Miyawaki-Mini-Wäldchen zur Verbesserung des Mikroklimas
Bericht
Die Miyawaki-Mini-Wäldchen leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt in Frankfurt am Main. Durch die Pflanzung heimischer Gehölze entstehen auf kleiner Fläche artenreiche, klimaresiliente Ökosysteme, die das Stadtklima verbessern und Lebensräume für zahlreiche Tierarten schaffen. Zugleich fördern die Projekte Umweltbildung und gemeinsames Engagement - ein weiterer Schritt hin zu einer grünen und zukunftsfähigen Stadt. Der Magistrat kann berichten, dass derzeit drei Standorte für sogenannte Miyawaki-Mini-Wäldchen in Frankfurt am Main in Umsetzung sind beziehungsweise bereits erfolgreich realisiert wurden. Das erste dieser Mini-Wäldchen wurde im Grünzug Gederner Straße vollständig angelegt und ist damit abgeschlossen. Ein weiteres Miyawaki-Mini-Wäldchen entsteht aktuell an der Bertramswiese im Ortsbezirk 9. Das Projekt wird gemeinsam mit der Bürgervereinigung Natürliche Bertramswiese e.V. umgesetzt. Die Pflanzung ist zusammen mit Schülerinnen und Schülern der benachbarten Heinrich-Seeliger-Schule für den 22. November geplant - ein Beispiel für gelebte Umweltbildung und bürgerschaftliches Engagement. Auch auf dem Walther-von-Cronberg-Platz wird derzeit ein Tiny Forest vorbereitet. Diese Maßnahme ist Teil eines Reallabor-Projekts, das in Kooperation mit der Main-Wäldchen-Initiative und der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung umgesetzt wird. Neben der ökologischen Wirkung steht hier insbesondere der Bildungsaspekt im Mittelpunkt. Die Pflanzung ist für Ende 2025 vorgesehen. Darüber hinaus ist geplant, bei der Neuanlage des Gymnasiums Römerhof einen Tiny Forest in das Schulgelände zu integrieren. Ein weiterer Mini-Wald soll im Zuge der klimaangepassten Neugestaltung des Europagartens entstehen. Beide Projekte können aus baulichen Gründen jedoch erst ab 2027 realisiert werden. Die Ortsbeiräte bzw. auch Schulgemeinschaften wurden bei der Auswahl potenzieller Flächen eng eingebunden. Eine Liste geeigneter Standorte wurde erstellt und wird nun schrittweise amtsübergreifend geprüft und umgesetzt. Dabei werden insbesondere auch Schulgelände berücksichtigt, um die aktive Beteiligung von Schulgemeinschaften und Bildungseinrichtungen zu fördern. Die Pflanzungen erfolgen nach den städtischen Vorgaben für standortgerechte Begrünung. Im Rahmen der Miyawaki-Methode sind fachlich begründete Anpassungen möglich. An den Standorten Bertramswiese und Walther-von-Cronberg-Platz umfasst die Pflanzliste beispielhaft standorttypische Arten wie Feldahorn, Weißdorn, Linden, Ulmen, Eichen und Eschen sowie eine Vielzahl weiterer sorgfältig ausgewählter Stauden und Gehölze.