Miyawaki und Mini-Wäldchen zur Verbesserung des Mikroklimas verschonen
Antrag
- Der Magistrat wird gebeten zu prüfen und berichten, welche Miyawaki Mini-Wäldchen zeitnah in Frankfurt erhalten werden können. Es ist zu prüfen, ob Flächen, die zukünftig im Rahmen der Umsetzung des "Entsiegelungskonzeptes" (§ 1837 vom 09.06.2022) nicht beschrieben sind, einfach als Mini-Wäldchen erhalten und verschont werden können.
- Die Ortsbeiräte sollen bei dem Erhalt der Mini Wäldchen miteinbezogen werden, nicht einfach übergangen werden, wie in der Adlerflychtstraße. Hier wurde ein kleiner Park (Miniwald) kurz und klein gemacht. Dem OB 3 wurde leider gesagt, "ihr habt hier nichts zu melden".
- Es sollen insbesondere auch Schulgelände berücksichtigt werden. Schulen dürfen keine mini Wäldchen oder auch ganze Wälder vernichten (Überplanung). Schulen sollen auch keinen Ponnyhof vertreiben. Die Schulgemeinden sind in den Prozess der Auswahl und der Gestaltung einzubeziehen. Bei der Vorbereitung und Durchführung soll auf Expertenwissen von Bürgerinitiativen zurückgegriffen werden.
- Bis 2025 sollen mindestens 3 Mini-Wäldchen verschont werden, aber möglichst alle- prioritär in Gebieten, die im "Klimaplanatlas" der Stadt Frankfurt als Gebiete mit "starker Überwärmung" (rot) oder "moderater Überwärmung" (gelb) gekennzeichnet sind bzw. es nach Fällung rot werden könnten, also die Kühlung des Mikroklimas daher besonders wichtig ist.
- Für den Erhalt der Mini-Wäldchen sollen vorrangig Bäume und andere Pflanzen verwendet werden, die auf der "Frankfurter Baumliste" stehen bzw. die im Zusammenhang mit der neuen Fassung der "Gestaltungssatzung Freiraum und Klima" als "standortgerecht" eingestuft werden. Aber natürlich sollen auch alle andern einheimischen Bäume erhalten werden. Gesunde Bäume zu fällen, davon muss abgesehen werden.
- Die Mini Wald bzw. die 400 Bäume Gebiete im Bebauungsplan Nr. 923 - Nordwestlich Auf der Steinern Straße -müssen erhalten bleiben. Kein Eingriff darf hier erfolgen. Die Biodiversität darf nicht zerstört werden. Siehe Foto unten.
- Die ca. 1.000 Bäume im Mini-Rebstockwald müssen erhalten werden. Hier ist eine Schule/Kita mitten in den Wald hinein geplant, obwohl daneben genug Gebäude entstehen, welche die Aufgabe von Schule/Kita übernehmen könnten.
- Die 37 Bäume des Mini Waldes auf dem Betriebshof Hungener Straße 7 erhalten (Grüne Lunge).
- Mini Wald im Geeren erhalten.
- Die ca. 4.000 Bäume in der Grünen Lunge (Mini Wald, Nordend) erhalten. Der Luxusprojektentwickler soll definitiv eine Absage bekommen. Bauland soll es für den Börsengiganten niemals mehr werden.
- Die ca. 54 Bäume im Miniwald in der Römerstadt 126, die von der ABG 2022 gefällt wurden, umgehend wieder aufforsten. Das Gelände ohne Bäume heizt derzeit die Stadt massiv auf.
- Die ca. 200 Bäume auf dem Gelände des Miniwaldes KGV Riederwald retten und erhalten, welches von die EZB Schule bedroht ist.
- Den ca. 16.000 Freizeitgärten mit enormen Mini Wald Baumbestand erhalten und einen umfassenden Baumschutz gewähren.
- Den ca. 16.000 Freizeitgärten mit enormen Mini Wald Baumbestand erhalten und einen umfassenden Baumschutz gewähren.
- Keine zusätzlichen Bäume im Fechenheimer Mini Wald opfern für Autobahnauffahrten bzw. Abfahrten.
- Wiederaufforstung der Mini Wald Baumschule in Rödelheim.
- Viele weitere Mini Wald Baumbestände, die hier nicht aufgeführt sind, sollen nicht gefällt werden, wie im geplanten Stadtteil der Quartiere.
- Auch private Miniwälder, einfach alle Bäume, in das Baumkataster aufnehmen. Nur städtische Bäume zählen führt zu einer Beeinträchtigung der Wahrnehmung und ist Greenwashing.
- Auf Friedhöfen sollen keine gesunden Mini Waldbestände gefällt werden, wenn sie einem Grabmal weichen sollen, wie leider kürzlich auf dem Haupfriedhof geschehen. Dann ist eine andere Stelle zu nehmen.
Begründung
Mini-Wäldchen können, wenn sie nicht vernichtet werden, einen sehr wichtigen Beitrag zur Beschattung und Abkühlung des Stadtklimas leisten. Dies wird angesichts des prognostizierten Anstiegs an Hitzetagen und Tropennächten im Zuge des fortschreitenden Klimawandels immer wichtiger. Die Mini Wald Methode eignet sich bereits bei Flächen ab 3 m2 und ist somit besonders für dicht bebaute Städte eine geeignete Methode, das Mikroklima zu verbessern und Kohlendioxid zu binden. Im Gegensatz zu Monokulturplantagen hat diese Methode eine bis zu 30-fach bessere Kohlendioxidabsorption. Durch die spezielle Bodenvorbereitung, also in dem man Baumaschinen, welche die Bäume fällen sollen, wieder weg schickt, erreicht man ein sehr schnelles Wachstum von mindestens einem Meter pro Jahr und bereits nach drei Jahren eine autarke, natürliche und vielseitige Waldlebensgemeinschaft. Einheimische Pflanzen können ebenfalls erhalten werden und bieten so einen artgerechten Lebensraum für Insekten und Vögel. Man muss es nur wollen. Der Erhalt in den einzelnen Stadtteilen könnte dort von Schulen begleitet werden; die Schüler*innen lernen den Umgang mit Gartengeräten und erfahren Wissenswertes über Pflanzen. Das ist besser, als wenn eine ganze Schule auf einen Mini Wald gebaut wird und diesen vernichtet. Schulgelände bieten sich für die Anlage solcher Wäldchen auch deshalb besonders an, weil diese sich zu natürlichen Schattenspendern mit mikroklimatischer Verbesserung für die größtenteils nach wie vor vollflächig versiegelten Schulhöfe entwickeln können. Schulen selbst dürfen aber keine Mini Wäldchen überbauen und vernichten. Das sei aber nochmal ausdrücklich erwähnt, weil der Magistrat in vielen Fällen völlig falsch plant. Der Erhalt von Mini-Wäldchen trägt zur Umsetzung der "Frankfurter Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2.0" und zur Umsetzung des "Entsiegelungskonzepts" der Stadt Frankfurt bei.
Beratungsverlauf 18 Sitzungen
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