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Artenvielfalt stärken - Naturschutz bei der Mahd von Wiesen im Solmspark und Brentanopark priorisie-ren

Vorlagentyp: ST Magistrat

Inhalt

Stellungnahme des Magistrats vom 03.02.2017, ST 310

Betreff: Artenvielfalt stärken - Naturschutz bei der Mahd von Wiesen im Solmspark und Brentanopark priorisie-ren Die Anregung des Ortsbeirates 7 wird vom Fachamt in Teilen bereits praktiziert. Im Brentanopark wird entsprechend der Vereinbarungen mit der Bürgerinitiative ein Krautsaum am Verlauf von Nidda und Mühlkanal belassen, der sich wie eine Wildwiese entwickeln kann und pflegerisch als zweischürige Mähfläche gehandhabt wird. Hier bietet sich in Gewässernähe ein naturnaher Rückzugsraum. Eine Erweiterung dieser Wildwiesen im übrigen Brentanopark ist allerdings nicht vorgesehen. Der Brentanopark stellt ein herausragendes Kulturdenkmal dar, das aufwendig grundsaniert wurde. Entsprechend der hierzu getroffenen dienststellenübergreifenden Vereinbarungen wird der Park intensiv gepflegt und die Rasenflächen aus gestalterischen Gründen und aus Gründen der vielfältigen Nutzung als regelmäßige gemähte Fläche unterhalten. Anders als der Brentanopark verfügt der Solmspark über einen einmaligen Geophytenbestand (Geophyten: Erdpflanzen, mehrjährige krautige Pflanzen, die ungünstige Lebensbedingungen wie Winter, Lichtmangel oder Dürrephasen mit Hilfe unteririscher Organe überdauern), für dessen Erhalt bzw. Förderung eine extensive Pflege unerlässlich ist. Vor diesem Hintergrund wurde der Solmspark aus der standardisierten Pflege herausgenommen. Während des Frühjahrs wird die Mahd seit ca. 2 Jahren komplett ausgesetzt, sodass sich der Geophytenbestand im ganzen Park ungestört entwickeln kann. Erst nach Rückzug dieser Vegetation in die Speicherorgane (etwa Ende Mai/ Anfang Juni) wird die reguläre Mahd wieder aufgenommen, auch um die im Park danach stattfindenden Veranstaltungen durchführen lassen zu können. Analog der Krautsäume im Brentanopark ist auch für den Solmspark vorgesehen, die natürliche Entwicklung eines entsprechenden Saumes entlang der Nidda zu fördern.

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