Bauzuschüsse nach den Sportförderrichtlinien
Fragen an den Magistrat
Nach den Sportförderrichtlinien der Stadt Frankfurt am Main gibt es für Neubau- und Verbesserungsarbeiten sowie Instandsetzungen von erheblichem Umfang auf vereinseigenen Sportanlagen Zuwendungen, die in ihrer Höhe gestaffelt sind, je größer der Anteil von jugendlichen Mitgliedern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr in den betreffenden Vereinen ist. Mindestvoraussetzung ist ein Jugendlichen-Anteil von mehr als 5 %, um 10 % der zuwendungsfähigen Kosten des Bauvorhabens von der Stadt zu erhalten. Hat ein Verein am Ende dieser Staffel mehr als 30 % Mitglieder in dieser Altersgruppe, wird ein Zuschuss von 50 % gewährt. Der Anteil der Jugendlichen in den einzelnen Vereinen geht aus der aktuellen Bestandserhebung des Landessportbundes Hessen hervor. Nur bei größeren Bauvorhaben ist die Stadtverordnetenversammlung an der Entscheidung über die jeweilige Zuwendung zu beteiligen. Wir fragen den Magistrat:
- Wie viele Vereine haben seit Inkrafttreten der aktuellen Sportförderrichtlinie 2017 einen Baukostenzuschuss erhalten?
- Welche Vereine mit welchem Anteil an und wie vielen jugendlichen Mitgliedern haben in diesem Zeitraum städtische Zuwendungen von 50 % für ihre Projekte erhalten und mit welchen Summen (Gesamtsumme und Einzelbeträge nach Verein)? Wie setzt sich dieses Zahlenverhältnis fort bei 35 %, 25 %, 15 % und 10 % Zuschusshöhe?
- Wie viele nach den Sportförderrichtlinien mögliche Zuwendungen für Bauprojekte sind von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden und wie viele kleinere Beträge sind durch Genehmigung des zuständigen Dezernenten und des Leiters / der Leiterin des Sportamtes ausgezahlt worden und an welche Vereine?
- Wurden Projekte in diesem Zeitraum zwar bezuschusst, aber nicht zu Ende geführt, und sind diese Gelder ggf. zurückfordert worden?
- Werden die für die Zuwendungen vorgesehenen Haushaltsmittel in jedem Jahr verbraucht, gibt es Restmittel, die übertragen werden, und plant der Magistrat aufgrund der immer noch steigenden Baupreise für die nächsten Jahre mit erhöhten Budgets für den Bereich der Sportförderung?