Schnelle optische und bauliche Verbesserungen für die Hauptwache
Antrag
1. an der Hauptwache die losen oder bereits heruntergefallenen Wandbeläge entlang der Treppe in die Zwischenebene zum MOMEM zu sichern, wieder zu befestigen und schnellstmöglich den Bauzaun abzubauen; 2. den stillgelegten, verrostenden Aufzug in die Zwischenebene unverzüglich instand zu setzen oder zu erneuern und wieder in Betrieb zu nehmen; 3. den Flickenteppich aus Asphaltflicken um die Hauptwache herum zu beseitigen und die beschädigten Bodenbeläge durch identische Bodenbelagsplatten wie im restlichen Bereich zu ersetzen. Alle losen Bodenplatten sind vor der Frostperiode sicher zu befestigen, um die Trittsicherheit zu gewährleisten; 4. den VGF-Pavillon in der Zwischenebene entweder künstlerisch oder kulturell zu beleben und für eine temporäre Nutzung freizugeben, um der Tristesse entgegenzuwirken und zur Urbanität des Ortes beizutragen; 5. schnellstmöglich Nutzungsmöglichkeiten für den runden, zweistöckigen Glaspavillon ('Verkehrsinsel') zu entwickeln und umzusetzen.
Begründung
Die Hauptwache und die Zeil sind zentrale Orte in Frankfurt, die von Einwohnern und Touristen stark frequentiert werden. Doch seit Jahren wird die zunehmende Verwahrlosung dieser wichtigen Räume beklagt. Anstatt schnell greifbare Verbesserungen umzusetzen, wurden immer wieder Bürgerbeteiligungsverfahren und Masterpläne erstellt, die jedoch keine sichtbaren Fortschritte gebracht haben. Konkrete Missstände, wie der seit Monaten stillgelegte, verrostende Aufzug in die Zwischenebene, lose Bodenplatten oder herunterfallende Wandbeläge, wurden nicht behoben, obwohl sie eine Gefahr für die Sicherheit der Passanten darstellen. Der Bauzaun entlang der Treppe zum MOMEM steht seit über einem Jahr und signalisiert Stillstand an einem Ort, der dringend instandgesetzt werden muss. Zusätzlich verschärft sich die Lage durch die Schließung der 'Verkehrsinsel' der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ. Seit November 2023 steht der runde, zweistöckige Glaspavillon leer, was einen weiteren Leerstand im Herzen der Innenstadt schafft. Dies verstärkt den Eindruck von Vernachlässigung und trägt zur Unattraktivität des Platzes bei. Hier ist dringend eine neue Nutzung zu entwickeln, die zur Belebung des Ortes beiträgt, beispielsweise durch eine Bürgerinformation, kulturelle Veranstaltungen oder ein temporäres Café. Die Stadt Frankfurt investiert seit Jahren erhebliche Mittel in Bürgerbeteiligungsverfahren, Passantenbefragungen und Planungsprozesse, die in der Theorie gut klingen mögen, jedoch keine praktischen, sichtbaren Ergebnisse liefern. Diese Maßnahmen dauern oft Jahre und führen zu einer zunehmenden Frustration bei der Bevölkerung, die sich rasche und sichtbare Verbesserungen wünscht. Es ist darüber hinaus entscheidend, dass soweit die Umsetzung der Maßnahmen in den Zuständigkeitsbereich städtischer Beteiligungsgesellschaften fällt, der Magistrat in seiner Funktion als verantwortlicher Steuerer dafür Sorge trägt, dass die Prozesse nicht durch Trägheit verzögert werden. Die städtischen Beteiligungsgesellschaften sind in der Lage, ihre Aufgaben zu erfüllen, doch es liegt am Magistrat, klare Vorgaben zu machen, die notwendige Koordination sicherzustellen und die rasche Umsetzung einzufordern. Das Versäumnis, Maßnahmen in einem angemessenen Zeitraum durchzuführen, ist auf die fehlende Durchsetzungskraft und Priorisierung seitens des Magistrats zurückzuführen. Gerade bei Problemen wie der Wiederinbetriebnahme des Aufzugs und der Nutzung des leerstehenden Pavillons bedarf es eines entschlossenen Handelns, damit diese Aufgaben schnellstmöglich umgesetzt werden und der öffentliche Raum an Attraktivität gewinnt. Es ist an der Zeit, dass der Magistrat endlich handelt und praktische Sofortmaßnahmen umsetzt, die das Bild der Innenstadt schnell und effektiv verbessern. Die dringenden Reparaturen und die schnelle Entwicklung sinnvoller Nutzungskonzepte für leerstehende Räume sind notwendig, um das Vertrauen der Bürger wiederherzustellen und die Aufenthaltsqualität rund um die Hauptwache und die Zeil spürbar zu steigern. Das Ziel muss sein, die fortschreitende Verwahrlosung zu stoppen und gleichzeitig langfristige Planungen weiter voranzutreiben, ohne die kurzfristigen Maßnahmen zu vernachlässigen.
Beratungsverlauf 5 Sitzungen
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