Verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Homburger Landstraße im Teilstück zwischen dem Abzweig Weilbrunnstraße und Gießener Straße (Endhaltestelle U 5)
Stellungnahme des Magistrats
Zur genannten Problematik liegen keine belastbaren Zahlen vor. Vielmehr besteht der Eindruck, dass der Verkehr, der auf diesem Abschnitt durch die Homburger Landstraße fährt, vom Ziel- und Quellverkehr aus und nach Preungesheim dominiert wird. Dies liegt auch daran, dass für das Wohngebiet Jaspertstraße nur Ein- und Ausfahrtsmöglichkeiten durch die Obere Kreuzäckerstraße bestehen. Das Wohngebiet im Frankfurter Bogen ist nur über die Weilbrunnstraße, die Huswertstraße oder die Goldpeppingstraße zu erreichen. Der sonstige Verkehr nutzt ab dem Knoten die attraktivere Gießener Straße. Auf diesem Abschnitt verkehrt die Buslinie 39. Änderungen an der Buslinie 39 sind - wenn überhaupt - erst möglich und sinnvoll, wenn die Verlängerung der Linie U5 zum Frankfurter Berg in Betrieb geht. Eine vorzeitige Führung der Linie 39 über den Gravensteiner-Platz würde zu einer Doppelbedienung des bereits sehr gut an den ÖPNV angebundenen Neubaugebiets führen. Die engen Erschließungsstraßen im Neubaugebiet Frankfurter Bogen würden zusätzlich zur Buslinie 63 mit zahlreichen weiteren Busfahrten der Linie 39 belastet werden, sodass Probleme letztendlich nur verlagert würden. Eine Einstellung der Buslinie 63 wiederum ist erst mit der Verlängerung der Linie U5 möglich. Die Homburger Landstraße lässt sich in diesem Abschnitt nur langfristig umgestalten. Zunächst ist eine Deckensanierung geplant. Eine bauliche Anpassung/Überplanung des Straßenquerschnittes zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität ist aufgrund des Busverkehrs frühestens nach der U5-Verlängerung denkbar. Aus diesem Grund wird auch eine weitere Verschmälerung der aktuell schon schmalen Fahrbahn durch Um- und Einbauten oder durch die aufgezählten Hindernisse abgelehnt. Gleiches gilt für Einbahnstraßenregelungen und Verkehrsumleitungen, um den Verkehr von der Homburger Landstraße zu nehmen. Erfahrungsgemäß kommt es sonst nur zu einer Verkehrsverlagerung. Zunächst wird der Magistrat auf der Homburger Landstraße folgende andere Maßnahmen umsetzen: Der Radverkehr, der im Mischverkehr mitfährt, wird durch eine Piktogramm-Spur sichtbarer gemacht. Das Parken halb auf dem Gehweg vor dem Kiosk auf Höhe der Hausnummer 203 wird unterbunden, indem Poller auf dem Gehweg aufgestellt werden. Vor dem Kiosk auf Höhe Hausnummer 201 werden zwei Kurzzeitparkplätz eingerichtet. Zudem wird eine Verkehrszählung durchgeführt, damit Aussagen darüber möglich sind, ob perspektivisch weitere Maßnahmen möglich beziehungsweise notwendig sind.