Räume für Kinderturnen - vorhandene Ressourcen besser ausschöpfen, Ressourcen des Magistrats sinnvoll einsetzen
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Stellungnahme des Magistrats vom 08.02.2019, ST 356
Betreff: Räume für Kinderturnen - vorhandene Ressourcen besser ausschöpfen, Ressourcen des Magistrats sinnvoll einsetzen Zu 1) Die meisten größeren Einrichtungen von Kita Frankfurt verfügen über Bewegungsräume. Diese sind statistisch nicht im Einzelnen erfasst. Mit Beschluss des Modellraumprogramms im Juli 2009 wurden Mehrzweckräume als Bewegungsräume in den Kita-Neubauten eingerichtet. Seit 2011 wurden 36 Neubauten mit diesem Raumprogramm (und der Ergänzung aus dem Jahr 2013) umgesetzt. Welche städtischen Kita-Gebäude in freier Trägerschaft auch davor schon Mehrzweckräume als Bewegungsräume hatten ist nicht erfasst. Zu 2 - 4) Die Koordination der Nutzung der Räume in den Kinderzentren von Kita Frankfurt gehört zu den Aufgaben der Leitung. Eine externe Nutzung von Räumen, innerhalb oder außerhalb der regelhaften Betreuungszeit, ist in individueller Gestaltung nur über Kooperationsverträge mit Partnern möglich. Dabei wird besonderer Wert auf einen sensiblen Umgang des persönlichen Bereichs von Kindern gelegt, gerade unter dem Aspekt des Datenschutzes einer Betreuungseinrichtung (offene Schränke, Dokumentation, Fotos, persönliche Gegenstände etc.) Die Gebäudestrukturen und Raumkonzepte der bestehenden Einrichtungen sind nicht auf eine Nutzung durch Dritte ausgelegt. Bei der Neuerrichtung von Schulen und Kindertagesstätten kann dieser Bedarf integriert werden. Als Beispiel kann hier die Planungsphase Null am Bildungscampus Gallus angeführt werden. Der Planungsprozess nimmt die Bedarfe zur Funktions- und Nutzungsüberlagerung auch in den dort angesiedelten städtischen Kindertageseinrichtungen auf und entwickelt mit den Institutionen gemeinsam ein Gebäudekonzept, das die Nutzung durch Dritte zukünftig berücksichtigen soll. Allerdings sind bislang weder im Bereich des Gebäudemanagements (Materialpflege, Sicherung, Schließung, Reinigung), noch bzgl. der anfallenden Koordinierungs- und Kommunikationsaufgaben entsprechende personelle Ressourcen vorhanden. Das Teilen vorhandener Räume wird grundsätzlich befürwortet. Mit dem Schulentwicklungsplan 2015-19 wurde die Konzipierung eines digitalen Raumbuchungssystems beschlossen. Dieses soll es den Bildungsakteuren im Quartier ermöglichen ihre Räume einfacher zu teilen. Für dieses Projekt sind im Haushalt 2019 Mittel angemeldet worden. Vorausgesetzt die Haushaltsmittel stehen zur Verfügung könnte das Projekt exemplarisch z.B. im prosperierenden Stadtteil Gallus umgesetzt werden. Ein Ziel der Sportentwicklungsplanung Frankfurt ist der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und Sportvereinen: "Hierzu sollen in den einzelnen Stadtteilen die örtlichen Sportvereine sowie die Kindertageseinrichtungen aufeinander zugehen und Absprachen bezüglich einer intensiveren Bewegungsförderung treffen. Nach Möglichkeit sollen die Kindertageseinrichtungen nicht nur Angebote in den eigenen Räumlichkeiten mitnutzen (z.B. Einrichtungen der Saalbau)." Die Sportjugend Hessen unterstützt Kooperationen von Sportvereinen und Kindertagesstätten mit einer Anschubfinanzierung. Das Sportamt übernimmt zur Nachhaltigkeit der Kooperationen bis zu 75% der anfallenden Übungsleitungskosten. Zu 5) Hierzu können wir keine Auskünfte geben.