abgangsklassen, um ihren Status der beruflichen Orientierung zu dokumentieren und um den weiteren Prozess im Übergang Schule-Beruf zu begleiten. Die Koordinierungsstelle hat im Schuljahr 2009/2010 insgesamt 952 Schülerdaten aus 21 Schulen erfasst. 450 Schülerinnen und Schüler haben einen Ausbildungswunsch geäußert, 97 Schülerinnen und Schüler, also 10,2 % konnten eine ungeförderte betriebliche Ausbildung beginnen. 27,6 % besuchen eine weiterführende Schule, um einen höheren Abschluss zu erreichen. Gut 43,1 % der Schülerinnen und Schüler der

  12. und

  13. Klassen aus dem Frankfurter Hauptschulprojekt sind an eine berufliche Schule gewechselt. Dabei ist der Transfer der Ergebnisse des Beratungsprozesses an die sozialpädagogischen Fachkräfte in den Projekten der beruflichen Schulen gewährleistet. Es wurden 38 Schülerinnen und Schüler erfasst, die die Schule ohne schulischen oder beruflichen Anschluss verlassen. Bei 84 Jugendlichen erfolgte eine Meldung an die Rhein-Main Jobcenter GmbH mit der Perspektive Übergang in Maßnahmen des AfA. Praxisorientierte Hauptschule Die Praxisorientierte Hauptschule beinhaltet Praxislernen mit Experten in Lernwerkstätten in und außerhalb des Unterrichts. In den Bereichen Metall, Holz, Kochen, Fotografie, Sport und Theater werden den Schülerinnen und Schülern auch in der schulfreien Zeit Lernferien und in weiteren Schritten Betriebs- und Berufsfeldkontakte sowie die Mitarbeit in Schülerfirmen angeboten. Diese Angebote der Praxisorientierten Hauptschule sind projekt- und produktorientiert ausgerichtet. Im Schuljahr 2009/2010 wurden in 44 Klassen für 628 Schülerinnen und Schüler unterrichtsbegleitende Werkstattangebote durchgeführt. Die praxisorientierten Lernferien besuchten 183 Schülerinnen und Schüler. Sozialpädagogische Förderangebote und Berufswegeplanung in beruflichen Schulen Die Stadt Frankfurt fördert seit dem Schuljahr 2007/2008 Berufsschülerinnen und Berufsschüler in allen 16 beruflichen Schulen mit sozialpädagogischen Angeboten und Maßnahmen zur beruflichen Orientierung und Ausbildungsvorbereitung sowie der Prävention und Intervention bei Abbruch der Ausbildung. Hauptziel ist es, durch Berufswegeplanung und passgenau auf die Zielgruppe abgestimmte sozialpädagogische Angebote, Berufsschülerinnen und -schüler in Ausbildung und Arbeit zu bringen bzw. Ausbildungsabbrüche zu verhindern und Ausbildungsplatzwechsel zielgerichtet zu begleiten. Das Gesamtangebot richtet sich wie in den beiden Vorjahren vor allem an Jugendliche mit besonderem Förder- und Integrationsbedarf, die das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ/BzB), das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) oder die Berufsfachschule (BFS) besuchen. Auch Jugendliche aus Werkstätten für Behinderte (WfB), sofern sie nicht von anderen Organisationen unterstützt werden und einzelne Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule (FOS) und aus Ausbildungsgängen, die potentiell ausbildungsabbruchgefährdet sind, nahmen die Präventions- und Interventionsangebote im Schuljahr 2009 in Anspruch. Im Schuljahr 2009 nutzten 3.440 Berufschülerinnen und Berufsschüler die Angebote in allen 16 beruflichen Schulen der Stadt Frankfurt am Main kontinuierlich. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht diese Anzahl einer Steigerung um 810 Berufsschülerinnen und Berufsschüler oder um ca. 25 %. Die passgenauen sozialpädagogischen Angebote wurden im Schuljahr 2009 von 15 Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen in den beruflichen Schulen der Stadt Frankfurt am Main in enger Abstimmung und Kooperation mit den 14 Beraterinnen und Beratern der Berufswegeplanung durchgeführt. Die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der vier bereits im Vorjahr beauftragten Jugendberufshilfeträger. Sie boten wie im Vorjahr bedarfsgerechte, qualifizierte Beratung und Unterstützung für die betroffenen Berufsschülerinnen und Berufsschüler im Prozess der beruflichen Orientierung und Integration in das Berufsleben an. Die sozialpädagogischen Fachkräfte arbeiteten mit Klassen und beratend mit einzelnen Berufsschülerinnen und Berufsschülern und sind in das System der jeweiligen beruflichen Schule gut vernetzt. Angebotsschwerpunkte waren im Schuljahr 2009: - Unterstützung in der beruflichen (Um)-orientierungsphase - Präventive und akute Unterstützung von Ausbildungs- und Schulabbrechenden - Persönlichkeits- und Methodentraining, um Lernerfolge zu erzielen - Genderkompetenz-Training - Soziales Lernen in Gruppen und Klassen, besonders zu Kommunikation und Teambildung - Konfliktmanagement, Mediation, Umgang mit Mobbing- und Aggressionsopfern
    - Unterstützung in individuellen Lebenskrisen. Vermittlung zu notwendigen Hilfs- und Unterstützungssystemen
    - Unterstützung bei der Lebens- und Freizeitplanung - Ausbildungs- und einzelfallorientierte Elternarbeit Das Programm der Berufswegeplanung wurde in allen beruflichen Schulen der Stadt Frankfurt am Main von der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung e.V. (gjb e.V.) durchgeführt. Alle beschriebenen dezentralen Dienstleistungen werden durch die Koordinierungs- und Beratungsstelle für sozialpädagogische Förderung in beruflichen Schulen des Stadtschulamtes jährlich mit den Schulleitungen und beauftragten Trägern den zielgruppenspezifischen Anforderungen angepasst und neu beauftragt. Auch im Schuljahr 2009/2010 rundeten weitere Expertinnen und Experten mit jährlich 78 Einzelangeboten für Berufsschülerinnen und Berufsschüler zu speziellen Themen wie z.B. Erlebnispädagogik, Gewaltprävention und -intervention, Grundbildung und Kompetenzfeststellung und Kompetenztrainings zur Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit und -reife die sozialpädagogische Förderung und Berufswegeplanung in den beruflichen Schulen zusätzlich ab. Insgesamt nahmen im Schuljahr 2009/2010 an den Zusatzangeboten 2.304 Berufsschülerinnen und Berufsschüler aktiv teil. Auch diese Anzahl entsprach einer Steigerung um 20 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Stadtschulamt sichert trägerneutral die passgenaue und abgestimmte Beauftragung der Tages- und auch Schuljahres begleitenden Zusatzangebote mit Expertinnen und Experten ab, so dass Angebotsüberfrachtungen und Unübersichtlichkeit in den beruflichen Schulen vermieden werden. Darüber hinaus wurden begleitend vier Fortbildungen, vier Workshops und vier Austauschtreffen zu ausgewählten Themen für die sozialpädagogischen Fachkräfte, Berufswegeplanerinnen und Berufswegeplaner und interessierte Lehrkräfte der beruflichen Schulen angeboten. Schwerpunktthemen waren 2009 Gewaltintervention und Gewaltprävention, Zwangsverheiratung, kollegiale Beratung und Kooperation in der beruflichen Schule. Mit den beteiligten Trägern der Jugendberufshilfe werden jährlich regelmäßige Kooperationstreffen zum Austausch und zur Weiterentwicklung und Vernetzung der sozialpädagogischen Programme und Angebote der Berufswegeplanung veranstaltet. 2.4 Existenzgründungs-Förderung Kompass - Zentrum für Existenzgründungen Das Kompass Projekt ist gegliedert in zwei Teile: 1.) Büroraumvermietung und Gebäudebewirtschaftung durch die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH; 2.) Maßnahmen der Kompass gGmbH: Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsangebote für Gründungsinteressierte und junge Unternehmen. 1.) Die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH bewirtschaftet als Pächterin und Vermieterin das Kompass-Gesamtobjekt mit einem jährlichen Budget von 225.000 €. Die Kompass gGmbH (siehe 2.), die ihre Maßnahmen auf zwei von vier Stockwerken durchführt, ist mietfrei gestellt. Im StartUp Zentrum werden auf den beiden weiteren Stockwerken günstige Büroräume ab 20 qm an Existenzgründer und junge Unternehmen vermietet. Die Auslastung der vermieteten Büroräume im Kompass Zentrum für Existenzgründungen sank wegen der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 auf 67 % (2008: 88 %). Die niedrigste Quote (60 %) wurde im

  14. Quartal erreicht, im letzten Quartal stieg sie wieder an. 2.) Die gemeinnützige Kompass GmbH bietet Gründungswissen aus der Praxis für die Praxis in allen vier Phasen der Unternehmensgründung - von der Geschäftsidee bis zur Expansion. Seit Gründung im Jahr 2000 bindet Kompass die bestehenden Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsangebote in sinnvoller Struktur in ihr Konzept ein und fungiert durch diese Orientierungshilfe als Wegweiser für Gründungsinteressierte und junge Unternehmen. Kompass bietet professionelle und passgenaue Starthilfe mit Informationsveranstaltungen, Trainings, Coaching, hilft beim Erstellen von Business-Plänen und begleitet die Unternehmen in den verschiedenen Phasen vor und nach der Gründung. In Netzwerkveranstaltungen unterstützt Kompass beim Aufbau von Geschäftskontakten. Die Gesellschafter sind das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V., Frauenbetriebe - Qualifikation für die berufliche Selbständigkeit - e.V. und die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH. Im Jahr 2009 wurden 1.511 Personen von der gGmbH beraten. Davon wurde 474 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Tragfähigkeitsbescheinigung für ihre Geschäftsidee ausgestellt. 283 dieser Teilnehmerinnen und Teilnehmer gründeten dann unter Begleitung des Kompass Nachcoachings ein Unternehmen. Gezielte Ansprache und Förderung bestimmter Zielgruppen sind weitere Aspekte des Erfolgsrezepts von Kompass. In diesem Zusammenhang ist die Kompass gGmbH Leitstelle im Projekt der Stadt Frankfurt "Gezielte Förderung von GründerInnen mit Migrationshintergrund". Im Jahr 2009 nahmen 279 Gründungsinteressierte und Jungunternehmerinnen -unternehmer mit Migrationshintergrund das auf sie zugeschnittene Programm wahr. Hiervon nutzten 124 Personen das Businessplan-Coaching, und 31,5% von ihnen starteten mit überzeugenden Geschäftsideen in die Selbständigkeit. Die Stadt Frankfurt am Main unterstützt über die Wirtschaftsförderung das Projekt mit jährlich 75.000 €. Das erfolgreiche Konzept wird inzwischen europaweit hinausgetragen. Die Kompass gGmbH wurde in 2009 zur Projektsteuerungsstelle eines neuen EU-Interreg IVC-Projekts ernannt, "Entredi - Entrepreneurial Diversity". Das Sozialdezernat der Stadt Frankfurt am Main unterstützte die KOMPASS gGmbH im Jahr 2009 mit einem Sockelbetrag von 205.000 €.

  15. Schlussbemerkungen Wie in den Jahren zuvor unternahm die Stadt Frankfurt am Main auch im Jahr 2009 große Anstrengungen, um Menschen mit den unterschiedlichsten Problem- und Ausgangslagen den Zugang zum Erwerbsleben zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Das Ziel war, die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erkennen und zu fördern und passgenaue Angebote zu schaffen, damit der Start ins Erwerbsleben ein erfolgreicher Start wurde. Ein wichtiger Part ist und bleibt dabei, die Bereitschaft und Fähigkeit des einzelnen Menschen zur Leistung und zur Teilnahme am Erwerbsleben zu fördern. Insgesamt wurden in 2009 für die kommunale Beschäftigungsförderung der Stadt Frankfurt am Main 12.022.547 € aufgewendet. Ein weiterer wesentlicher Punkt der lokalen Arbeitsmarktpolitik waren die Einwirkungsmöglichkeiten auf die lokale Förderung im Rahmen der für das Sozialgesetzbuch II im Berichtszeitraum zuständigen Rhein-Main-Jobcenter GmbH. Durch die Möglichkeit, die dort geplanten und durchgeführten Maßnahmen anhand der Behandlung in der Gesellschafterversammlung zu beeinflussen und mitzubestimmen, ist ein weiteres großes Handlungsfeld kommunaler Gestaltung gegeben, das entsprechend genutzt wurde. Für die kommunale Beschäftigungspolitik besteht immer eine große Abhängigkeit von den Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Bedingungen und bundespolitischer Gesetzgebung. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, erfolgreiche bzw. Erfolg versprechende Maßnahmen und Projekte für Zielgruppen umzusetzen, die ohne besondere Unterstützung durch das Leistungsspektrum des Sozialgesetzbuch II nicht oder nur schwer erreicht werden können. Anlage 1 (ca. 52 KB)