Fehlende Betreuungsplätze für Grundschulkinder im Frankfurter Westen - Wie und wann wird Abhilfe geschaffen?
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Auskunftsersuchen vom 18.06.2013, V 761
entstanden aus Vorlage: OF 752/6 vom 28.05.2013
Betreff: Fehlende Betreuungsplätze für Grundschulkinder im Frankfurter Westen - Wie und wann wird Abhilfe geschaffen? Vorgang: B 36/13 Laut Bericht des Magistrats vom 18.01.2013, B 36, gibt es in ganz Frankfurt zurzeit etwa 2.500 Plätze in Horten oder der sogenannten Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB), um den Bedarf an Betreuungsplätzen für Grundschulkinder abzudecken (Betreuung bis 17 Uhr). Das entspricht einem Versorgungsgrad von rund 50 Prozent. Als erforderlich wird ein Versorgungsgrad von 65 Prozent angesehen. Im Frankfurter Westen liegt der Versorgungsgrad in vielen Schulbezirken weit unter 50 Prozent (z. B. Boehleschule in Griesheim mit 24 Prozent, Meisterschule in Sindlingen mit 27 Prozent, Adolf-Reichwein- und Käthe-Kollwitz-Schule in Zeilsheim mit 35 Prozent bzw. 36 Prozent). Gemäß Bericht ist geplant, jährlich 600 Plätze in ganz Frankfurt neu zu schaffen. 2016 soll ein Versorgungsgrad von 63 Prozent erreicht sein. Doch es ist aus dem Bericht nicht ersichtlich, wo, wie und wann die Betreuungssituation in den einzelnen Schulbezirken im Frankfurter Westen konkret verbessert werden soll. In Gesprächen mit Vertretern des Stadtschulamts vor Ort wird z. B. für den sehr schlecht versorgten Schulbezirk der Boehleschule lediglich in Aussicht gestellt, dass versucht wird, für die Planung von erforderlichen Räumlichkeiten Mittel in den nächsten Haushalt zu bekommen. Eine vergleichbare Aussage gibt es für die Schaffung zusätzlicher Plätze für die Käthe-Kollwitz-Schule. Als Fazit aus alldem ergibt sich, dass zurzeit völlig offen ist, wann in solchen Problembezirken in den nächsten Jahren die fehlenden Plätze geschaffen werden. Gleichzeitig gibt es auch im Westen die sogenannten ganztägig arbeitenden Schulen, die vom Land finanziert werden. Deren Angebot reicht aber für viele Familien nicht aus, die eine Betreuung bis 16 Uhr oder 17 Uhr benötigen (insbesondere das Profil 1, bei dem an drei Tagen ein Angebot bis 14.30 Uhr besteht, das nicht verpflichtend ist). Vor diesem Hintergrund fragt der Ortsbeirat den Magistrat, wie und wann er die fehlenden Betreuungsplätze für Grundschulkinder (Betreuung bis 17 Uhr) in den Schulbezirken im Frankfurter Westen schaffen wird. Dabei soll auch dargelegt werden, wie aus Sicht des Magistrats die sogenannten ganztägig arbeitenden Schulen des Landes dabei mitwirken können bzw. welche Voraussetzungen diese dafür erfüllen müssten. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 6