Schulstandort im Frankfurter Osten nicht leichtfertig aufgeben
Antrag
Der Magistrat wird aufgefordert, im Bereich des ehemalig geplanten Gebietes "Günthersburghöfe" ein Gymnasium zu errichten. Dazu wird der Magistrat gebeten, folgende Sachverhalte zu prüfen und der Stadtverordnetenversammlung zeitnah einen entsprechenden, detailliert aufgeschlüsselten Bericht, vor allem zu den Kosten und dem Umsetzungszeitraum, vorzulegen:
- Ist das Gelände am Knick der Dortelweiler Straße, gegenüber dem Friedhof Bornheim, für einen Schulbau geeignet? Wenn ja, inwiefern? Wenn nicht, aus welchen Gründen?
- Welche Fläche (in qm) steht auf besagtem Gelände insgesamt zur Verfügung?
- a)auf versiegelten Flächen
- b)auf unversiegelten Flächen
- Könnte der Magistrat bei einer Wiederaufnahme der Planung an die Ergebnisse der 2020 bereits eingeleiteten Planungsphase 0 anknüpfen um Zeit zu sparen und finanzielle Ressourcen zu schonen?
- Welche Erschließungsarbeiten wären notwendig, um eine Schule auf dem ursprünglich für die Günthersburghöfe geplanten Gelände zu errichten?
- Ist das Gelände im Hinblick auf die Busverbindung und die im aktuellen Nahverkehrsplan projektierte Straßenbahnanbindung der Dortelweilerstraße auch hinsichtlich der Schülerbeförderung als attraktiver Standort zu bewerten?
- Welche realistischen, zeitnah umsetzbaren Alternativen sieht der Magistrat als mögliche Standorte für ein Gymnasium Ost?
Begründung
Bereits jetzt sind die gymnasialen Schulplätze überall in Frankfurt knapp, vor allem aber im Gebiet Nordend und Bornheim. Der Bedarf für das geplante Gymnasium auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei ist weiterhin unbestritten vorhanden, denn die vorhandene Zahl an Gymnasialplätzen reicht schon aktuell nicht aus. Steigende Schülerzahlen und die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum durch Nachverdichtungen in den Stadtteilen wird die Situation in den kommenden Jahren noch weiter verschärfen. Standortalternativen konnten bislang nicht gefunden werden. Der Standort in der Nähe des Günthersburgparks ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden und würde einer Schulgemeinde darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten bieten, die Themen Umweltlernen, Biodiversität und Nachhaltigkeit in das Schulprofil einzubinden. Ende 2020 wurde mit der Planungsphase 0 für ein Gymnasium an diesem Standort begonnen. Der zuständige Ortsbeirat war bereits damals involviert und setzt sich seitdem mehrheitlich für die Realisierung des Projekts ein. Inzwischen haben dies auch Teile der Koalitionsfraktionen verstanden, weswegen die ideologische Haltung bezüglich des Standorts aufgegeben werden sollte. Die Flächen der ehemaligen Gärtnerei sind zu einem großen Teil versiegelt und können bebaut werden. In Frankfurt befinden sich aktuell 29 Schulen in der Planung, die - häufig aufgrund fehlender Grundstücke- noch nicht gebaut werden konnten. Bei weiterhin steigenden Schülerzahlen und zu wenig potenziellen Standorten für neue Schulen sollte ein geeigneter Standort wie dieser nicht leichtfertig aufgegeben werden.
Beratungsverlauf 11 Sitzungen
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