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Bürgerentscheide schützen, Demokratieabbau verhindern

Vorlagentyp: NR LINKE

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Die Stadt Frankfurt setzt sich bei der Landesregierung Hessen gegen die geplante Änderung des § 8b der HGO (Hessische Gemeindeordnung) und damit gegen eine Einschränkung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden ein.

Begründung

Der Entwurf der Hessischen Landesregierung zur Gesetzesänderung des Bürgerentscheid-Paragrafen (§ 8b) ist eine erhebliche Einschränkung des demokratischen Prozesses und beschneidet die Teilhabemöglichkeit von Bürger*innen an politischen Entscheidungen, welche sie direkt betreffen. Die geplante Erweiterung der Nummer 5a des zweiten Absatzes zu Bürgerentscheiden (§ 8b) in der HGO würde zur Folge haben, dass die Möglichkeit ein Bürgerbegehren zu Bauleitplanungen durchzuführen, stärker beschränkt wird. Eine Recherche von Mehr Demokratie e.V. zeigte kürzlich, dass seit 1993 zu diesem Thema in Hessen 546 neue Verfahren eingeleitet wurden. 521 wurden durch Bürgerbegehren initiiert. Ganze 60 davon betrafen Planfeststellungsverfahren. Eine Gesetzesänderung, die es verbieten würde, dass solche Themen von Bürgerbegehren aufgenommen werden können, würde also die Anzahl an Bürgerbegehren drastisch verkleinern (circa jedes zehnte Bürgerbegehren würde wegfallen). Daher warnt der Verein Mehr Demokratie e.V., dass der diskutierte Gesetzesentwurf zu einer Einschränkung der demokratischen Teilhabe aller Bürger*innen führen würde. Die Stadt lobt immer wieder die Wichtigkeit von Bürgerbeteiligungsverfahren und fordert dazu auf. Folgerichtig sollte die Stadtverordnetenversammlung sich dafür einsetzen, dass die Beteiligungsmöglichkeiten gemäß Art. 20 Abs. 2 GG und Artikel 8 b HGO nicht beschnitten werden. Ein möglicher Bürokratieabbau kann kein Grund sein, demokratische Rechte massiv einzuschränken. In einer Zeit, in der Viele davon reden, dass es keine Demokratie mehr gäbe, ist dies zudem Wasser auf die Mühlen von Demokratiefeind*innen. Die geplante Einschränkung ist tatsächlich ein Demokratieabbau und steht Art. 20 Abs. 2 GG sowie Art. 8 b HGO entgegen.

Beratungsverlauf 13 Sitzungen

Sitzung 30
Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
TO I, TOP 16
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1020 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke ÖkoLinX-ELF FRAKTION BFF-BIG
Enthaltung:
AFD
Sitzung 30
Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
TO I, TOP 9
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1020 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Enthaltung:
CDU Linke AFD FRAKTION
Sitzung 33
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 3
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1020 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Enthaltung:
CDU Linke AFD FRAKTION
Sitzung 31
Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
TO I, TOP 9
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1020 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP Linke VOLT ÖkoLinX-ELF FRAKTION BFF-BIG
Sitzung 31
Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
TO I, TOP 4
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1020 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke AFD FRAKTION
Sitzung 34
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 1
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1020 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne SPD FDP VOLT
Ablehnung:
CDU Linke AFD FRAKTION
Sitzung 32
Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
TO I, TOP 7
Zurückgestellt / Beraten
nicht auf TO 1. Die Beratung der Vorlage NR 1020 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 1088 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP Linke AFD VOLT ÖkoLinX-ELF FRAKTION BFF-BIG
Sitzung 32
Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
TO I, TOP 4
Abgelehnt
nicht auf TO 1. Die Beratung der Vorlage NR 1020 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Vorlage NR 1088 wird abgelehnt.
Zustimmung:
Grüne SPD VOLT
Ablehnung:
Linke AFD ÖkoLinX-ELF FRAKTION CDU Annahme
Sitzung 35
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 1
Abgelehnt
nicht auf TO 1. Die Beratung der Vorlage NR 1020 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Vorlage NR 1088 wird abgelehnt.
Zustimmung:
Grüne SPD VOLT
Ablehnung:
Linke AFD ÖkoLinX-ELF FRAKTION CDU FDP
Sitzung 33
Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
TO I, TOP 7
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 1020 wird abgelehnt. 2. Die Vorlage NR 1088 wird abgelehnt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP VOLT
Ablehnung:
Linke ÖkoLinX-ELF FRAKTION BFF-BIG Gartenpartei
Sitzung 33
Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
TO I, TOP 4
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1020 wird abgelehnt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP VOLT
Ablehnung:
Linke AFD ÖkoLinX-ELF FRAKTION BFF-BIG Stadtv. Yilmaz
Sitzung 36
Haupt- und Finanzausschusses
TO II, TOP 1
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1020 wird abgelehnt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP VOLT
Ablehnung:
Linke AFD ÖkoLinX-ELF FRAKTION BFF-BIG
Sitzung 38
Stadtverordnetenversammlung
TO II, TOP 2
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 1020 wird abgelehnt. 2. Die Vorlage NR 1088 wird abgelehnt.
Zustimmung:
Grüne CDU SPD FDP VOLT
Ablehnung:
Linke AFD ÖkoLinX-ELF BFF-BIG FRAKTION Gartenpartei Stadtv. Yilmaz

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